Klassenschülerhöchstzahl

Schmied begeht laut Gewerkschaft Gesetzesbruch

5. September 2011, 07:16

Quin: Klassenschülerhöchstzahl wird nicht eingehalten - SPÖ weist Kritik zurück

Wien - Rechtzeitig zum Schulbeginn schießen sich die Lehrergewerkschafter wieder einmal auf Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) ein. Der Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft Eckehard Quin wirft ihr in einer Aussendung "Gesetzesbruch" vor. Mehr als drei Jahre nach dem Nationalratsbeschluss zur Senkung der Klassenschülerhöchstzahl von 30 auf 25 weigere sich die Ministerin nach wie vor beharrlich, diesen eindeutigen Gesetzesauftrag umzusetzen. Fast die Hälfte der AHS-Unterstufenklassen weise Schülerzahlen über 25 auf.

Schmied möge sich das baldige Verschwinden des Gymnasiums aus der österreichischen Schullandschaft wünschen, als Bundesministerin habe sie jedoch die Gesetze zu befolgen und ihre verfassungsmäßigen Pflichten zu erfüllen, tadelt der Gewerkschafter und kündigt an, den "Gesetzesbruch" anzuprangen, bis die Ressortchefin die "unerträgliche Diskriminierung" der Gymnasien beende oder der Bundeskanzler seinen Handlungsbedarf erkenne.

Die SPÖ weist den Vorwurf zurück. Bildungssprecher Elmar Mayer verwies in einer Aussendung darauf, dass gemeinsam mit der ÖVP beschlossen worden sei, die Höchstmarke auf einen Richtwert von 25 mit einer 20-prozentigen Toleranz-Regelung zu senken. Das sei geltende Rechtslage, die "penibelst" eingehalten werde. Faktum sei zudem, dass der Durchschnittswert von 25 in den AHS-Unterstufen mittlerweile unterschritten werde. (APA)

bycicle
00
10.9.2011, 21:26
sauerei!!!!

in etlichen bhsen sind 36 schüler pro klasse keine seltenheit. h i e r muss endlich einmal die höchstzahl gesenkt werden!!!!! angeblich ist sie bei 30 pro klasse, im bedarfsfall dürfe um 20% dieser wert überschritten werden.

ML85
01
KEIN Richtwert für AHS und BMHS

§ 43 Abs. 1 Schulorganisationsgesetz beginnt mit den Worten: „Die Klassenschülerzahl an der allgemein bildenden höheren Schule darf in der Unterstufe 25 und in der Oberstufe 30 nicht übersteigen und soll jeweils 20 nicht unterschreiten.“
Von einem "Richtwert" ist dort nichts zu lesen.

alter joe
00
Früher galt

an höheren Schulen eine Schülerzahl von 30 pro Klasse mit der Möglichkeit, diese Grenze um 20% zu überschreiten oder um 10 % zu unterschreiten. Vermutlich wurde nur die Zahl 30 geändert, alles andere blieb wie eh und je.
Eine halbe Wahrheit ist eine ganze L...

dunkelhaar
08
find ich lustig

wir senken die Klassenschülerhöchstzahl von 30 auf 25. Ja eigentlich ist das ein Richtwert von 25 mit einem 20% Tolarenzpegel. Und das heisst nun?

Ja das heisst nun es sind 25 Schüler +- 5. Also zwischen 30 und 20 maximal. Wenn wir schon bei maximal sind fallen die 20 natürlich weg, also maximal 30.

Und nun gehen wir unseren Erfolg feiern, dass wir die Klassenschülerhöchstzahl von 30 auf 25 + 20% aka 30 gesenkt haben.

Carla Sociale
01
In den 1.Jahrgängen der HTL sind 36 Schüler die Norm.

Dort heißt es Schülerhöchstzahl 30+20%. Die 20% werden praktisch immer voll ausgeschöpft.

untitled
06

und jetzt führen wir ein mindestgehalt von 2000 brutto für alle ein und versehen das ganze mit einer 50-prozentigen toleranz-regelung.

LL MM
14

Wer mathematisch nicht ganz daneben ist, kann beim Hinweis auf den Durchschnittswert (welcher zeigen soll, dass eh alles nicht so schlimm ist), nur den Kopf schütteln.

stall
11
richtwert mit 25 mit einer toleranzgrenze von 20%

um etwas haargenau gleich zu lassen wie vorher beschließen wir ein neues gesetz. jeder arbeitet anders.

Hubert Hawkins
06

Ich bin mir nicht sicher wie viele Nationalratsabgeordnete 20% von 25 ausrechnen können ...

Aber etwas als Senkung zu verkaufen, das defakto gleich bleibt ist wir Dinge zu verbieten und bei Verstößen keine Sanktionen zu machen. Typisch österreichisch halt.

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