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Ministerin Heinisch-Hosek.
Wien - Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (S) fordert noch Verbesserungen beim Ausbau des Kinderbetreuungsangebots. Konkret möchte sie die Zahl der Schließtage reduziert sehen, wie die Ressortchefin in einer Stellungnahme zur 15a-Vereinbarung mit den Bundesländern über den Ausbau des institutionellen Kinderbetreuungsangebotes kundtut. An sich begrüßt die Ministerin die Maßnahmen freilich. Diese seien "ein wichtiger Schritt". Der Gemeindebund äußerte grundsätzliche Bedenken etwa was die Widmung der Bundeszuschüsse betrifft.
Der Österreichische Gemeindebund bekenne sich zum weitreichenden Angebot für Kinderbetreuung, hieß es in der Stellungnahme. Nach Auffassung der Kommunen gebe es allerdings inakzeptable Verschärfungen, vor allem betreffend die Widmung des Bundeszuschusses. Dieser sollte nicht strikt an den Ausbau von Betreuungsplätzen für Kinder mit einem bestimmten Alter gebunden sein, fordern die Gemeinden. Sie wollen hingegen frei entscheiden können über Verbesserungen der Öffnungszeiten, der Ferienschließzeiten oder der Infrastruktur.
"Nicht akzeptabel" ist für den Gemeindebund auch die geplante Vereinbarung, wonach ein Kindergarten nur dann als "ganztägige Einrichtung" gelten soll, wenn er für Drei- bis Sechsjährige mindestens 47 Wochen im Jahr geöffnet hat. Kritisiert wird weiters der Umstand, dass halbtätige Kindergärten keine Fördermöglichkeiten mehr erhalten. Die Festlegung von bundeseinheitlichen Mindeststandards sei angesichts der bereits bestehenden hohen Standards "entbehrlich".
Heinisch-Hosek zeigte sich über die Verbesserungen bei der "sehr hohen Zahl" an Schließtagen erfreut. Die Ministerin kritisierte allerdings die unterschiedliche Definition der Schließzeiten für Drei- bis Sechs-Jährige (fünf Wochen) und für Unter-Drei-Jährige (22 Wochen), diese sollten angeglichen werden. "Es erscheint nicht nachvollziehbar, weswegen für Kinder unter drei Jahren Ganztagsbetreuung etwas anderes bedeuten sollte, als für Über-Drei-Jährige", so Heinisch-Hosek. Um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern, wären Schließzeiten von maximal zwei Wochen im Jahr zielführend, bekräftigt die Ressortchefin ihre Forderung. Sie begrüßt die Sicherung der Betreuungsqualität, spricht sich aber für eine Konkretisierung der Zuständigkeiten, Kriterien und Sanktionen aus. Dass die sprachliche Frühförderung nicht mehr Teil der Vereinbarung ist, bedauert Heinisch-Hosek.
Ebendiese Maßnahme vermisst auch die Österreichische Plattform für Alleinerziehende. Weiters fordert die Plattform in ihrer Stellungnahme einen höheren Anteil von männlichem Betreuungspersonal, denn besonders für Kinder von Alleinerzieherinnen seien männliche Bezugspersonen in Betreuungseinrichtungen wichtig.
Die Begutachtungsfrist für die 15a-Vereinbarung endete am Mittwoch. Vorgesehen sind seitens des Bundes für die Jahre 2012 bis 2014 je 15 Mio. Euro und dazu kommen rückwirkend für 2011 noch zehn Mio. Euro. Die Mittel müssen von den Bundesländern kofinanziert werden. Im Familienministerium werden die Stellungnahmen derzeit gesichtet. (APA)
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die betreuung der 3 bis 6 jährigen hat sich sehr verbessert, besonders ausserhalb von wien. aber wie sieht es danach aus. es wäre schon fein, wenn kinder ein mittagessen in der schule hätten und die möglichkeit ihre hausübungen zu machen. dazu braucht man keine ganztagsschule mit profibetreuung. und ab 10 Jahren, was ist da wenn der hort wegfällt? es braucht räume in denen jugendliche sich aufhalten können, essen, lernen können - auch ohne personal überwachung.
menr Betreuung für die Kinder bedeutet mehr Freiheit für die Eltern - vor allem für die Mütter!
http://www.babylog.at/2010/stor... inisterin/
Eine Ergänzung noch: Für den Bund ist es einigermaßen leicht, allerlei Dinge zu fordern bzw. einzuführen, wenn er sie nicht bezahlen muss. Im Bereich der Kinderbetreuung tragen die Gemeinden die finanzielle Hauptlast, einen Teil tragen die Länder. Die Zuschüsse, die der Bund gibt, decken in der Regel nicht einmal annähernd die entstandenen Kosten. Das gilt für das letzte (Gratis)Kindergartenjahr ebenso, wie für die Senkung des Eintrittsalters von 3 Jahren auf 2,5 Jahre.
Der Ausbau der Kinderbetreuung, in welcher Form auch immer, kostet Geld. Das ist in Ordnung, man soll aber halt schon auch immer dazu sagen, wer die Mehrkosten bezahlen soll.
Vielleicht dient es der Aufklärung, vielleicht auch nicht.
Die Regelung, dass nur Kindergärten, die 47 Wochen Vollzeit geöffnet ist, Förderungen erhalten sollen, ist aus unserer Sicht aus folgendem Grund problematisch: In vielen Gemeinden gibt es mehrere Kindergärten. Wir wollen vermeiden, dass jeder dieser Kindergärten in den Ferien geöffnet haben muss, obwohl jeder einzeln nur wenig genutzt wird. Sinnvoller ist es, gerade in Ferienzeiten, die Betreuung an einem Standort zu konzentrieren.
Ähnliches gilt für die halbtägig geöffneten Einrichtungen. In manchen Gemeinden gibt es dafür den Bedarf nicht, zumindest nicht für alle Betreuungseinrichtungen.
na fordern könnesn dies ja.Nur welcher Trottel wird in Zukunft wenn er eine akademische Ausbildung bis zum Master braucht als Popscherlauswischer arbeiten? Wäre nett wenn die Forderer selbst einige Monate im Kindergarten arbeiten würden um die großartige Bezahlung.
Interessant: "Die Festlegung von bundeseinheitlichen Mindeststandards sei angesichts der bereits bestehenden hohen Standards "entbehrlich"."
Hier - wie andernorts - verraten sich die Betonierer im Gemeindebund. Die Verländerung der Bildung bringt eben keinen "Wettbewerb der Systeme" zum Nutzen der Kinder. Wenn die Standards so hoch wären, dann könnten sie ja locker zustimmen.
Aber damit haben sie unrecht: "[...] halbtätige Kindergärten [...]". Das ist nicht nett.
Ganztägig und ganzjährig wäre sicher nicht das Problem, verpflichtend schon eher. Was mich aber am meisten an dieser Ideologie stört, ist, dass eine viel zu frühe Trennung von der Mama als normal angesehen wird, und über Mütter, die das anders sehen, macht man sich mit unverhohlener Verachtung lustig.
Dieses überaltete Familienidyll, das Sie propaieren, mit "Frau bleibt ganz zu Hause und kümmert sich um den Nachwuchs" gibt es -außer in Zuwandererfamilien aus der Türkei- bei uns schon lange nicht mehr. Ganz abgesehen davon, daß beide, Mütter und Väter, meist auch aus wirtschaftlcher Not ganztags arbeiten gehen müssen!
von der Dame würd ich zur Abwechslung gerne mal folgendes hören:
- ich habe Problem X gelöst und es hat sich wie folgt ausgewirkt
- ich habe durch ... sounsoviel € eingespart
- ich habe meinen Job gemacht und den Missbrauch der Hacklerpension durch Beamte abgestellt
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