Telekom-Affäre

Aufklärung auf halbem Weg

Kommentar | Luise Ungerboeck , 4. September 2011, 17:48

Da wird endlich ein Screening durch ausländische Wirtschaftsprüfer angekündigt, die Prüfzeit ist aber von vornherein beschränkt

Ob die Staatsholding ÖIAG die Telekom-Korruptionsaffäre in ihrer ganzen Dimension erfasst hat, ist zu bezweifeln. Da wird endlich ein Screening durch ausländische Wirtschaftsprüfer angekündigt, die Prüfzeit ist aber von vornherein auf acht Monate beschränkt.

Daneben liegt ÖIAG-Chef und Telekom-Präsident Markus Beyrer auch, wenn er meint, der bis dato identifizierte Schaden, 18 Millionen Euro, sei gemessen an fünf Milliarden Euro Jahresumsatz läppisch und rechtfertige keine Sonderprüfung. Da waren 247 Millionen Schilling, die Ex-Vorstände mittels Scheinaufträgen an Ex-Politiker, Parteien und mutmaßlich in eigene Taschen verschoben haben. Die sind es allemal wert, die ganze Vergangenheit zu durchleuchten - und nicht nur jene Zukäufe im In- und Ausland, die schon jetzt 300 Kilometer gegen den Wind stinken.

Das Argument, eine aktienrechtliche Sonderprüfung sei ohne Hauptversammlung nicht möglich, sticht schon gar nicht. Die ÖIAG hat mit 28,4 Prozent zwar keine nordkoreanische Stimmenmehrheit, aber dennoch eine Stimmenmehrheit. Bleibt nur mangelnder Aufklärungswille. Der zeigt sich schon daran, dass sich Beyrer höchstselbst zum Kopf jenes Kontrollausschusses macht, der krumme Geschäfte der Telekom mit dem Lobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly aufklären soll. Als Industriellen-Generalsekretär gehörte Beyrer zur Jagdgesellschaft des Lobbyisten, bezahlt hat - erraten - die Telekom. Noch Fragen? (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 5.9.2011)

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starship
 
01
den bock zum gärtner machen...

und so...

Turne
03
Beyrer klärt auf !

Herr Beyrer, der sich von Herrn Mensdorff best... äh ich meinte einladen liess, wird den Fall mensdorff nun untersuchen und findet nicht mal was dabei : SUPER!!

Um den Personalmangel bei den Staatsanwälten zuvermindern schlage ich vor noch ein paar solche Ermittlungsteams einzusetzen:

KHG hat viel Einblick in den Fall und sollte die Ermittlungen gegen Herrn Meischberger leiten.

Fiona S. sollte gegen KHG ermitteln.

Der Herr Mensdorff wird Ermittlungsleiter bei der BUWOG gegen ein Honorar von € 20.000.000.-

Der Fall Hochegger wird von Uwe Scheuch untersucht.

Über Uwe Scheuch entscheidet in der 2. Instanz ein 3-Richter Senat aus Strache, Dörfler und dem Bruder Scheuch.

RÜCKTRITT HERR BEYRER !!!

Fantastic Fox
03
Ich bin der Meinung,

wir alle sollten gegen Leute wie Beyrer, Mensdorff und Ametsreiter sehr viel mehr tun, als nur posten.

Vor unserem Geschreibsel werden die nicht in die Knie gehen.

Andreas W
01
Dann los,

machen sie was und sorgen dafür, dass die Österr. Verbrecherkartei bei denn nächsten Wahlen keiner mehr wählt - sie werden aber sicher keinen Reichen finden, der ihnen eine solche Kampagne finanziert, weil sie alle von diesem System profitierten und profitieren!

Fantastic Fox
00
Ich habe nicht genug Mitstreiter,

um alle wichtigen Hebel mit verlässlichen, fähigen - und erfahrenen - Leuten zu besetzen.

Wir werden wohl weiterhin mit SPÖ und ÖVP leben müssen.

wasweißich?
02
der Jagdausflug des Herrn Beyrer hat mehr gekostet

als so mancher Mitarbeiter "seiner" Unternehmen im Jahr Netto verdienen wird - wo sollte er da Ungereimtheiten erkennen können

einfach nur korrupt und abgehoben!

GRohnePunkte
03
Das Flugticket für seinen Jagdausflug ....

... hat das Zehnfache dessen gekostet, was der teuerste mögliche Linienflug in der teuersten möglichen Klasse gekostet hätte. Und noch immer um 25% mehr als der teuerste Privatflug im teuersten Privatflugzeug gekostet hätte, wobei zu diskutieren wäre, warum jemand zu einem Jagdausflug in Schottland mit einem gecharterten Düsen-Privatjet auf Firmenkosten fliegen muss und dafür keinen Businessclass Linienflug nehmen kann.

Hier sind noch viele Fragen offen!

Beyrer ist vollkommen untragbar als ÖIAG Chef solange das nicht öffentlich erklärt wird! Doch wird wohl wieder einmal der Nepotismus dieses Packs gewinnen.

Fantastic Fox
00
Von WESSEN Geld

wurde besagte Lustreise von Herrn Beyrer bezahlt?

rs55ef
05
typisch österreichische Sauerei

Es ist eine typisch österreichische oder auch ÖVP Sauerei, dass jener Markus Beyrer, der Teil der Jagdgesellschaft vom unsäglichen "Grafen" war, jetzt für Aufklärung sorgen soll.
Wenn er Anstand hätte würde er seinen Posten räumen.

Reiner D
03
informativer Kommentar

Der Kommentar ist aus meiner Sicht ausgesprochen Informativ, wie es der Artikel dazu ebenfalls ist.

Der Eindruck ist, dass Herr Beyrer nicht verstanden hat, worum es hier eigentlich geht. Er ist sicherlich so klug zu erkennen, dass es ungeschickt ist, mit Beschuldigten der Affäre auf Jagd zu gehen, sich das Ganze dann von der Telekom auch noch bezahlen zu lassen, um dann ein paar Jahre später im Kontrollgremium einer Affäre zu sitzen, an denen die vorherige Jagdgesellschaft beteiligt war. Er müsste erkennen, dass das nicht zusammenpasst. ...müsste?!

Man könnte boshaft sein und annehmen, dass Herr Beyrer die Hand über der Aufklärung halten will. Und wenn man die Relativierung zu Siemens anschaut, dann hat er wenig verstanden.

karakal
00
Ich glaube, er ist da nur in einer guten Tradition...

...wenn man sich die Manager der Telekom anschaut, die ernsthaft geglaubt haben, dass so eine offensichtliche Kursmanipulation nicht auffällt, dann kann man nur vermuten, dass irgendwo die völlige Realitätsverweigerung praktiziert wird.
Wenn man hingegen weiß, dass man bei der TA, oder A1 oder wie auch immer die jetzt heißt, ansonsten für jeden Furz eine Bestellnr. und eine Unterschrift des Abteilungsleiters braucht, ist auch nicht schwer zu erkennen, dass hier wahrscheinlich der ganze Vorstand Dreck am Stecken hat. Aber es gilt die Unschuldsvermutung....

BarbaBianco
 
00
Nicht glauben

Den Herren war schon klar, dass bei dieser FMA nichts zu befürchten war. Und wer war dafür verantwortlich? Ein Finanzminister, dessen Superleistung noch heute vom damaligen Bundeskanzler als außerordentlich eingeschätzt wird. Spricht wohl für sich - oderrrr ...

Bergdolm
02
Wenn man wirklich an vollständiger Aufklärung interessiert wäre, müsste Peter Pilz ran

.
Aber danach müssten auch Köpfe rollen - und die Schäden von den Verursachern und deren Nutznießern vollständig beglichen werden.

Das macht man aber nicht, weil man daran gar kein Interesse hat.

Deswegen will man "ausländische Wirtschaftsprüfer" ranlassen, die von den Zusammenhängen und Hintergründen überhaupt keine Ahnung haben.

Man spielt auf Zeit und hofft, dass die Sache in Vergessenheit gerät. Weil nach einer vollständigen Aufklärung dieser Skandale sehe die politische Landschaft in Ö wohl anders aus.

Daran haben aber die wenigsten der derzeitig "Mächtigen" Interesse.

Clemens Heider
01
Screening?

Aber die beiden obersten der Telekom doch nicht, die bleiben ausgespart! Und nicht zu vergessen der Herr Nemcic! In Kombination mit dem Herrn hochqualifizierten Beyrer, der selber mitten drin ist: wenn alle zurückgetreten, die müssten, dann schaut es ziemlich verlassen aus in den Chefetagen.

karakal
00
Tja...

...dann hättens die Büros in Lasalle umsonst renoviert...

scaleo
00

Ein Kontrollausschuss mit Beyrer ist eine Farce, dessen Ergebniss niemanden interessiert.

Fantastic Fox
00
Wenn Beyrer einen Funken Anstand hat,

tritt er SOFORT zurück. Genau so wie Ametsreiter.

Beide sind durch Leute von aussen - keine Österreicher - zu ersetzen, die den klaren Auftrag und alle Freiheiten haben, schonungslos aufzuräumen.

scaleo
00

Danke Fr. Ungerboeck brilliant wie immer.

J. Reichhart
00
dieses land ist hoffnungslos!

hoffnungslos versumpft
hoffnungslos verfault
hoffnungslos verloren

junge, geht ins ausland!

lieschen müller4
09

Und das vom Angehörigen einer Partei,die uns permanent erklärt,dass man mit Steuergeldern sparsam umgehen muss,die uns eine Datenbank aufs Aug drücken,damit man jeden Cent der für die Mindestsicherung aufgewendet wird,dreifach dokumentiert usw.usw.

Dalien
 
00
Keine Fragen mehr

!

Rote Pest
00

Die 18 Mille sind auch Peanuts, da lacht der Vorstand doch und kugelt sich am Boden.
Ein, zwei Bauernopfer und die Sache ist erledigt - aus der Portokassa sozusagen.

flotter denker
00
8 Monate sind aber auch keine Husch-Pfusch Pruefung

Man kann an dem Unternehmen auch nicht ewig rumpruefen.
Jetzt soll man genau schauen, was man findet, die noetigen Konsequenzen ziehen - ohne Gnade. Aber dann - Schlussstrich und das Geschaeft sanieren.

onlooker
04
der flotte denker,

hat keine ahnung wie tief der sumpf ist,
denn schon in 2005 als die aktienkurse manipuliert wurden, hätte der hochbezahlte michaelis(700.000€ p/a) tätig werden müssen, das ging aber nicht, da er das puppet vom schüssel war, die FMA hat die manipulation auch nicht erschüttert, und auch die börse hat nichts unübliches an dem verhalten der verkäufe entdecken können, alle wurden von den schüssel leuten besetzt, natürlich hat man keine manipulation sehen wollen, nur wurde sehr viel spekuliert, und auch die StA hätte genauer hinsehen müssen, und jetzt werden die amis tätig, weil es bei motorola um schmiergeld zahlungen geht, aber die amerikaner werten diese zahlungen als geldwäsche und da werden dann auch die österreichischen behörden aufwachen

flotter denker
00
Naja - und deshalb ewig untersuchen?

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