Run auf gekürztes Fördergeld

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    foto: apa/dpa/pleul

60 Prozent der Antragsteller auf einer Warteliste haben um eine sofortige Unterstützung angesucht, obwohl sie dafür auf Geld verzichten mussten

Wien - Die Errichter von Photovoltaik-Anlagen akzeptieren mehrheitlich reduzierte Förderungen, wenn sie ihr Geld dafür rasch bekommen. Innerhalb eines Monats haben 60 Prozent der Antragsteller auf einer Warteliste um eine sofortige Unterstützung angesucht, obwohl sie dafür auf Geld verzichten mussten, teilte das Wirtschaftsministerium mit.

Geringere Kosten und Zinsvorteil

"Das rege Interesse zeigt, dass es richtig war, degressive Tarife anzubieten. Die Kosten für den Bau von Photovoltaik-Anlagen sind zuletzt stark gesunken. Dadurch und durch den Zinsvorteil lohnt es sich, trotz niedrigerer Förderung gleich zu bauen", sagte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner dazu.

Nach Zahlen des Wirtschaftsministeriums sind von 4643 Anlagen auf der Warteliste (bis 2026) mit einer Leistung von maximal 98,2 Megawatt MWp (Megawatt Peak) 2791 Anlagen mit 65,7 MWp zum sofortigen Bau angemeldet worden. Das sind 60 Prozent der Anlagen bzw. 67 Prozent der geplanten Leistung, die heuer oder 2012 gebaut werden können.

Kapazität verdreifacht

Zusätzlich seien auch einige neue Anlagen zu dem reduzierten, aber sofort ausbezahlten Fördersatz eingereicht worden. Dadurch haben weitere 481 Anlagen mit einer Leistung von 14,7 MWp grünes Licht für den Baustart bekommen. Die Kapazität für Strom aus Sonnenenergie werde sich durch Abbau der Warteliste und neue Projekte bis Ende 2012 von 35 auf 115,4 Megawatt verdreifachen.

Bei der Windkraft haben sich 21 der 153 Anlagenbetreiber auf der Warteliste dafür entscheiden, die Förderung für ihre Windräder sofort in Anspruch zu nehmen, auch wenn sie dadurch niedriger ausfällt. Außerdem wurden fünf neue Anlagen mit 15,2 MWp zur sofortigen Förderung eingereicht. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 5.9.2011)

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