Konferenz über Zukunft des Landes in Mogadischu

4. September 2011, 16:42
  • UN-Koordinator Mark Bowdenbei der Konferenz in Mogadischu.
    foto: ap/nor

    UN-Koordinator Mark Bowdenbei der Konferenz in Mogadischu.

Präsident Sharif Sheikh Ahmed begrüßte, dass "Somalia seine Probleme regelt"

Mogadischu - In Somalia hat am Sonntag unter Leitung der Vereinten Nationen eine Konferenz über die Zukunft des Landes begonnen. Das dreitägige Treffen findet unter dem Schutz der Truppen der Afrikanischen Union (AU) im Parlament in der Hauptstadt Mogadischu statt. Auf der Konferenz soll unter anderem über die Reorganisation der Übergangsregierung gesprochen werden, der es auch mehr als 20 Jahre nach dem Sturz des langjährigen Präsidenten Siad Barre und der Eskalation des Bürgerkriegs nicht gelungen ist, das Land unter Kontrolle zu bringen.

Neben Vertretern der Übergangsregierung nehmen auch Gesandte der Führungen von Puntland und anderer halbautonomer Gebiete teil. Bei der Konferenz soll es um die Aussöhnung zwischen den Konfliktparteien, die Organisation von Wahlen und die Verbesserung der Sicherheit gehen. Vertreter von Somaliland, das sich 1991 für unabhängig erklärt hatte, sowie von der islamistischen Shebab-Miliz werden bei dem Treffen allerdings nicht vertreten sein. Die Shebab-Miliz hatte sich Anfang August aus Mogadischu zurückgezogen, kontrolliert aber weiter weite Teile des Zentrums und des Südens des Landes.

Der somalische Präsident Sharif Sheikh Ahmed begrüßte am Samstagabend, dass "Somalia seine Probleme regelt". Seit dem Zusammenbruch der Staatsgewalt 1991 gab es bereits ein Dutzend Versuche, die Macht der Zentralregierung wiederherzustellen. Seit der Einsetzung der Übergangsregierung 2004, gab es bereits fünf Regierungschefs und zwei Staatspräsidenten. Die humanitäre Situation hat sich durch die seit Monaten andauernde schwere Dürre weiter verschärft. Nach UN-Angaben starben in den vergangenen Monaten tausende Menschen an Hunger, Hunderttausende flohen in die Nachbarländer. (APA)

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3 Postings
750.000 tote!!!

berichten sie gerade auf oe1, wird diese hungerkatastrophe menschenleben kosten, wenn nix unternommen wir

und wo ist jetzt die demokratische front, die ja nix will, ausser menschenleben retten und sie "demokratischer" entwicklung zuzuführen?! demokratie wäre eben ein ziviler kampf...im ungünstigen fall; eine bereichernde zivile auseinandersetzung miteinand im positiven fall.

und wo kommt der erste artikel im standard dazu? ganz hinten irgendwo, wenn frau bewusst sucht...mit ganzen ZWEI postings. wir sind echt intelligent im prioritäten setzen quaqua

Ihr Unsinn wird auch dann nicht wahrer wenn Sie sich selbst zitieren.

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