Kundgebung der "English Defence League" war trotz Demonstrationsverbots erlaubt worden
London - Bei einer Kundgebung der rechtsextremen English Defence
League (EDL) ist es am Samstag in London zu Zusammenstößen mit der Polizei
gekommen. Mindestens 16 Menschen seien festgenommen worden, unter anderem weil
sie Molotow-Cocktails geschleudert hatten, teilte die britische Polizei am Abend
mit. Rund 1000 Demonstranten hatten sich im Stadtteil Aldgate im Osten der
britischen Hauptstadt zu einer Kundgebung versammelt.
Nach den Ausschreitungen vom vergangenen Monat hatte Innenministerin Theresa
May eine Demonstrationssperre auch für diesen Teil Londons verhängt; die Polizei
hatte die Kundgebung der EDL für Samstag dennoch erlaubt. Rund 1500
Gegendemonstranten einer antifaschistischen Gruppe versammelten sich in der
Nähe. Mehr als 3000 Polizisten waren vor Ort im Einsatz.
Nach dem Tod eines vierfachen Familienvaters bei einem Polizeieinsatz in
London war Großbritannien im August von den schwersten Krawallen seit Jahren
erschüttert worden. Dabei starben fünf Menschen. (APA)