Streikbeschluss in spanischer Liga

4. Juni 2003, 11:08
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Vereine durch Ende der Verträge für TV-Bilder arg benachteiligt - Die zwölf Großvereine wollen dagegen separate Abkommen schließen

Madrid - 30 spanische Fußballvereine haben einen Streik für den Beginn der kommenden Saison beschlossen. Acht Vereine der ersten und alle 22 Klubs der zweiten Liga kamen am Donnerstag überein, den Spielbetrieb so lange zu boykottieren, bis ein neuer Vertrag über die Fernsehübertragungen von Ligaspielen ausgehandelt ist. Mit dem Streikbeschluss, den der Ligaverband (LFP) auf einer Sondersitzung fasste, vertiefte sich die Spaltung des spanischen Profifußballs in zwei Lager.

Die zwölf wichtigsten Vereine, darunter Real Madrid, FC Barcelona und Valencia CF, sind gegen den "Streik". Sie boykottierten geschlossen die LFP-Sondersitzung und schlossen sich zu einer eigenen Interessengruppe ("G 12") zusammen. Dies wurde in der spanischen Sportpresse als ein erster Schritt zu einer möglichen Gründung einer Eliteliga gesehen, die vom Spielbetrieb der übrigen Ligen unabhängig ist.

Die bisherigen Verträge für die TV-Übertragungen laufen zum Ende dieser Saison aus. Die 30 kleineren Vereine setzen darauf, mit den Fernsehanstalten gemeinsam ein neues Übereinkommen auszuhandeln. Die zwölf Großvereine wollen dagegen separate Abkommen schließen. Drei von ihnen - Real, Barca und Atletico Madrid - haben bereits eigene Fernsehverträge geschlossen. (APA/dpa)

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