Christen gegen Muslime

2. September 2011, 17:25

Dutzende Menschen sind bei Ausschreitungen zwischen Christen und Muslimen ums Leben gekommen

Präsident Jonathan gerät weiter unter Druck, die Sicherheit im Land zu gewährleisten.

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Jos - Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche hat es in der zentralnigerianischen Stadt Jos blutige Zusammenstöße zwischen Muslimen und Christen gegeben, die etlichen Menschen das Leben gekostet haben. Mindestens 22 Muslime und 20 Christen seien in der Nacht auf Freitag getötet worden, als überwiegend Jugendliche der Religionsgruppen aufeinander losgingen, sagten Augenzeugen.

Zu der Gewalt war es nach Darstellung der muslimischen Seite gekommen, als einem Muslim mutmaßlich von Christen ein Motorrad gestohlen wurde. Die meisten Muslime seien getötet worden, als bewaffnete Soldaten eingriffen, berichteten Augenzeugen.

Von Seiten des Militärs hieß es, es sei noch unklar, was genau passiert sei, "außer dass unsere Soldaten beschossen und einige verletzt wurden" , wie ein Sprecher mitteilte. "Wir forderten Unterstützung an. Jetzt ist es ruhig."

Bereits am Montag war es zu Gewalt zwischen Muslimen und Christen gekommen. Dabei waren mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100 Menschen trugen Verletzungen durch Pfeile, Macheten und Geschoße davon, wie Augenzeugen sagten. Demnach war eine Gruppe Muslime, die sich zum Ende des Fastenmonats Ramadan an einer Gebetsstätte versammelt hatte, von Bewohnern der von Christen dominierten Nachbarschaft umzingelt worden. Die Lage sei dann eskaliert.

Zwischen den Anhängern beider Religionen kommt es in Jos und Umgebung seit Jahren regelmäßig zu Gewalt und immer wieder zu zahlreichen Opfern. Die Gegend liegt zwischen dem hauptsächlich von Muslimen bewohnten Norden und dem von Christen dominierten Süden des westafrikanischen Landes. Allein im Jänner gab es rund 200 Tote.

Die jüngsten Ausschreitungen setzen die Regierung des bevölkerungsreichsten Landes Afrikas zusätzlich unter Druck. Präsident Goodluck Jonathan hatte nach dem verheerenden Anschlag auf ein UN-Gebäude mit 23 Toten erst am Dienstag angekündigt, die Sicherheitsmaßnahmen zu erhöhen und die Bevölkerung vor weiteren Anschlägen zu schützen.

Zwischen dem Anschlag in Abuja und der Gewalt in Jos besteht zwar offenbar kein unmittelbarer Zusammenhang. Doch sind in den vergangenen Monaten immer wieder Zweifel laut geworden, ob der vor allem bei den Muslimen ohnehin umstrittene Christ Jonathan Stabilität gewährleisten kann. (Reuters, APF, dpa/DER STANDARD, Printausgabe, 3.9.2011)

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Alp Arslan - der Türkei-Experte
00
7.11.2011, 13:45
Die Lösung Vorbild Sudan-Südsudan

Die beste Lösung für das Konflikt wäre eine Teilung Nigerias in Nord- und Südnigeria.

Der islamische Norden soll sich vom christlichen Süden loslösen im Vorbild Sudan und Südsudan.

Es besteht sowieso defacto aus zwei verschiedenen "Staaten"!

Dumm ist nur dass die Erdölfelder im Süden des Landes sind und der Muslimische Norden das Schwarze Gold nicht aufgeben wird.

Es ist traurig zu sehen, was die Kolonialpolitik des Westens in Afrika besonders in Nigeria verursacht haben!

Lemure
 
12
7.11.2011, 07:40
Eigentlich müßte es heißen

"Muslime gegen Christen", das würde den Tatsachen eher entsprechen. Ok, die USA muss man ausblenden.

zebrafuss
00
10.9.2011, 00:38
wenn's wenigstens um religionen ginge!

es geht um destabilisierung, darum zu zeigen, dass das militär unfähig ist, die sicherheit der bevökerung zu garantieren.
vor dem hintergrund, dass sich die einstigen wahlverlierer unlängst zusammengetan haben und die unabhängigkeit des nordens forderten.
die bevölkerung, die nicht auf seiten der lokalen regierung steht, fühlt sich zurecht bedroht. dennoch fürchten sie auch eine ausdehung des mittelmeerkonflikts auf ihre region. sie fordern bewaffnung der zivilbevölkerung zur eigenen verteidigung. dass man die bombenfabrik für die un-attacke im nachbarland niger gefunden hat, ist auch nicht gerade beruhigend.
erst gestern haben wieder 30 mann in diesem sinne eine familie ausgelöscht.

O5
41

Die Christen haben also mehr Leute umgebracht obwohl sie einen kleineren Bevölkerungsanteil stellen? Sagt auch was aus...

Chrissi244
 
00
Das ist ja mal wieder ne

Wahnsinnsneuigkeit ... so alt wie die Welt. Diese Auseinandersetzungen gibt es in Nigeria schon sehr viel länger.

so oder so (oder so ähnlich)
 
01
wer nicht lesen kann soll auch nocht posten

gemeinsames europa
00
Die Christen

Wie kommen Sie darauf?

an kog
03

Das sagt nur dann was aus, wenn man sich erst seit etwa 10 Minuten für den Konflikt interessiert, nicht die geringste Ahnung hat und über den ersten Absatz des Artikels nicht hinaus gekommen ist.

Hlsebastian
10
Ob jemand wegen der muslimischen

oder atheistischen Religion getötet wird, ist wohl irrelevant - Tatsache ist, dass Religionen (egal ob katholisch, atheistisch, kommunistisch, liberal, ...) immer auch gewalttätig missbraucht werden können.

puzzled
01
Lustiges Suchspiel in diesem Text:

Finden Sie das Oxymoron!

puzzled
00
Lustiges Suchspiel in diesem Text:

chezgarando
00
mei

is religion nicht was schönes

Cutting Edge
14
Objektivität?

"Zu der Gewalt war es nach Darstellung der muslimischen Seite gekommen, als..."
[...]
"Von Seiten des Militärs hieß es..."

Und wer fragt nach der Ansicht der christlichen Seite? Oder war die nach Beurteilung des Reuters-Reporters irrelevant?

Meine Ansicht: Unvollständiger Artikel!

René Herndl
31
Wahnsinn , dein Name ist Religion!

Einmal mehr muss man feststellen, dass Religion(en) nichts als Unheil anrichten und der Grund für die Dummheit der Menschen bzw. die Verhinderung der Vernunft ist.

Igor Gassner
01
Es geht um Macht nicht um Religion

ES geht immer nur um Macht das Fahrzeug der macht heißt Idilogie oder Religion oder Nation aber eigentlich gehts um Macht machterhalt und Reich sein oder Reich werden.

living reef
00
und den vertretern der religionen geht es um macht!

living reef
00
und den vertretern der religionen geht es um macht!

Arbeiter
02
Auch Österreich wird aus einem islamischen und einem nachchristlichen Territorium bestehen.

Vielleicht geht hier gut, was nirgendwo anders gut geht.

cobb_83
02
You have to love religion...

living reef
31
christliche und muslimische "nächstenliebe"

religionen sind kriegstreiber erster güteklasse!

bedingungsloses grundeinkommen
293
die Überschrift könnte auch heißen:

Krieg derjenigen, die die Macht und das Geld haben (Christen) gegen die Besitzlosen (Muslime)

katkaa
00

So viel Fehlinformation bzw. Unwahrheit in einem einzigen Satz...

Gerry Mander
16
wo bist denn du angerannt?

lies mal wie in nigeria die erdöleinkünfte verteil werden, dann reden wir wieder.

es ist ungalublich was von der zensur aussortiert wird und was auf der anderen seite für schwachsinn durchkommt.

bedingungsloses grundeinkommen
20

immer schön sachlich bleiben!
....Andererseits sind Gewalt und ethnische Konflikte zwischen dem muslimischen Norden und dem christlich-animistischen Süden Hemmnisse, um Nigerias Bevölkerung ein besseres Leben zu ermöglichen......(Zit.Wikipedia)
Und im Süden befindet sich das ERDÖL

katkaa
01

Dass sich Erdöl und Erdgas im Süden des Landes befinden heißt aber nicht dass dern Einnahmen (allein) dem Süden zugute kommen, in den letzten Jahrzehnten (v.a. unter den Militärdiktaturen) war genau das Gegenteil der Fall. Und auch heute profitiert auch nur ein verschwindend geringer Teil der Bevölkerung (im Süden wie im Norden) von den Erdöleinnahmen, nämlich die politische und wirtschaftliche Elite und ihre Klientel. Aber wie Hossam Hassan es schon gesagt hat, im Süden gibt es eine größere Mittelschicht als im Norden, wo es einige Superreiche und viele sehr Arme gibt.

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