O5
Warum behaupten Sie dass eine Vermögenssteuer "Schnüffelei" bedeute? Erstens "schnüffelt" das Finanzamt schon heute fleißig herum (nur halt hauptsächlich bei weniger vermögenden) und zweitens muss jedes Vermögen einmal verdient worden sein - man muss also nur vergangenes Einkommen, Erbschaften, usw. zusammenhängen und dann für Kursveränderungen bei Wertpapieren und Wertveränderungen bei Immobilien korrigieren um jemandes Vermögen festzustellen
Maria Fekter
Erträge aus Vermögen werden in Österreich heute bereits besteuert (Sparbuchsteuer, Wertpapiersteuer, Körperschaftssteuer bei Erträgen aus Betriebsvermögen, Einkommensteuer bei Erträgen aus Vermietung und Verpachtung, Einkommensteuer bei Erträgen aus der Landwirtschaft). Eine Substanzbesteuerung ohne Erträge lehne ich ab, das vernichtet Arbeitsplätze und behindert Investitionen. Damit man privates Vermögen kennt, muss man im Detail erfragen, was die Menschen im Laufe ihres Lebens sich geschaffen haben. Zum Beispiel: Grundstücke, Haus, Auto, Schmuck, Antiquitäten, Philharmoniker, Golddukaten, Bilder, Teppiche, HiFi-Anlagen, Boot, Wohnwagen, Wohnmobil, Pelzmäntel, etc.. Wie soll die Finanzministerin wissen, wie viel davon O5 hat, wenn sie nicht bei ihm privat schnüffelt und daher wäre eine Steuer auf derartige Privatobjekte ein enormer Eingriff in die Privatsphäre der Bürgerinnen und Bürger, die ich ablehne. Auch lehne ich Ihren Vorschlag ab, dem Finanzamt permanent bekannt zu geben, wofür man sein versteuertes Einkommen ausgegeben hat, ob man es investiert, gespart oder verlebt hat.