Bei Bauarbeiten für neue Bahnstrecke Villa rustica samt Schwimmbad und Mosaiken im Raum Barcelona freigelegt
Barcelona - Auf dem Baugelände für eine neue Bahnstrecke für Hochgeschwindigkeitszüge im Raum Barcelona sind Arbeiter auf die Überreste eines Latifundiums, also eines Landguts aus der Römerzeit, gestoßen. Wie die Zeitung "El Periodico de Catalunya" berichtete, gilt der - bislang nicht näher datierte - Fund in dieser Gegend Spaniens als einzigartig. Die Bauarbeiten an der Fundstelle wurden unterbrochen.
Mehr als 50 Archäologen legten nach Angaben des Blattes die Überreste der ehemaligen Villa rustica, des Herrenhauses, frei und stießen dabei unter anderem auf ein Schwimmbad und auf Mosaiken. Die Region war seit Beginn des 2. Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung Teil der römischen Provinz Hispania citerior, später Tarraconensis genannt. Im Vergleich zu den römerzeitlichen Vorläufersiedlungen der heutigen Städte Tarragona und Saragossa spielte das, was später Barcelona werden sollte, damals nur eine untergeordnete Rolle.
Die Fundstelle liegt an der neuen Bahnstrecke, auf der im kommenden Jahr Hochgeschwindigkeitszüge von Barcelona nach Frankreich fahren sollen. In unmittelbarer Nähe des römischen Landsitzes soll der Umsteige-Bahnhof "La Sagrera" entstehen, der eine der größten Bahnstationen in Spanien werden soll. (APA/red)