Katalonien

Reste eines römischen Latifundiums entdeckt

2. September 2011, 16:10

Bei Bauarbeiten für neue Bahnstrecke Villa rustica samt Schwimmbad und Mosaiken im Raum Barcelona freigelegt

Barcelona - Auf dem Baugelände für eine neue Bahnstrecke für Hochgeschwindigkeitszüge im Raum Barcelona sind Arbeiter auf die Überreste eines Latifundiums, also eines Landguts aus der Römerzeit, gestoßen. Wie die Zeitung "El Periodico de Catalunya" berichtete, gilt der - bislang nicht näher datierte - Fund in dieser Gegend Spaniens als einzigartig. Die Bauarbeiten an der Fundstelle wurden unterbrochen.

Mehr als 50 Archäologen legten nach Angaben des Blattes die Überreste der ehemaligen Villa rustica, des Herrenhauses, frei und stießen dabei unter anderem auf ein Schwimmbad und auf Mosaiken. Die Region war seit Beginn des 2. Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung Teil der römischen Provinz Hispania citerior, später Tarraconensis genannt. Im Vergleich zu den römerzeitlichen Vorläufersiedlungen der heutigen Städte Tarragona und Saragossa spielte das, was später Barcelona werden sollte, damals nur eine untergeordnete Rolle.

Die Fundstelle liegt an der neuen Bahnstrecke, auf der im kommenden Jahr Hochgeschwindigkeitszüge von Barcelona nach Frankreich fahren sollen. In unmittelbarer Nähe des römischen Landsitzes soll der Umsteige-Bahnhof "La Sagrera" entstehen, der eine der größten Bahnstationen in Spanien werden soll. (APA/red)

spacedakini
01

Hoffentlich muß es nicht abgerissen werden...
In der Nähe eines Bahnhofes besteht ja Hoffnung, dass es viele besichtigen möchten.

Der Onkel mit dem Speiseeis
07

ich freue mich immer wieder darüber, wenn solche "sachen" das tageslicht erblicken. egal wo auch immer. diese fenster in die vergangenheit sind einfach faszinierend.

Sheldon
10
Interessant

Was man plötzlich so alles findet :-)

Zinsenfeger
00

Früher ging man nicht so sorgfältig mit den Funden um. Wir wissen leider nicht, was im Laufe der Zeit alles schon ausgegraben und dann wieder "übergraben" wurde. Vielleicht sogar besser so.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.