Wie ungesund sind Plastikflaschen?

2. September 2011, 16:19

Die Arbeiterkammer widmet sich gesundheitsrelevanten Aspekten von Getränkeverpackungen

Wien - Glasflaschen werden in den Regalen immer seltener, PET-Flaschen, aber auch Gebinde mit Innenbeschichtungen aus Kunststoff verzeichnen hingegen starke Zuwächse am Markt. Lebensmittelverpackungen beeinflussen die Qualität der Produkte, denn Substanzen des Kunststoffs können aus der Verpackung in die Lebensmittel übergehen. "die umweltberatung" hat  im Auftrag der Arbeiterkammer (AK) Studien zu drei exemplarischen Substanzen bewertet: Acetaldehyd, Antimon, Bisphenol A. Diese Stoffe kommen in Getränke-Plastikflaschen und -dosen vor.

Wie die drei Schadstoffe wirken

  • Acetaldehyd führt in kleinen Mengen zu wahrnehmbaren geschmacklichen Veränderungen des Lebensmittels, so die AK in einer Aussendung. Die Gesundheit ist nicht in Gefahr.
  • Antimonverbindungen können in geringen Mengen in das Getränk übergehen. Antimontrioxid wird als potenziell krebserregend eingestuft und kann auch das Hormonsystem beeinflussen. PET-Flaschen dürfen daher nicht zu lange lagern und das nur bei Raumtemperatur (etwa bis 23 Grad Celsius). Keinesfalls dürfen Plastikflaschen mit heißen Getränken befüllt werden, da sonst Antimon noch stärker ins Getränk übergeht. 
  • Das hormonaktive Bisphenol A ist in Getränkedosen als Innenbeschichtung enthalten. Mitunter können schon niedrige Dosierungen gesundheitsschädlich sein, etwa für Kleinkinder. Bisphenol A wurde von der EU in Säuglingsflaschen verboten (derStandard.at berichtete).

Flaschen und Dosen schneiden gut ab

Die Auswertung zeigt: Derzeit geltende Grenzwerte wurden in Plastikflaschen und -dosen nie überschritten. "Konsumenten lehnen grundsätzlich gesundheitsschädliche Stoffe in Verpackungen ab", sagt AK Umweltexperte Werner Hochreiter. "Daher ist über die Auswirkungen von Schadstoffen in Plastikflaschen noch mehr Grundlagenforschung nötig. Überdies müssen Verpacker möglichst schadstofffreie Verpackungen anbieten, vor allem auch Mehrweg-Glasflaschen", verlangt Hochreiter. (red)

 

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Posting 1 bis 25 von 151
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Sternchen100
00
23.2.2012, 10:34
Lobbyisten mit viel Geld beeinflussen in Brüssel die EU-Gesetzgebung und EU-Kontrollen

Was ist wohl etwa mit den beworbenen neuen "gib Hühnchen oder Braten in den Plastikbeutel mit Gewürzen" und lege das in den heißen Ofen zum fertiggaren - vom M.fix?

Hhm, die Sachen sind dann "so gut", vor allem mit den durch die Hitze ausgelösten Weichmachern.
Wer erteilt solchen Produkten überhaupt die Vertriebsgenehmigung?????? Oder können sich Konzerne alle Gesetze etwa einfach durch Lobbying kaufen?

Die Giftigkeit ist allen längst bekannt, aber dennoch wird die Verwendung solcher Verpackungen nicht verboten - welche Finanzeliten (Petrochemie, Agrar- und Lebensmittelproduzenten) stecken wohl dahinter? Für Profit geht man eben über Leichen!

Ist doch viel einfacher, zu kleine Äpfel, krumme Gurken und "Marmelade" als Name zu verbieten!

jumpingjack flash
00
23.2.2012, 10:45

da gibts schon vorschriften bzg. der schadstoffe - und höchst unterschiedliche kunststoffe.
entkommen zun sie denen eh nicht - sogar die riesenkisten wo die bioapferln transportiert werden sind aus kunststoff - und salat wird immer häufiger in kunststoff verpackt, detto gemüse fleisch, getränke usw. usw.

Der Q
01
10.10.2011, 15:17
wer blickt da noch durch

nach stein- eisen- und bronzezeit leben wir heute in der plastikzeit

viele studien zeigen das div. stoffe welche verarbeitet werden unfruchtbar machen, oder die fruchtbarkeit deutlich senken und zb fische zu zwitterwesen mutieren

plastik braucht 200 - 500 jahre um sich völlig abzubauen und gibt ständig stoffe in die umwelt ab, allein das in unseren weltmeeren schon auf 1 plankton 60 plastikteile kommen ist erschreckend

in jeden lebewesen auf der erde können spuren von plastik im körper gefunden werden was für sich allein schon ein alarmsignal ist

alternativen sind derzeit in sicht haben aber noch einige ungelöste probleme, nur die zukunft wird zeigen wie falsch, oder richtig der einsatz von plastik war, bzw ist

Zitronenbaum
00
30.9.2011, 08:07

Haben die Zahlen, die man oft auf den PET-Flaschen findet eigentlich eine Bedeutung?
Google mag mir kein aufschlussreiches Ergebnis liefern...

_ewig
 
00
14.9.2011, 10:01
Metallflaschen

Meines Erachtens stellen Metallflaschen wie sie auch im Bergsport zum Einsatz kommen eine sehr gute Alternative dar. Die eingefüllte Flüssigkeit kann kalt oder warm sein, weist jedoch keinerlei Geschmacksverfälschung auf. Eine metallene Flasche kostet im Sport- oder Outdoorfachhandel zwischen 10 und 20 Euro, spart jedoch in weiterer Folge den Gang um Getränkeregal im Supermarkt.

Cascada blue
12
Dabei ist die Lösung so einfach!!!

Wasser ist der Ursprung allen Lebens. Was wir im Laufe der letzten Jahrzehnte daraus gemacht haben, durch Industrialisierung, Pharma und Landwirtschaft ist das Ergebnis, warum unser Trinkwasser aus der Leitung ebenfalls belastet ist. Von einer Unwissenheit in die andere stolpernd landet man durch Faulheit bei PET-Flaschen und meint es wäre gesünder. Schon im Ursprung sind die Vorschriften für Leitungswasser strenger wie für Mineralwasser. Dazu Plastik gibt den richtigen Coctail! Dabei kann man naturkonformes Bergkristallwasser als Flatrate zu Hause haben. Für unterwegs füllt man sich das Wasser in Polycarbonatflaschen mit Lebensmittelzulassung ab. Ist gesünder, konfortabler und auf Dauer viel günstiger!!! Stehe euch gerne zur Verfügung.

chacun à son gout
00
allerdings

ist auch der gesetzgeber gefragt: wäre die industrie noch immer verpflichtet, glas-pfandflaschen anzubieten, gäbe es sie auch. mittlerweile wird einem ja sogar pet-mehrweg schwer gemacht: vöslauer kostet im einweggebinde 1.5l 0.45 ct und 1.0l 41 ct. da ist der griff zu einweg vorprogrammiert.

Andreeeas
01
12.9.2011, 17:46

Ich finde es immer wieder äußerst amüsant. Hier wird nach einem Gesetz geschrien, drüben bei den Glühbirnen wird es verdammt. Ohne Ihnen etwas unterstellen zu wollen: Ich würde gerne wissen, ob das die gleichen Leute sind...

chacun à son gout
00
13.9.2011, 09:53
also ich finde

das keinen Widerspruch. Das eine ist sinnvoll, das andere war ein unüberlegter Hüftschuss. Genauso wie der "BioDiesel" alles andere als ökologisch sinnvoll ist.

Nicht alles, was ein Gesetz ist, ist sinnvoll.

Andreeeas
00
13.9.2011, 09:58

Der Widerspruch ist simpel: Einmal soll der Verbraucher entscheiden können, einmal soll der Gesetzgeber entscheiden. Und das immer so, wie es dem Verbraucher gerade passt.

Das ist inkonsequent, populistisch und sogar eine Aufforderung zu Anlassgesetzgebung.

chacun à son gout
00
13.9.2011, 10:19
hm...

ich finde ja, dass ich als Verbraucher entscheiden kann. Das betrifft aber mich, als kleinen Intellektuellen, der sich informiert und weiß was er tut. Aber für die Mehrheit der Verbraucherinnen gilt das nicht. Die interessieren sich für nix und wissen nix.

Abgesehen davon haben uns die Energiesparlampen die Lobbyisten aus Brüssel gebracht die PET Geschichte könnte man auch national lösen. So simpel.

Andreeeas
00
13.9.2011, 11:24

Und ohne Sie persönlich angreifen zu wollen (weil es ja für mich genauso gilt): Es hält sich ja jeder für einen kleinen Intellektuellen, der sich informiert. Zur Mehrheit gehört doch niemand, oder?

chacun à son gout
00
13.9.2011, 12:38
wer in Österreich informiert ist,

gehört bereits zu den oberen 10.000...

es gibt kaum ein Land, wo es so leicht ist, "Bildungselite" zu sein - und das ist traurig.

Andreeeas
00
13.9.2011, 13:41

Und wer sagt Ihnen, dass Sie (korrekt) informiert sind, und sich nicht nur für informiert halten (wie immer gilt das auch für mich)?

Außerdem wäre ich jetzt auf Ihre Definition von "Bildungselite" gespannt. Akademiker gibt es ja wohl weit mehr...

chacun à son gout
00
13.9.2011, 13:46

in Bezug auf PET, Energiesparlampen oder Biodiesel muss man den Informationen vertrauen, die man bekommt - und sie mit einigem Skeptizismus lesen. (Wer zahlt die Studien?)

in Bezug auf Bildungselite: Die, die Artikel lesen, die länger sind als eine Bildunterschrift...

Andreeeas
00
13.9.2011, 13:51

Die erste Frage konnten Sie mir nicht beantworten.

Sie wollen also behaupten, dass es in Österreich nur 10.000 Leute gibt, die Artikel lesen, die länger sind als eine Bildunterschrift? Soll dass eine seriöse Diskussion sein, die Sie da führen?

chacun à son gout
02
13.9.2011, 15:54
Ich meine das durchaus Ernst_

Die Mehrheit der ÖsterreicherInnen liest Krone, heute, Österreich usw. Daraus bekommt man keinerlei brauchbare Information. Wenn die Österreicherin überhaupt liest. Wahrscheinlich bezieht die Mehrheit ihre Infos von Hörensagen, Glauben und Annahmen. Wir sind ein durch und durch obrigkeitshöriges, engstirniges, katholisches Völklein in dem Bildung noch nie einen Stellenwert hatte, sondern höchstens Gefahrenpotenzial birgt. Ausnahmen bestätigen die Regel und wohnen idR in Ballungsräumen.

Wolkengedanken
00
13.9.2011, 22:50

Leise bis mittellaute Arroganz schlängelt sich zwischen ihren Zeilen. Aber, na ja, ich fürchte durch meine würde sie sich auch schlängeln, wenn ich mich zum Leseverhalten vieler unserer lieben Landsleute äußern würde ....

Andreeeas
00
13.9.2011, 16:00

Die Leserschaft von Presse und Standard übersteigt aber die 10.000 bei weitem.

chacun à son gout
00
13.9.2011, 20:20
Stimmt.

Die Welt geht noch nicht unter.

Andreeeas
00
13.9.2011, 13:51

"...soll das eine seriöse..." natürlich...

Andreeeas
00
13.9.2011, 13:41

Und wer sagt Ihnen, dass Sie (korrekt) informiert sind, und sich nicht nur für informiert halten (wie immer gilt das auch für mich)?

Außerdem wäre ich jetzt auf Ihre Definition von "Bildungselite" gespannt. Akademiker gibt es ja wohl weit mehr...

Andreeeas
00
13.9.2011, 11:23

Ob die gesetzliche Lösung aus Brüssel oder Wien kommt, sollte ja egal sein. Sie glauben doch nicht etwa, dass es in Wien kein Lobbying gibt?

jack johnson
 
00
Voeslauer hat mit REWE vorsätzlich das Mehrwegsystem unterminiert

Römerquelle in Konkurs getrieben, und die Politik hat zugeschaut....

chacun à son gout
00
ob das Vorsatz war, weiß ich nicht, der Effekt ist

jedenfalls sichtbar in jedem Supermarkt. Und das ist schlecht. Dass die Politik nicht reagiert, war zu erwarten. Die reagieren nie. Die spielen nur Politik und warten bis zur nächsten Wahl.

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