Im Club der einsamen Geflügelherzen

Harald Fidler, 7. September 2011, 17:11
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    foto: harald fidler

    Designdezenz ist hier nicht so die Stärke, aber Mut kann man bekanntlich nicht kaufen - passt aber wohl gut zu den Events wie Modeschauen und Club

    Como
    Zwei plus ein Gang, Saft, Wasser, Kaffee: 49 Euro

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    So sehen die Miesmuscheln auf Grünen Bohnen aus - und schmecken sehr ordentlich

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    Pilzrostbraten, sehr erfreulich, ich durfte kosten

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    Szenenwechsel ins lauschige Donaugartl (noch bis Sonntag, Prachtlocation leider nicht fotografiert), hier Flohs rosiges Roastbeef

    Floh (Donaugartl)
    Zweimal zwei Gänge mit Saft, Wasser und Kaffee: 62,50 Euro

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    Lammragout, sehr gut!

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    Rehgnocchi, forsch gewürzt, ausgezeichnet

High Noon zwischen Como und Donaugartl, zwischen Muscheln und Rehen, gähnend leer und proppenvoll - mit Abschiedsschmerz

Kann mir bitte jemand erklären, warum das Como so leer ist? War dieser Tage mittags in dem durchaus zentral gelegenen Wirtshaus, allein zu zwein, wenn man von Herrn Malek in der Küche absieht, dem ungemein netten Servicemann und, anfangs, weil früh dran, auch noch dem Putzpersonal.

Dabei verspricht die Karte ausgesprochen Erfreuliches, realistisch bepreist (wenn auch keine Kantinendimensionen, klar), und hält das Versprochene durchaus. Zum Beispiel ein Ragout von Geflügelherzen auf grünem Spargel, vielleicht ein bisschen essiglastig, aber sehr anständig.

Oder Miesmuscheln auf knackigen grünen Bohnen, vielleicht ein bisschen beherzt gepfeffert, aber schon sehr gut. Vielleicht wäre doch der Zander in Steinpilzsauce noch besser gewesen. Der Schwammerlrostbraten mit "Semmelrolle" jedenfalls war ziemlich fein, wenn man von ein paar etwas bissfesteren Stellen absieht. Aber mit denen ist bei Rostbraten eben zu rechnen.

Und wenn man abends wieder die Währinger Straße entlang flaniert, wie ich derzeit relativ häufig, ist das Como leider auch nicht wirklich voller. Kann mir das jemand erklären? Wäre schade drum.

Wo wir schon beim Mittagstisch sind: Schade ist es auch um das Donaugart'l. Nur noch bis 11. September hat die Freiluftdependance vom Herrn Floh in Langenlebarn noch offen, dann ist dort der Sommer definitiv vorbei. Ein Prachtsommer voller gemischter Fischstücke auf Blattsalaten, Auschweinragouts und Steinpilznudeln, zuletzt Lammragout und Rehgnocchi. Alles so fair bepreist wie üppig dimensioniert, dass schon zwei Gänge den Fidler schaffen. Und wie schön schaffen.

Ich freu mich auf das nächste Frühjahr. Mit Donaugartl. Und hoffentlich noch mit Como.

Mycroft Holmes
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Das scheint eine echt verhexte Ecke zu sein dort, das Como wäre ja nicht das erste feine Etablissement, das an dieser Adresse scheitert (was ich ihm nicht wünsche). Aber in der Gegend regiert halt das Studentenpublikum, und Läden wie das fürchterliche Einstein brummen seit Jahrzehnten ...

dieglut
 
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Vielleicht weiss keiner, dass es das Lokal gibt.

Es wäre vielleicht klug, die Adresse gleich auf die Startseite der Website (die überhaupt nicht einladend wirkt und schon garnicht nach Restaurant aussieht) zu stellen.

Durin, Sohn des Thar
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und vielleicht ist das lokal so leer

weil's den menschen endlich zu viel wird, die nächste supercooltollwahnsinnigandere bobo-hütte aufzusuchen, die mit ewiglangen pseudointellektuellen schachtelsätzen von selbsternannten gourmetkritikern beworben wird ...

Matt Tango
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Wir sind in Österreich ...

.. und da heißen "grüne Bohnen" immer noch Fisolen! Merkts euch das endlich!

hack in den sack
 
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Blödsinn... Fisolen heißen Strankale

rasenmähermann
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Danke, hab bei grünen Bohnen halt an Bohnen gedacht...aber mit Fisolen macht das Gericht irgendwie mehr Sinn.

cucina
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Frag mal einen Burgenländer!

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