Morgenmenschen

Lerche schlägt (Nacht)-Eule

3. September 2011, 22:53
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    foto: apa/julian stratenschulte

    Nachteulen haben es in punkto Karriere etwas schwerer

Morgenmenschen haben in puncto Karriere bessere Karten - auch wenn Nachteulen mehr Kreativität nachgesagt wird

Folgt man den aktuellen Forschungsergebnissen, dann haben Frühaufsteher im Job die Nase vorne. Während die einen im Büro noch nach Kaffee suchen, berichten die anderen schon vom Morgensport und der fertigen Präsentation - vielleicht nervig, aber erfolgreicher, fasst Fortune aktuell die Studien zusammen. Wer morgens früh aktiv ist, hat überwiegend bessere Noten, erreicht langfristige Ziele eher und fühlt sich verantwortlicher, Aufgaben zu erledigen, zitiert Laura Vanderkam den Biologen Christoph Randler.

Wer morgens schon Dinge erledigt hat, setzt in seinem Gehirn eine Art Erfolgskaskade in Gang, wird erklärt, was wiederum dazu führt, dass man am nächsten Tag gern ein bisschen früher aufsteht, um ähnliche Erfolge zu spüren. Schließlich sei die Willenskraft mit zunehmendem Fortschreiten des Tages auch zunehmend erschöpft, Unangenehmes wird dann noch viel lieber verschoben - auch der berühmte Vorsatz, endlich regelmäßig Sport zu treiben, sollte also in die Früh platziert werden.

Die Vorteilsliste, um aus Eulen doch noch ein bisschen so etwas wie Lerchen zu machen, liest sich dann auch lang: Wer früher mit den Job-Agenden beginnt, ist früher fertig, hat also mehr Zeit für Familie, Kinder, Freunde - und dafür dann einen freieren Kopf.

Wissen, wann

Laura Stack, Expertin für Zeitmanagement, hat allerdings - analog zur Hirnforschung - Erlösung für Eulen bereit: Wichtig sei alleinig, zu wissen, wann man seine produktivste, beste Zeit hat. Wenn diese erst am Nachmittag beginne, gut. Allerdings gehe es dann darum, Ablenkungen zu widerstehen und sich wirklich auf die Arbeitsprojekte zu konzentrieren, kritische Entscheidungen auch tatsächlich in diesen Zeiten zu treffen. Dass Lerchen eher in die Abläufe konventioneller Büros passen, sagt aber auch sie. (kbau, DER STANDARD, Printausgabe, 3./4.9.2011)

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Posting 1 bis 25 von 46
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isai
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Die Kreativität der "Nachteulen" wird zwar im Untertitel aber im Artikel leider nicht angesprochen.

Diese Forschungen wären auch interessant - ich denk da ist was dran.

Zitronenbaum
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Offenbar wird hier Superhackler mit Frühaufsteher verwechselt. Ich steh auch früh auf, und geh dann aber auch früh wieder (wenn man Gleitzeit hat ist das halt toll), und hab dann auch mehr vom Tag.
Außerdem ist früh morgens kaum einer da und das sehr angenehm.

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02
Offensichtlich sind die Lerchen erfolgreicher bei uns

Hier hat sich deren System durchgesetzt, bei dem ein großer Teil der Menschen gegen ihre innere Uhr arbeiten muss. Zu wenig Flexibilität, jeder Morgen ist ein Alptraum... Wie groß ist da die Sehnsucht nach mediterranem Tagesablauf, vor 9 Uhr keiner im Büro, dafür lange, schöne Abende mit Freunden und Familie. Österreich ist schön, aber wenn um 6 Uhr früh die Straßen schon stark belebt sind weil es viele nicht erwarten können in die Arbeit zu kommen, dann ist das für Menschen wie mich echt zach...

Poldi Fesch
19
Bloedsinn

das beweist nur die Weltherrschaft der Streber, sonst nix

meinrad
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mir solls egal sein

während die sich in der früh schon deppert hackeln, lieg ich noch gemütlich im bett, und währends am abend nach der arbeit ermattet auf der fernsehcouch schlafen, bis das kreuz wehtut, hab ich noch zeit um zu sporteln und einen angenehmen abend mit essen und freunden zu verbringen.

Zitronenbaum
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Wie unsinnig. Wenn du erst spät heimkommst, was willst du da großartig noch machen?

meinrad
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hab ich doch eh geschrieben

Poldi Fesch
01
jein

das Problem, wenn du in ein groeszeres Unternehmen willst, muszt da mitspielen

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auch bei Gleitzeit, da rümpfen manche schon die Nase wenn man sie ausnutzt und erst spät anfängt

dass man länger im Büro sitzt, wird hingegen nicht gesehen (da sind sie ja schon daheim). Elender Gruppenzwang, karrierehemmend und man ist dem Vorurteil ausgesetzt, faul zu sein - nur weil man eben gerne die Abende genießt und nicht schon zur ZIB ins Bett geht... Es ist traurig.

Poldi Fesch
01
ja, da hilft

nur selbsstaendig machen

Post(er)
33

Die Frühausteher sind meistens die, die am Nachmittag zu gähnen beginnen und relativ schnell ermüden, weil nur so ein frühes Schlafengehen möglich ist.

Frühaufsteher sind daher eher verschlafene Menschen.

Smoothies? Obst gehört gebrannt
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Na dann setzma einmal ein Meeting um 08.30 Uhr an und schauen, wer verschlafen dreinschaut ...

Nutze den Tag
03
Stimmt generell sicher nicht.

Projektbedingt musste ich 1 1/2 Jahre mit der Frühschicht um 6:00 beginnen. Normalerweise berginne ich zwischen 7:30 - 7:45.

Ich hätte das nicht einen Tag länger ausgehalten. Ich bekam Gelenksentzündungen, Schmerzen aller Art, Magenproblemen bis hin zu Erschöpfungszustände und Konzentrationsschwächen.
Von Gewohnheit an die neue Arbeitszeit keine Rede, es wurd von Tag zu Tag schlechter.

Heute ist das vorbei. Ich freue mich jetzt wieder in die Arbeit zu kommen und zu sehen, wie mein Werk vom Vortag in die richtige Richtung läuft. dabei kann ich mich aber sehrwohl zeitzonenmäßig umstellen.

Poldi Fesch
20
??? wegen

einer halben Std ? Kann mich an die Freude nach der Matura erinnern, nie wieder vor 9 Uhr arbeiten

isai
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Da handelt es sich aber um 1 1/2 Stunden - zuerst rechnen, dann posten ;-)

Poldi Fesch
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auch war,

aber wer kann DIESE Uhrzeit schon berechnen. 7:30 u. 1/2 7 ist leicht vermischbar

ziegenhals
 
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bin auch lerchentyp, täglich zw. 5 und 5.30h lange vor dem wecker munter, auch an den wochenenden, wo ich gar nicht müßte, was mich ziemlich ärgert - vorteil sehe ich davon keinen. eher im gegenteil, bin umso früher müde, schlafe täglich zw. 19 und 20h vor dem fernseher ein und versäume etliche interessante tv-sachen.

Rosa Grün
 
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warum

kriegen sie denn rot? ihr statement ist sympathisch, auch wenn ich nicht mit ihnen tauschen möchte. sie könnten aber auch in der früh fernschauen oder berge versetzen oder halt besteigen, sonnenaufgang anschauen, da bin ich schwer dazu zu bewegen .... es soll ja vorteile haben, das frühaufstehen ;)

meinrad
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und vor allem, die interessanten sachen abseits des tv

baroli
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Wären Sie mein Partner, würden wir uns nie begegnen.;-)

werwolfi
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bist mir sympathisch ;o)

baroli
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...du mir auch...;-)

werwolfi
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du bist halt ein bisserl ein extremfall ;o)
aber ein vorteil ist es bei unserer calvinistischen arbeitsmoral doch: wenn jemand früher als gefordert zu arbeiten beginnt, findet das keiner komisch (und es geht auch ohne weiteres), um umgekehrten fall ist man der arbeitsscheu schnell verdächtig und bekommt vielleicht sogar probleme wenn es keine ordentliche gleitzeit gibt.
kernzeiten ab 9 sind für echte nachteulen auch lächerlich, da gleitet ja nix....

fizzzzzz
 
00
kernzeiten ab 9 sind für echte nachteulen auch lächerlich, da gleitet ja nix....

13-15 Uhr Kernzeit und ich bin dabei!

Carlos Clementin
101
Den so geborenen Tag/Nachtmensch gibt es nicht!

Jeder kann seine innerre Uhr an beliebige Tageszeiten anpassen, ist nur eine Frage des Willens und eine Frage der "Umwelt", welche man sich manchmal selbst schafft.
Freilich gibt es unbeeinflussbare Faktoren, zB nächtlicher Lärm vom Nachbarn oberhalb, oder die Strassenbahn ab 5:00, Hitze, Kleinkinder im Haus... Aber ob man die Glotze oder den Gasthausbesuch um 22:00 beendet ist Selbstbestimmung.

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