Quecksilber: Was zu tun ist, wenn die Lampe bricht

2. September 2011, 16:21
  • Seit dem 1. September dürfen in der EU keine Glühlampen über 40 Watt mehr hergestellt und in den Handel gebracht werden.
    foto: apa/oliver berg

    Seit dem 1. September dürfen in der EU keine Glühlampen über 40 Watt mehr hergestellt und in den Handel gebracht werden.

Lüften und die zerbrochenen Lampenreste aufkehren, lautet die Devise - Der Staubsauger sollte nicht zum Einsatz kommen

Wien - Das Verbot der Glühbirne, das mit dem Aus der 60 Watt Birne wieder ein Stück voran schreitet, ist laut Greenpeace zu wenig. Die Umweltorganisation fordert einen Ausstieg aus Giftstoffen in sämtlichen Elektro- und Elektronikgeräten. 

Aus Sicht von Greenpeace haben EU und Hersteller von Energiesparlampen bisher viel zu wenig unternommen, um  Alternativen zum Einsatz von Giftstoffen wie Quecksilber in Energiesparlampen zu entwickeln. Kritisiert wird neben den mangelnden Recyclingmöglichkeiten vor allem das in den Lampen enthaltene giftige Quecksilber. Neuere Energiesparlampen enthalten rund 2 Milligramm, ältere bzw. Billigprodukte maximal 5 Milligramm.

Nach Bruch lüften

Im Normalbetrieb sind Energiesparlampen völlig ungiftig, aber bricht eine Lampe, wird das im Leuchtgas enthaltene Quecksilber freigesetzt und kann eine gesundheitliche Gefährdung darstellen. Unmittelbar nach dem Bruch kann die Quecksilber-Belastung deutlich über dem Richtwert für Innenräume liegen, warnte das deutsche Umwelbundesamt (UBA). Durch intensives Lüften sinke die Quecksilbermenge in der Luft aber wieder deutlich ab. Kinder und Schwangere sollten sich von zerbrochenen Energiesparlampen fernhalten, so das UBA. 

Kehren statt Staubsaugen

Um die Bruchstücke zu beseitigen, solle keinesfalls ein Staubsauger benutzt werden, da sonst das Quecksilber bei jedem Staubsaugen danach wieder in der Atemluft verteilt wird. Am besten werden die Lampenreste sorgfältig - etwa mit einem steifen Karton auf einem Stück Papier- zusammengekehrt und jene Stelle, an der die Lampe zerbrach, noch mit einem nassen Tuch nachgereinigt. 

Chemieexperten empfehlen, die Lampenreste, Karton und Tuch dann in einen verschließbaren Behälter wie ein Schraubglas zu stecken und dieses mit einem Zettel "Achtung, kann Quecksilberreste von Energiesparlampen enthalten" bei einer Problemstoffsammelstelle abzugeben. Sparlampen gehören keinesfalls in den Hausmüll, ebenso wenig in den Glascontainer. Man sollte sie entweder zu einer Problemstoffsammelstelle bringen, kann sie aber auch bei einem Händler zurückgeben.

Bruchsicher

Vor allem für Kinderzimmer, Schulen, Sporthallen oder Kindergärten empfiehlt das UBA bruchsichere Energiesparlampen die mittels einer Ummantelung geschützt sind. Zudem stehen auch alternative Leuchtmittel wie LED oder Halogen zur Verfügung, die ohne Quecksilber auskommen.  (red, derStandard.at)

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"Im Normalbetrieb sind Energiesparlampen völlig ungiftig"

so ein Blödsinn! Die Giftbirnen dampfen Quecksilber aus!

wenn..

.. Kinder und Haustiere im Haus sind, werde ich selbstverständlich staubsaugen und nicht Splitter herunmliegen lassen *kopfschüttel*

lesen lernen!

zusammenkehren, nicht liegenlassen. Aber wenn Sie Ihren Staubsauger gerne mitentsorgen wollen, nur zu. Oder stehen Sie auf erhöhten Quecksilbergehalt in der Luft?

Und was hört man dabei ?

Mal davon abgesehen, dass ich nicht ganz verstehe, warum die liebe Glühbirne weichen musste vor allem nach dem die LED Lampen noch nicht ganz sind. Egal.. wenn das Energiesparlamperl bricht einfach dieser "einfachen" Entsorgungsanleitung folgen: http://www.youtube.com/watch?v=WVt_sH2oI7s
(Es gibt noch einen Part II dazu! ; )

Kinder und Schwangere sollten sich von zerbrochenen Energiesparlampen fernhalten, so das UBA.

blöd nur, dass energiesparlampen die eigenschaft haben, gerne während des brennens zu bersten. oft schon nur wenige wochen nach inbetriebnahme.

LEDs sind extrem teuer und machen grausliches licht (noch grauslicher als die quecksilberbastarde).

sparlampen haben dazu oft die unangenehme eigenschaft zu summen!

wie sich epileptiker nun verhalten, würde ich auch gerne wissen.

Das LEDs grausliches Licht machen, kann ich so nicht sagen.....

vielleicht haben sie einfach die falschen Lampen begutachtet (warmes Weiss ist für den Wohnbereich ideal). Bei LEDs gibt es eben auch verschieden Einsatzbereiche und Qualitäten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Farb... rgabeindex

Und Ja, LED ist noch nicht ausgereift und vorallem viel zu teuer. Also für 2-3 Jahre Glühbirnen kaufen und dann auf LED Beleuchtung umsteigen. mfg

Im Normalbetrieb sind Energiesparlampen völlig ungiftig

Da haben wir aber schon anderes an dieser Stelle gelesen.

Meiner Erfahrung nach halten die auch nicht so viel länger. Und nach einem Jahr ist die Leuchkraft auch nicht mehr so stark.
Die älteste Glühbirne der Welt leuchtet schon seit 100 Jahren... wenn die Glühbirnen nicht auf gezieltes Zerbrechen produziert werden würden, sondern so dass sie ein paar Jahre halten, dann hätte man diese ganze Diskussion jetzt nicht. Aber dann würde man ja kein Geld mehr verdienen.
Das ganze Verbot kommt mir eh nur wie eine Abzocke vor. Ich glaube nicht, dass der Umweltschutz der Anstoß dafür war; das war eher eine Wirtschaftsfrage.

Zum 173423-igsten Mal: Das ist eine 4-Watt-Lampe. Wenn Sie Ihre Glühbirnen auch mit einer ganz niedrigen Spannung betreiben, hält sie auch so lange.

Das stimmt zwar, ..... aber sie müssen bedenken, dass es schon Entwicklungen gab, das Glübirnen viel länger halten!

In der DDR gab es einen Glühbirnen-Hersteller NARVA, deren Lampen hielten (seit dem Verkaufsstart 1981) mindestens 5.000 Stunden! (das 5 fache der westlichen!)

Oder wer eine langlebiege Glühlampe braucht, kann sich diese ansehen:

Diese Glühbirne hält 16.000 Stunden!!!

https://www.distrelec.at/glühlampe... örper-klar

die hatten sogar radioaktive Starter

Die korrekte Weiterentwicklung der Glühbirne heißt Halogenlampe.

Trotzdem wäre es interessant, was bei diesen langlebigeren Glühbirnen anders ist...

Link vergessen ;) zum vergleich eine normale Glühlampe mit 40Watt
http://www.conrad.at/ce/de/pro... 0&ref=list

(415 Lumen)

vermutlich ein anderes Material für den Glühdraht (und ein anderer Durchmesser)

Die Birne hält zwar lange, erzeugt aber mit den 40 Watt nur 250 Lumen, eine normale 40W Glübirne hat aber um die 400 Lumen.
Sprich der Wirkungsgrad ist nochmal um ein Eck schelchter.

Noch aus der HTL - daher keine Quelle

die Lebensdauer ändert sich mit der 4 ten Potenz der Spannung. Ähnlich wie die Beschädigung der Straßen durch den Achsdruck.

Welches andere Material sollte das sein? Ich vermute, dass der Draht einfach dicker ist, was dann den schlechteren Wirkungsgrad erklären würde.

In dem Bereich kenne ich mich leider mit den Materialien nicht so aus, hätte wohl das Material klammern sollen statt dem Durchmesser :)

Ich wollte Sie damit ja nicht angreifen. Es war eine Frage von persönlichem Interesse, und es hätte sein können, dass Sie aus welchem Grund auch immer Experte auf dem Gebiet sind.

keine Sorge ich habs nicht als Angriff gesehen :) Nur als ich den Beitrag schrieb war in meinem Kopf die Erinnerung an einen Bericht bei dem statt Wolfram Kupferglühdrähte verwendet wurden.. aber bei ihrem Nachfragen kam ich schlicht darauf das ich mir da absolut nicht mehr sicher war wegen dem Zusammenhang, mittlerweile glaube ich es war ein rein historischer.

Wollte mich also nur selbst korregieren :)

Alles klar. ;)

Es war eine reine Wirtschaftsfrage, aber ausser Asien verdient niemand daran! In Amerika waren Glühbirnen schon fast ein Nationalsymbol nachdem sie bis zuletzt von General Electric im Land produziert wurden und ausserdem die am längsten brennende Glühbirne (http://www.centennialbulb.org/) immer noch in einer Feuerwehrwache in den Staaten hängt und leuchtet! Warum also das aus? Ich hätte auch gern eine Antwort!

Was man heute alles weiß...

Als Kind wollte ich mal mit dem Fiebertherometer die Temperatur meiner Nachttischlampe messen.

Es dauerte keine Sekunde, bis das Thermometer zersprang und das Quecksilber überall herumlief.

Meine Mutter saugte es damals einfach ein... die Reste waren wohl noch lange danach in Bettnähe vorhanden.

...das wusste man aber damals schon.

Wären LEDs nicht vernünftiger, wenn man die benötigte Gesamtenergiemenge (also auch Herstellung, Entsorgung ..) und eben das Quecksilber berücksichtigt? Es gibt doch schon wirklich gute.
Und auf ein Verbot dieser dämlichen Standby-Lamperln warte ich auch schon lange.

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