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Nürnberg - Trotz des medizinischen Fortschritts in den Industrieländern stirbt nach wie vor eine von 1000 Frauen an den unmittelbaren Folgen ihrer Schwangerschaft. Mit 6,5 Prozent gehört in sehr seltenen Fällen auch eine Anästhesie zu den Ursachen, etwa weil Anästhesisten und Intensivmediziner zu spät in eine kritische Phase der Geburt einbezogen werden, teilt die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften mit.
Risikoschwangerschaften häufiger
In den letzten Jahrzehnten blieb die Zahl werdender Mütter, die unter der Schwangerschaft sterben, unverändert hoch. Das ergab jüngst die Auswertung "saving mother's lives" in Großbritannien. "Die medizinische Versorgung verbessert sich in Westeuropa kontinuierlich, umso schwerer wiegen diese stagnierenden Zahlen", sagt Hugo Van Aken, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI). Die Ursache liege jedoch laut der Studie vor allem an den häufigeren Risikoschwangerschaften, so der Mediziner. Die Hälfte der Todesfälle trat bei übergewichtigen Frauen auf. Hingegen liegen Komplikationen der Anästhesie als direkte Todesursache bei weniger als 0,35 von 100.000 Schwangerschaften. In einigen Fällen starben Patientinnen, weil Anästhesisten und Intensivmediziner nicht oder zu spät involviert wurden.
"Blutvergiftungen" nehmen zu
Die alle drei Jahre veröffentlichte britische Erhebung schätzen auch deutsche Experten für die Bundesrepublik als sehr wichtiges Dokument: „Hier werden Probleme in der Geburtshilfe mit der gebotenen schonungslosen Offenheit ausgesprochen und konstruktiv aufgearbeitet", sagt Hinnerk Wulf, Landesvorsitzender der DGAI in Hessen ist. Die Ergebnisse dienten daher auch in Deutschland als Leitfaden für Empfehlungen. Unter anderem habe etwa die Sepsis - umgangssprachlich auch Blutvergiftung genannt - als Todesursache zugenommen. Bei Sepsis, Blutungen und Erkrankungen des Herzens während Schwangerschaft und Geburt müssten frühzeitig Intensivmediziner hinzugezogen werden, fordert deshalb Wulf.
Um die Zahl der Todesfälle zu senken, sprechen sich die Experten für bessere Schwangerenvorsorge aus, insbesondere für Risikogruppen. Zudem müssten Risikofälle rasch in Perinatalzentren und auf die geeigneten Stationen verlegt und interdisziplinär betreut werden. Simulatortraining erhöhe das benötigte handwerkliche Können der beteiligten Ärzte. Bluthochdruck bei Schwangeren sei zudem früh und konsequent zu behandeln. Um anästhesiebedingte Risiken bei der Geburt in Zukunft zu verhindern, empfiehlt die DGAI unter anderem ein Meldesystem. Darin könnten Ärzte schwere Komplikationen, Todesfälle bei der Geburtshilfe und auch die Ursachen dokumentieren. "Komplikationen und Todesfälle bei Geburten belasten sowohl Angehörige wie Ärzte besonders stark", sagt Van Aken. Der DGAI und dem Berufsverband Deutscher Anästhesisten (BDA) ist es deshalb ein sehr wichtiges Anliegen, anästhesiebedingte Risiken bei Geburten weiter zu senken. (red)
Neueste Erkenntnisse zum Einfluss der Anästhesie in der Geburtshilfe erläutert Hinnerk Wulf, Direktor der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin des Universitätsklinikums Marburg und Experte der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI), in einer Übersichtsarbeit der Sommer-Ausgabe der Zeitschrift AINS.
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Grad nicht. Damit bringt man das Kind um, und das ist auch schon in der Geburts"hilfe" bestens bekannt. Mit der Senkung eines schwangerschaftsbedingt erhöhtem Blutdruck reduziert man die Versorgung der Plazenta und damit des Kindes.
Der klassische Verlauf ist, dass nach physiologischen Veränderungen, die in einer Schwangerschaft normal sind, zu Entwässern geraten wird, worauf sich die Versorgung des Kindes verschlechtert und es zu pathologischen Veränderungen kommt: echte (stehende) Ödeme und stark erhöhter Blutdruck. Dann senkt man den Blutdruck und "überwacht", und dann muss ein verfrühter Notkaiserschnitt gemacht werden.
Wenn man gar nichts gemacht hätte, wäre das Kind nie in eine Unterversorgung geraten.
1. Die Gründe, warum einer Frau von einer Hausgeburt abgeraten wird, sind völlig andere als die, wegen denen dann tatsächlich ("unvorhergesehene") Komplikationen auftreten.
2. Die absolute Mehrheit der Krankenhausgebärerinnen sind Niedrigrisikofrauen, die auch eine Hausgeburt "erlaubt" gekriegt hätten.
Neinein, es ist schon so: Das Krankenhaus IST der gefährlichere Ort für eine Geburt.
...sondern es ist ein Risiko schwanger in ein Krankenhaus zu gehen, weil zu hause/mit Hebamme ist es (lt. Statistiken) sicherer für Mutter und Kind, weil weniger Stress und kein überarbeitete Fleischhauer (Arzt) kann verängstigen und dann verpfuschen!
Eine Gebäranstalt, in der ausschließlich im Notfall medizinisch eingegriffen würde, wäre innerhalb kürzester Zeit finanziell ruiniert, weil man nichts abrechnen kann.
Würde man die Anstalten umgekehrt bezahlen, also Geburtspauschale minus Komplikationsfolgen, sähe die Sache anders aus. Dann kämen sogar viel gesündere Mütter und Kinder dabei heraus.
Nein, es wird nicht pauschaliert bezahlt, sondern nach "Leistung". Das heißt, je mehr Komplikationen das Personal bei einer Geburt provoziert, desto besser steigt deren Anstalt aus, und dann kriegen sie wahrscheinlich Provision.
Wenn ICH es absolut nicht lassen könnte, dieses Risiko einzugehen, würde ich denen einen Flocken hinlegen, mit der Bitte, dass sie mich nur im Notfall angehen, aber dann richtig.
http://www.focus.de/gesundhei... 31596.html
Auszug daraus: Die Untersuchung kam zu dem Schluss, dass Frauen, die sich für eine Hausgeburt entschieden, seltener Komplikationen während der Entbindung hatten.
Du sollst was nicht, Angie? Lügen sollst Du nicht!
Zweiter Satz Ihres Artikels:
"Außerdem sollten keine gravierenden Komplikationen auftreten, die den technischen und personellen Apparat eines Krankenhauses erfordern."
Wenn ich den Satz für Sie übersetzen darf: Es kommt zu weniger Komplikationen beim Autofahren ohne Gurt - aber nur wenn man keinen Unfall hat.
ein satz mit nullausage. waren z.b. auch die hälfte der schwangeren übergewichtig, hieße das, übergewicht ist nicht riskanter für eine komplikation als normales gewicht.
war aber der großteil der schwangeren normalgewichtig, sieht die sache schon ganz anders aus.
Natürlich sind noch nicht 50% übergewichtig. Erhebliches Übergewicht ist sowohl bei Schwangerschaft als auch bei Operationen ein Risikifaktor. Abgesehen von von den sonstigen internmedizinischen und orthopädischen Problemen, die das Übergewicht mit sich bringt.
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