Rumänien soll Ziel für CIA-Geheimflüge gewesen sein

2. September 2011, 14:33
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    foto: ap/vadim ghirda

    Eine Maschine der US Air Force landet 2003 auf einem rumänischen Flughafen in der Nähe der Stadt Constanta am Schwarzen Meer. Rumänien steht in Verdacht, zwischen 2002 und 2005 vom CIA verhaftete Terrorverdächtige aus Afghanistan in Gefängnissen untergrebracht zu haben.  

Rechtsstreit enthüllt Dokumente über Geheimflüge mit Terrorverdächtigen - Bukarest unter den Zielen

Bukarest - Rumänien könnte dem US-Geheimdienst CIA zwischen 2002 und 2005 als Landeziel für Geheimflüge zum Transfer von Terrorverdächtigen gedient haben. Dies geht laut mehreren internationalen Medienberichten aus einer Reihe von Dokumenten hervor, die als Beweismittel in einem Rechtsstreit zwischen zwei von der CIA beauftragten privaten Fluggesellschaften an die Öffentlichkeit gelangten. Gefangentransporte sollen neben Bukarest auch nach Baku, Kairo, Dschibuti, Islamabad und Tripoli geführt haben. Auch Guantanamo, Deutschland und Ziele im Nahen Osten sollen oft angeflogen worden sein.

Die rund 1.500 Seiten umfassenden internen Dokumente der Firmen Sportsfight und Richmor Aviation, die über Flugrouten und eine Gesamtanzahl von 1.258 Flugstunden Auskunft geben, wurden von einer Londoner Anwaltskanzlei der Agentur "Associated Press" sowie den Tageszeitungen "Washington Post" und "The Guardian" zur Verfügung gestellt.

Der Skandal um angebliche Gefangenentransporte und geheime CIA-Gefängnisse war in Rumänien 2005 ausgebrochen und erreichte 2006 seinen Höhepunkt, nachdem in einem Bericht des Europarats festgestellt wurde, dass mindestens 100 Personen von der CIA an geheime Orte transportiert worden seien und ein Europarat-Vertreter Rumänien als eines der Ziele identifizierte. Nachdem rumänische Verantwortliche die Existenz der Geheimgefängnisse stets bestritten hatten, kam 2006 auch die einschlägige parlamentarische Untersuchungskommission zum Schluss, dass Rumänien keine CIA-Gefängnisse beherbergt habe. Deren Vorsitzende, Norica Nicolai von der Nationalliberalen Partei (PNL), erklärte am Donnerstag für Radio France International, dass die Existenz der Gefängnisse, nicht aber der Transfer von Gefangenen ausgeschlossen worden sei.

Die Tageszeitung "New York Times" hatte 2009 ein CIA-Gefängnis in der Hauptstadt Bukarest, in der Nähe des Gebäudes des Innenministeriums vermutet. Auch im ehemaligen Militärstützpunkt Mihail Kogalniceanu im Südosten des Landes soll es laut damaligen Medienberichten geheime Gefängnisse gegeben haben. (APA)

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18 Postings
Carlito336
15
Warum sich diese absurden Verschwörungstheorien

immer wieder bestätigen?

quo_vadis_austria
01

Interessant auch wie mit dem Bekanntwerden einer solchen "Verschwörungstheorie" auf magische Art und Weise der Name plötzlich von "Verschwörung" zu "Skandal" wechselt!

Carlito336
02
Den Haag fühlt sich dafür nicht zuständig,

weil es sich dabei ja um unsere Schurken handelt.

Die Kompensation schaut so aus, dass der Strafgerichtshof dafür bei den anderen die moralische Keule rabiater schwingt.

einkremser Winzer
01
Nix Neues, wissen wir schon seit 2006!

Seria
00

und so etwas sollte in der EU nicht möglich sein. Wirtschaft-,Außen- und Verteidigungspolitik müssen Europsache werden, damit die Vereinigung langfristig eine Chance hat

mark pempelhuber
01
wurde "Air Waterboardig" geannt

alleine das ist schon bezeichnend.

tell the truth
01
günstige pauschalreisen nach Osteuropa

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h 90
00
Gaehn

Die genauen Details ueber die geheimgefaengnisse und die folter sind ja bekannt.
Dass das jetzt auf Schiffe verlagert wurde auch.

warp.faktor
017
Verschleppung und Folter ...

... sowie Auslieferung in ein unsicheres Drittland stellt wohl einen klaren Bruch der EU-Grundrechtecharta sowie der allg. Menschenrechte dar!

Eigentlich sollte die EU jetzt alle Mittel einsetzen um den Aufenthaltsort der Verschleppten auszuforschen und dafür zu sorgen, dass die Menschenrechtskonvention eingehalten wird.

Aber - wie man sieht - spricht man von Terror nur im Zusammenhang mit Regimen, die nicht mit der EU "befreundet" sind. Auch wenn das Länder sind, in denen staatliches Töten zum Alltag gehört.

Ein tolles "Friedensprojekt", dass Verschleppung und Folter toleriert und fördert.

zimbo
 
00
Von Swobos "Sicherheitspaket" für Somalia und Yemen hört man auch nix.

Gibts nur blödes Gschau durch die drohnenblutrote Brille.

Erwin Wolfram
00
...

die aufgabe des cia hat noch niemals eine organisation so gewollt und gezielt verfehlt wie der cia...

"Able Danger"
324
Man hätte eventuell noch erwähnen können

das die Verschleppten in den CIA-Gefängnissen GEFOLTERT wurden!

lassen Sie mich durch
02

die CIA oder besser geagt die USA kennen kein Folter,das machen nur Staaten wo die USA noch keine Militärbasen haben.

lassen Sie mich durch
07

verbrecher,für die sich keine Interessiert,aber wehe ein US Spion wird in ein anderen land angeklagt,dann heisst es sofort,wie Böse und undemokratisch das land ist und wie Unmenschlich man mit den Unschuldigen gefangenen umgeht.

Jack Flash
04
das heisst dann ...

der CIA ist eine schlepperorganisation ???

Nicolas Castillo
04
aha ...

er erklärte: dass die Existenz der Gefängnisse, nicht aber der Transfer von Gefangenen ausgeschlossen worden sei.

Na dann waren die wohl alle auf Urlaub in Mamaia am Schwarzen Meer. Wie nett von unseren rumänischen Freunden.

Adolf Ogi
05
Mamaia ist schon die richtige Spur

denn eine dieser Transfer-Zentralen der US-Geheimdienste in Rumänien war die Mihail-Kogalniceanu-Militärbasis, keine 20 Kilometer von Mamaia entfernt. Der zweite wichtige Standort ist der Deveselu-Militärflugplatz im Süden von Rumänien, wo die Amis jetzt ihr Raketenabwehrschild aufbauen wollen, nachdem die Tschechen so herumnörgeln.

Jimmy_Ringo
220
und keinem interessierts

willkommen in europa!

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