Audio-Produkte als Ausgleich für maues TV-Geschäft
Vor 80 Jahren zeigte Siegmund Loewe, als Erfinder des Fernsehens bezeichnet, die erste Fernsehübertragung bei der Funkausstellung in Berlin. Bei der diesjährigen Ifa setzt die Premium-Marke, die seinen Namen trägt, ganz auf den guten Ton: Mit einer Serie von Audiogeräten weitet Loewe sein Angebot jenseits des Fernsehers aus. Vielleicht auch, weil die gesamte europäische TV-Branche mit rückläufigen Umsätzen kämpft, wie Loewe-Chef Oliver Seidl bei einer Pressekonferenz erklärte.
Zweitgrößter Lautsprecherhersteller
Schon jetzt ist Loewe Deutschlands zweitgrößter Lautsprecherhersteller, mit dem hochpreisigen Mediacenter hat Loewe im Vorjahr erstmals eine Hi-Fi-Anlage herausgebracht. Jetzt gibt es Loewe-Ton vom Einsteigergerät Soundbox, einem Hi-Fi-Radio- und CD-Player samt iPhone-Dock (500 Euro, ab Oktober), sowie dem aufwändigen SoundVision (1500 Euro, ab Oktober), dessen Radio, CD und iPhone-Anschluss über ein integriertes Sieben-Zoll-Display gesteuert werden.
AirSpeaker
Mit dem AirSpeaker erweist Loewe Apples i-Geräten besondere Reverenz: Die Lautsprecherbox (750 Euro, ab November) wird drahtlos von einem iPhone, iPad oder iPod mit Musik versorgt. Dazu hat Loewe Apples AirPlay-Technologie lizensiert: Damit wird Musik direkt vom i-Gerät mittels Wi-Fi kabellos auf Endgeräte übertragen und dort abgespielt.
iPad als Steuerung
Für das Wohnzimmer integriert Loewe das iPad mittels eigener Apps in sein TV-Angebot. Loewe stellt kein eigenes Tablet her, wie Sony oder Panasonic, sondern verwandelt mit der Assist Media App das iPad in eine Steuerung. Damit kann man im digitalen Programm "blättern" und zu einem gewünschten Programm gleich umschalten oder auch Aufnahmen programmieren und abrufen. Die VideoNet-App holt sich zusätzliche Videoinhalte aus dem Netz und streamt diese auf den Fernseher. (spu/ DER STANDARD Printausgabe, 2. September 2011)