105 Väter im Öffentlichen Dienst nahmen Papa-Monat in Anspruch

2. September 2011, 08:23

Für Heinisch-Hosek ein "Erfolgsmodell" - Ministerin pocht auf Umsetzung in der Privatwirtschaft

Wien - 105 Väter im öffentlichen Dienst haben seit 1. März den Papa-Monat in Anspruch genommen - aufgrund der zweimonatigen Anmeldefrist gilt der März als Startdatum. Allein im Innenministerium haben in den vergangenen fünf Monaten 35 Männer diese Möglichkeit wahrgenommen. Im Ressort von Frauen- und Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) spricht man von einem "Erfolgsmodell" und drängt auf eine Umsetzung auch in der Privatwirtschaft.

Innenministerium vor Verteidigungsministerium

Die meisten Väter im Papa-Monat verzeichnete das Innenministerium mit 35 Männern, im Verteidigungsministerium waren es 21 Vätern. Auch in den Ländern Wien, Oberösterreich, Niederösterreich, Burgenland und der Steiermark gibt es bereits den Papa-Monat im Landesdienst. Salzburg, Tirol und Vorarlberg prüfen diese Möglichkeit zur Zeit, so Heinisch-Hosek.

Die Ministerin fühlt sich durch Gespräche mit jungen Vätern jedenfalls bestätigt: "Viele sagen: Der Papa-Monat macht Lust auf mehr, also auf die Väterkarenz." Diese Tendenz zeige sich auch am Väteranteil bei den Karenzen im öffentlichen Dienst, denn derzeit liege dieser bei 9,4 Prozent (2010: 7,8 Prozent). In der Privatwirtschaft hingegen, wo es den Papa-Monat noch nicht gibt, belaufe sich der Väteranteil bei den Kindergeldbeziehern lediglich auf 4,7 Prozent (2010: 4,5 Prozent).

Für Papa-Monat in der Privatwirtschaft

"Die Zahlen zu Papa-Monat und Väterkarenz im öffentlichen Dienst sprechen für sich, Väter wollen Zeit mit ihren Kinder verbringen und die sollten wir ihnen auch geben", meinte Heinisch-Hosek. Sie werde sich deshalb weiter für einen Papa-Monat auch in der Privatwirtschaft stark machen, kündigte die Ressortchefin an. Die Finanzierung dieses Papa-Monats wäre ihrer Meinung nach sichergestellt, verwies sie auf ihren Vorschlag, ein Monat des Kindergeldbezugs "nach vorne zu ziehen". Dabei sollte der Vater parallel zum Wochengeld der Mutter schon das Kindergeld beziehen. (APA)

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Wer in der Privatindustrie arbeitet kann kein Papamonat nehmen,da er dann sofort gekündigt würde !!

Marilynn E.
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so ein Unsinn. nicht alle firmen operieren so und irgendwann kann es sich kein unternehmen mehr leisten, seine mitarbeiter deswegen rauszuhauen. wird zeit, daß das vollkommen normal wird und dann wird es auch angenommen. es wird ja auch nicht jede frau gekündigt, die ein kind bekommt.

Slaveverwandler
01
7.11.2011, 22:17
Wenn es die Enterprise länger als 3 Monate ohne den Mann aushält, dann hält sie es auch 100 Jahre ohne ihn aus.

(Cpt. Kirk zum Thema Vaterkarenz)

nina yankow
00

tatsache ist: viele männer würden gerne mehr zeit mit den kindern verbringen und/oder regen sich auf, dass sie im scheidungsfalle benachteiligt werden (weniger leicht das sorgerecht bekommen etc., hauptsächlich weil sie meist viel weniger zeit mit der kinderbetreuung verbracht haben als die mütter).
wäre der papamonat für alle väter pflicht (wie es für die frauen auch pflicht ist, nach der geburt noch einige wochen zuhause zu bleiben), muss sich keiner mehr vor seinem chef fürchten. karenz geht mit kündigungsschutz einher.

exile in mainstream
00

ich wäre mehr für einen ministerInnenmonat

Peixe venenoso
30
wieder eine tolle "soziale errungenschaft"

von beamten (im parlament sitzen genug davon um sich eigene gesetze zurecht zu schneidern) fuer beamte.
ein geheimpapier der beamtengewerkschaft gibt das ziel vor: von 20 bis 50 in vaeterkarenz um dann nahtlos in die hacklerpension hinueberzugleiten.
und der vollkoffer hundsdorfer merkt nicht, dass er von den schwarzen ueber den tisch gezogen wird und verteidigt diese sch...regelungen auch noch und verzoegert korrekturen bis zum st. nimmerleinstag. und das budget, das sowieso aus allen naehten platzt wird noch weiter belastet. heisst fuer die linke reichshaelfte neue steuern und alte erhoehen.
diese heinisch scheint so ziemlich das duemmste mitglied in einer mit grossen leuchten wenig gesegneten regierung.

Peter Hammer 06
00
Sie schrieben gerade ...

...das dümmste Posting des noch jungen Jahres!

Marilynn E.
02

unintelligentes blabla. die beamten gehen ohne bezüge in den papamonat, kostet den staat also derzeit keinen cent.

Bedobe
13

Eine realitätsfremde Ministerin die mit Ihren "Ideen" der Allgemeinheit jede Menge Steuergeld kostet. Offensichtlich hat die gute Frau keine Ahnung von der realen Privatwirtschaft!

Alter Knacker
31

man braucht sich nicht so zerfransen um die Frauenrechte, weil wenn der Islam kommt, sind es die Frauenministerinnen selber, die sofort die Frauenrechte wegwerfen und jede Kritik unterbinden.

Peter Hammer 06
00
Der "böse" Islam steht schon vor Ihrer Wohungstür...

...nur nicht aufmachen...

Plato
07
Frau Minister, schon einmal 2 grundlegende Fakten bedacht ?

1. Die Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst sind doch noch etwas sicherer als in der Privatwirtschaft (aber im Gegensatz zu früher nicht mehr schlechter bezahlt).

2. Der Konkurrenzdruck fallt weg, weil es weder inländische noch ausländische Mitbewerber gibt !

Marilynn E.
01
und?

ich kenne auch in der privatwirtschaft schon einige männer, die in karenz waren. und ned ihren job verloren haben. nicht immer so feig sein und alle möglichen gründe vorschieben.

bedingungsloses grundeinkommen
00
105 von wievielen?

also Erfolgsmodell ist das keines, leider!
Ein Gesetz zur Gleichbehandlung von Vater und Mutter gehört her. Schließlich hat das Kind das Recht auf beide Elternteile, auch bei der Betreuung.

Johannes St.
 
12
toller Erfolg, wenn 105 Beamte zeitgleich mit der Mutter zu Hause bleiben - kein Wort davon, dass sie danach tatsächlich die Elternkarenz beansprucht hätten...

was wieder mal fehlt, ist die Prozent-Zahl der Väter, die die längere Karenzzeit in Anspruch nehmen.
Die Zahl ist aber nicht einmal in den Augen von HH eine Jubelmeldung

ach ja: wo ist die Gesamtzahl aller Väter, die dieses Papamonat in Anspruch hätten nehmen können?

regenfeldbau
07
wirklichkeitsverweigerung

weil 105 beamte (!) einen papamonat gemacht haben, träumt die ministerin von einem erfolg.

so viel naivität....
ganz österreich lacht über diese "erfolgsmeldung"

Ein Sonnenschirm und ein Gin-Tonic
08
105 Männer die im geschützten Bereich niemanden abgehen - "Erfolgsmodell", freut sich die Gabi.

Bitte nehmts der Frau unser Geld weg!!!

Und der Maria auch!!! Was die Schnapsidee mit den Fußgängerampeln wieder kostet...

lumpi 01
110

für die Effizienz des öffentlichen Diensts ist der Unterschied zwischen Papa-Monat und Arbeits-Monat nur marginal.

Steak vom Milchlamm
02
Ich habe alleine 52 Papamonate bei meinen Kindern verbracht.

Ich gratuliere mir sehr herzlich zu meiner Leistung, die Hälfte aller Beamtenmonate eingestellt zu haben!

Ich weiß, die Beamten sind in ihrem Schaffen unersetzbar, danke dass ihr euch für Österreich so aufopfert.

Preger
53
Ich hoffe,

Sie haben auch gestillt. Sonst gilt's naemlich nix.

Selbständiger
19
Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) spricht man von einem "Erfolgsmodell" und drängt auf eine Umsetzung auch in der Privatwirtschaft

Das ist auch nur im öffentlichen Dienst möglich, denn nur hier gibt es Mehrfachbesetzungen für Stellen die auch locker einer allein machen könnte. Außerdem schert es die öffentliche Hand einen feuchten Kehricht, wenn Arbeit monatelang liegen bleibt. Die öffentlich Bediensteten bekommen ja auch jetzt schon Geld, egal ob sie was tun oder nicht.

Das ist doch wieder nur ein Gesetz v o m. geschützen Bereich, f ü r den geschützten Bereich. Wie fast alle Gesetze der Vergangenheit.

suboptimal
 
04
Die jetzigen Führungskräfte vom BMI vermisst auch keiner wirklich,

die sollten sie gleich alle in den Papamonat schicken.

Vorbildwirkung: OÖ Polizeichef in Väterkarenz
http://hiesl.oevp.at/46493/?MP=61-6275
:-)

regenfeldbau
03
ich kenne eine männl. führungskraft, die in väterkarenz ging

er war seinen führungsjob sofort los

Marilynn E.
01

ging auch vielen frauen so. nur wenn das mal normal wird, daß väter in karenz gehen, dann wird dsa nicht mehr die folge sein. weil unternehmen es sich nicht leisten können, wenn sie ihre guten mitarbeiter verlieren.

Gerfried Leberbauer
00

Können Sie mehr darüber erzählen? Klingt interessant und sollte an die Öffentlichkeit.

Und was folgern Sie bzw. wir alle daraus? Dieses Phänomen (Karenz -> später Abstieg oder Rauswurf im Job) kennen Frauen nämlich seit es Karenz gibt.

Sollte man also überhaupt keine Kinder kriegen, weil sonst Karriere futsch? Oder sollten wir zur 50er Jahre Aufteilung zurück – ein Geschlecht macht Karriere, das andere nicht? Oder sollte ein Umdenken in den Firmen in Gang gebracht werden, sodass Karenz bei beiden Geschlechtern mit der Zeit zur Normalität wird?

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