IFA

Loewe setzt weiter auf teure Technik und Standort Deutschland

1. September 2011, 15:53

Kurzarbeit im Werk Kronach - Konzernchef Seidl: Marktschwäche trifft ganze Branche

Der deutsche TV-Gerätehersteller Loewe will nach Millionen-Verlusten das Geschäft mit neuen Premium-Geräten ankurbeln. Bei den Verbrauchern punkten will das Kronacher Unternehmen mit kompletten Unterhaltungssystemen mit Audio-Integration sowie einer bequemen Integration von Internet und Fernsehen. Preisnachlässe oder eine Verlagerung der Produktion aus Deutschland seien für Loewe kein Thema, betonte Konzernchef Oliver Seidl auf der IFA in Berlin am Donnerstag.

Kurzarbeit

Seit dem Frühjahr gibt es in dem Kronacher Werk Kurzarbeit. "Nach der IFA werden wir je nachdem, ob das Geschäft anspringt, die Kurzarbeit beenden oder verlängern." "Wir sind in eine deutliche Marktschwäche hineingekommen, die auch die gesamte Branche trifft", erklärte Seidl den Verlust von 7,7 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2011. Als spezialisierter Hersteller von TV-Geräten sei Loewe besonders stark getroffen worden. "Wir sind aber zuversichtlich, dass das Geschäft in der Weihnachtssaison wieder anspringt", sagte der Loewe-Chef. "Das klare Ziel ist, mit dem Weihnachtsgeschäft und der Fußball-EM 2012 wieder mehr Umsatz und ein besseres Ergebnis zu erzielen."

Kein Strategie-Wechsel

Loewe will dabei trotz der heftigen Preiskämpfe in der Branche an der langjährigen Oberklasse-Strategie festhalten. "Wir sind überzeugt davon, dass es in jeder Branche ein Premium-Segment gibt, bei dem die Menschen bereit sind, mehr Geld für etwas Besonderes auszugeben", betonte Seidl. Und das sei der Markt, den Loewe bedienen wolle. Auch durch Preiskämpfe und Rabattaktionen sei das Marktsegment der teuren Geräte nicht kleiner geworden: "Es ist die Mitte, die schrumpft".

Einbindung von Smarpthones und Tablets

Loewe will sich auch mit einer intelligenten Einbindung von Smarpthones und Tablets, der Verknüpfung von Geräten in verschiedenen Räumen hervorheben, sowie der Möglichkeit, Design-Elemente selbst zu bestimmen. Um mehr Fernseher zu verkaufen, nimmt Loewe jetzt auch verstärkt Käufer von Zweit- und Dritt-Geräten ins Visier - aber ohne das Premium-Image der Marke zu verwässern, betonte Seidl. "Die Bildschirme sind vielleicht kleiner, aber die Geräte, die wir dort anbieten, sind absolut top ausgestattet."

Vorerst keine Expansion nach China

Eine Expansion nach China - in den aktuell am stärksten wachsenden Markt für TV-Geräte - stehe vorerst nicht auf der Tagesordnung: "Wir sehen in Europa noch hervorragende Wachstumschancen, mittelfristig müssen wir darüber nachdenken, wie wir in die Wachstumsregionen dieser Welt kommen." Deutschland als Produktions-Standort stehe nicht zur Disposition. "Wir wollen nur aus Deutschland heraus produzieren", sagte Seidl. Man habe hier gut ausgebildete und loyale Mitarbeiter, für viele Kunden sei "Made in Germany" zudem ein Kaufargument. Loewe habe auch festgestellt, dass eine Verlagerung der Produktion nach Asien keine gravierenden finanziellen Vorteile bringen würde. Der Kostenanteil der direkten Löhne liege bei rund 5 Prozent - "da könnten wir keine großen Einsparungen erzielen". (APA)

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Loewe

farbenblinder
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Löwe ist Schnee von gestern. Super Qualität in Zeiten von Röhrenfernsehern, aber heute zählt nicht nur Qualität sondern Aktualität. Wenn Löwe es nicht schafft zum Premiumpreis alle aktuellen Funktionen in ein tolles System zu vereinen gibt es kein Kaufargument. Das Panel ist eh bei allen fast das gleiche, das Gehäuse bei den anderen marken deutlich schlanker und die Leistunsdaten zu einem drittel des Preises bei LG, Samsung, usw. mindestens gleich gut.
Früher kaufte man den Loewe für 15 Jahre, jetzt ist er nach 3 Jahren veraltet.

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