Alkoholmissbrauch

Vom gesunden Achterl ist Österreich weit entfernt

1. September 2011, 13:51
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    foto: patrick seeger

    Die Lebenserwartung Alkoholabhängiger verkürzt sich um 20 bis 25 Jahre.

23 Prozent der Männer und zehn Prozent der Frauen trinken bereits über der Gefährdungsgrenze - Substitution als neuer Therapieansatz

Wien - 900.000 Österreicher konsumieren Alkohol in einem gesundheitsschädlichen Ausmaß, 300.000 sind alkoholkrank. Schwerwiegende Krankheiten sind die Folge. Wie wichtig es ist, bei der Prävention anzusetzen, zeigen die erschreckenden Zahlen bei Jugendlichen: Über 21 Prozent der Mädchen gaben bei einer Umfrage 2010 unter Studenten an, mehrmals pro Woche Alkohol zu trinken, bei den Burschen waren es sogar über 38 Prozent, wie Experten am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien berichteten.

Bei der Befragung unter jungen Stellungspflichtigen (2002) kam heraus, dass bereits 15 Prozent Alkoholmissbrauch betreiben, drei Prozent seien bereits abhängig, sagte Nestor Kapusta von der Universitätsklinik für Psychoanalyse und Psychotherapie anlässlich des 13. Kongresses der Europäischen Gesellschaft für Biomedizinische Forschung über Alkoholismus vom 4. bis 7. September im Wiener AKH. 70 Prozent gaben an, sie würden Bier, Wein und Co. trinken, weil es ihnen schmeckt, 30 Prozent trinken ihn wegen der Wirkung.

Prägend für eine eventuelle Sucht bei Jugendlichen ist vor allem das Umfeld, ihre Freunde und Familie, aber auch die Gesellschaft. Häufig werde auch Nikotinkonsum als früher Risikofaktor Alkoholabhängigkeit und Konsum anderer psychoaktiver Substanzen gesehen, sagte Kapusta. Auch das Temperament von Jugendlichen seien prädisponierend für Alkohol, Nikotin und Cannabismissbrauch. Junge Menschen, die leicht reizbar, zornig, irritabel sind oder Konzentrationsschwächen aufweisen und wechselhaft in ihrer Stimmung sind, haben ein höheres Risiko eine Abhängigkeit zu entwickeln, so der Experte.

Dritthäufigste Todesursache

Die Folge von regelmäßigem Alkoholmissbrauch: Die Lebenserwartung von Abhängigen ist um 20 bis 25 Jahre verkürzt, sagte Michael Trauner von der Klinischen Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie an der Universitätsklinik. "In der EU ist Alkoholmissbrauch bereits die dritthäufigste Ursache - hinter Nikotin und erhöhtem Blutdruck - eines vorzeitigen Todes bzw. einer chronischen Krankheit", so der Mediziner. Folgeschäden betreffen nicht nur die Leber (u.a. Fettleber und Zirrhose), sondern auch den Magen-Darm-Trakt, die Bauchspeicheldrüse, das Herz, die Niere, die Muskulatur, das Blutbild und das Nervensystem.

Von dem "gesunden Achterl Rotwein" ist Österreich weit entfernt: 23 Prozent der Männer und zehn Prozent der Frauen trinken bereits über der Gefährdungsgrenze. Das heißt Männer trinken dazu pro Tag etwa 1,5 Liter Bier oder 0,75 Liter Wein und Frauen trinken pro Tag einen Liter Bier oder 0,5 Liter Wein, erklärte Trauner.

Trinkmenge langsam reduzieren

Während in den USA und den deutschsprachigen Ländern Europas die absolute Abstinenz nach wie vor das erklärte Therapieziel von Alkoholsüchtigen darstellt, beschreiten andere Länder bereits neue Wege. Gute Erfolge erziele man etwa mit "Cut down drinking", wobei die Trinkmenge langsam reduziert wird. "Es ist ein Unterschied, ob ich von vier Liter Wein pro Tag auf null runtergehe oder nicht", sagte Henriette Walter von der Medizinischen Universität Wien, Klinische Abteilung für Sozialpsychiatrie. Mittels Medikamentenunterstützung, Trinktagebuch und regelmäßigen Kontrollen könne ein stationärer Aufenthalt vermieden werden. Ein neuer Weg ist auch der Entzug mittels Substitutionstherapie, wie es bereits bei der Drogensucht üblich ist. (APA)

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sauron666
04

LOL

"Junge Menschen, die leicht reizbar, zornig, irritabel sind oder Konzentrationsschwächen aufweisen und wechselhaft in ihrer Stimmung sind, haben ein höheres Risiko eine Abhängigkeit zu entwickeln, so der Experte."

ist das nicht die Definition eines Jugendlichen.

beos
50
11.9.2011, 09:25

Eher die die Definition einer Frau oder?

Achsel des Bösen
00
26.10.2011, 17:06
Warum sind dann sie meisten Alkoholiker Männer?

beos
00
26.10.2011, 21:01

Warum sind die meisten Tabletten-süchtigen (Tranquilizer wie Diazepam usw. Frauen?

Wobei das Posting "Eher die die Definition einer Frau oder?" eigentlich witzig gemeint war, aber halt nicht so wahrgenommen wurde. Mein Fehler......

sowieso
00
25.10.2011, 13:08
und das hat sicher nichts mit dir zu tun?

beos
00
25.10.2011, 20:42

Ausschließen kann man nichts, aber meine Freundin ist zumindest nicht so zornig wie andere, von Konzentrationsschwächen und Stimmungsschwankungen kann ich sie jedoch nicht frei sprechen *G*

Wolkengedanken
00

Substitution wodurch ?

beos
00

Benzodiazepine, stationär Clomethiazol (Distraneurin) Wobei beides eher für den Entzug... Weiß nicht ob "offiziell" eine Alkoholsubstitution durch Benzos oder Barbiturate vorgesehen, erlaubt ist.

Grundsätzlich aber für mich nicht ganz nachvollziehbar, wieso Opiatabhängige "Weichmacher" auf Rezept bekommen, quasi solang sie lustig sind und das bei Benzos und Alkohol nicht vorgesehen ist, sondern nur Entzug. (Ausnahme natürlich alte Menschen usw...)

meinrad
01

na durch hasch-spritzen!

Renegade Hardware Ltd.
00

...zum Beispiel mit Codein.

Wolkengedanken
10

Aha, ist das wesentlich gesünder ?

Renegade Hardware Ltd.
00

Als jahrelanger Alkoholmissbrauch? Ja.
Gesund ist aber beides nicht.

Analytikerlegende Herbert
12
Steuern auf Alkohol erhoehen

Effects of beverage alcohol price and tax levels on drinking: a meta-analysis of 1003 estimates from 112 studies

Alexander C. Wagenaar, Matthew J. Salois, Kelli A. Komro

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.11... x/abstract

ZITAT

Conclusions A large literature establishes that beverage alcohol prices and taxes are related inversely to drinking. Effects are large compared to other prevention policies and programs. Public policies that raise prices of alcohol are an effective means to reduce drinking.

Hat die Politik den Mut dazu? Bei der Wahlkundgebung kommt das Achterl oder Schnapserl sicher besser an. Es will ja niemand die Spassbremse sein, obwohl die Vorteile hoeherer Abgaben ueberwiegen.

Mokka Sinn
21

Wer täglich Alkohol trinkt, ist Alkoholtrinker. So einfach.
Da jeder Körper individuell diversesten Einflüssen und Umständen unterliegt, gibt es keinerlei allgemeine Gültigkeiten. Selbstbeobachtung soll helfen.
Alkohol ist außer zu ganz bestimmten Reinigungszwecken in z.B. Handwerksbetrieben (und damit ist natürlich keine "innere" "Reinigung" gemeint - für alle Schlingels hier ;-) ) meist schädlich, egal in welcher Menge, ist zu vermuten... Schönrederei macht es nicht unschädlicher.

gigngogn
 
10
...So einfach.... Und so ein kompletter Schaas

Alkoholiker sind Suchtkranke, schauen sie sich mal die Definition von Suchtkranken an

>Alkohol ist...meist schädlich
Blödsinn!
Alkohol in nicht zu großen Mengen ist der Gesundheit förderlich, darüber gibt es zahlreiche Studien

>Schönrederei macht es nicht unschädlicher.
Und deppert reden macht ihn nicht schädlicher

Barbarin
00
Ja, weil die Regelmäßigkeit & Gewohnheit führt zur

..Sucht!

gigngogn
 
11
Blödsinn, wenn bei ihnen schon Gewohnheit Sucht ist, bin ich dann ein Workoholic weil ich jeden Tag arbeiten gehe?

Mokka Sinn
10

Tolles "Niveau", by the way. Frusttrinker, richtig?

twertwert
00
Was sind Sie denn..

..für ein Spinner:)? Ist natürlich eine feine Diskussionsbasis, jedem, der Ihnen widerspricht, Alkoholsucht zu unterstellen.

Irgendwann werden Sie's allerdings auch einsehen müssen, dass Sie Müll verzapfen, denn so viel Alkohol gibt es gar nicht auf der Erde, wie man Ihnen widersprechen könnte.

Mokka Sinn
10

Lass mal raten, ob du abstinent lebst oder nicht...
Da die Antwort klar ist, widersprichst du dir in deiner Aussage selbst aufs Heftigste - hast aber natürlich logischerweise offenkundig keine Ahnung davon..
Mein tiefstes Mitgefühl und Wünsche der Besserung/ des Loskommens von der "förderlichen" Alkoholtrinkerei.

otto strammer
00
Mein Name ist Otto

..ich bin Alkoholiker...

USV
20
täglich Alkohol = Alkoholkrank

ich kenne solche Alkos, die sind 80 Jahre alt.
Ohne tgl. Alko würden sie also 100 - 105 Jahre alt werden.
Will man das?
Lauter Hundertjährige ohne Lebensgenuss in den Pflegeheimen?!
Ist nicht ein Tod nach einem genussreichen Leben mit 85 besser....

Wolkengedanken
00
4.10.2011, 21:39

Es ist ein sehr gefährlicher und zu absolut nichts führender Selbstbetrug Alkoholkrankheit zum Genuss zu deklarieren. Und es ist ein eher jämmerlicher Ansatz zu meinen, dass Alkohol die einzig mögliche Freude im Leben ist

Nick31
00
4.10.2011, 13:31

Ein gängiger Denkfehler. Die wenigsten fallen gesund mit 80 um, bei Alkoholmissbrauch (gern auch als "genussvolles Leben" bezeichnet) ist sogar sehr oft das Gegenteil der Fall. Ich kenne "Abstinenzler", die sind mit 60 gesund, lebendig und vor allem aktiv. Gesünder & aktiver als andere gute Freunde von mir, die eher dem "Genuss" fröhnen, und erst 40-50 sind.

Die Unterschiede sind schon mit 35 erkennbar.

svr1900
 
21

Ich lebe Genussreich ohne Alkohol zu trinkbne oder zu rauchen. Udn ein Gensurreichern Tod mir 105 ist besser als euin Genussreicher Tod mit 85

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