Server von Kernel.org gehackt

1. September 2011, 13:24
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Unbekannte konnten sich Zugriff auf einige Server verschaffen

Unbekannte konnten sich Zugriff auf einige Server von kernel.org, der „offiziellen Website" des Linux-Kernels, verschaffen. Der Einbruch wurde am 28. August entdeckt. Nach bisherigen Untersuchungen gelangten die Angreifer über einen kompromittierten Nutzer-Account Zugang auf einen Server.

Über weitere Sicherheitslücken konnten sie schließlich root-Rechte erlangen und u.a. Files verändern und ein „trojan startup file" unterbringen.

Quellcode-Depots angeblich nicht verändert

Derzeit wird geprüft, ob die Quellcode-Depots des Kernels verändert wurden. Die Admins der Seite gehen allerdings nicht davon aus. In einer ausführlichen Stellungnahme berichten sie auf kernel.org über den Stand der Ermittlungen. (sum)

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Posting 1 bis 25 von 34
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-blos so-
00
Investition in die Zukunft

um Backdoors bei zukünftigen Serverinstallationen zu schaffen?

direkt bei Kernel.org macht's ja keinen Sinn - nur bei den Servern die von komerziellen Firmen aufgesetzt worden sind...

nachdem der Hack aufgefallen ist, war's dann wohl doch nix mit dem Versuch...

Graph Bobby
13
Das ist jenseits von peinlich...

...vor allem wenn sich herausstellen sollte, dass Linux' eigene Sicherheitsmechanismen, wenn deren Moeglichkeiten voll ausgeschoepft worden waeren, den Hack verhindert haetten - etwa SELinux' type enforcement.
Sofern man da nicht einen Exploit direkt fuer den Login oder fuer den Kernel parat hat, sondern z.B. ueber einen Fehler in einem setuid-root Binary, bleibt der root-Account wegen des gegenueber des normalen Useraccounts unveraenderten MAC-Context praktisch wertlos.

Matthias Fuchs
 
01

Irgendwie ist das schon peinlich.

Und ja, mir ist klar, dass dank git die tatsächliche Gefahr dieses Hacks nicht so hoch ist.
Trotz alledem ist die Optik schlecht.

Markus138
20

wen interessiert die optik bei linux? es müssen keine Aktionär_innen befriedigt werden, keine Manager_innen besänftigt werden oder sonst was.

kernel.org ist für entwickler_innen, interessierte personen und sonst schon niemand da, also is es auch vollkommen wurscht ob die seite gehackt wurde (abseits von der entstandenen Arbeit)

Matthias Fuchs
 
00

Was schreiben Sie da für blödsinn?

Haben Sie überhaupt irgendeine Ahnung, wer die Linux-Entwicklung finanziert?
Haben Sie eine Ahnung, wer diese Gelder freigibt?
Da haben Sie schon Ihre Aktionäre und Manager.

Und ja, es ist "komplett wurscht", wenn die Seite von Kernel-Entwicklern gehackt wird... Sehr gute publicity ist das, wenn nicht einmal die Kernel-Entwickler dafür gesorgt haben, dass ihre Website gut genug abgesichert ist...

Wäre die Website von Microsoft oder Apple gehackt worden gäbe es hier Feuer und Mordio und einen Haufen Häme. Nicht zu unrecht möchte ich meinen. Umgekehrt gilt das natürlich auch.

geek!
00

die deutschen wollten da wohl wem ihren bundestrojaner unterjubeln :D

Sputnik740
00

für 4% des Marktes? ... useless
Da wollte wohl eher wer die Grundidee von Linux kompromitieren, ein schelm wer kommerzielle Machenschaften dahinter vermutet.

geek!
01

fast jeder server auf dem du bist ist ein linux server.. da wärs doch super auf die rohdaten zugreifen zu können :D

don't think in desktops

lin3ak
 
00

Dafür musst Du nichtmal in den Server einbrechen, ist doch eh Freie Software ;)

Andreas Grois
01
Sieht nach einer Passwort-Klau-Aktion aus.

Warum sonst hätte der Cracker an den SSH-Dateien rumbasteln sollen?

Andreas Grois
02
(1/2)

"However, it's also useful to note that the potential damage of cracking kernel.org is far less than typical software repositories. That's because kernel development takes place using the git distributed revision control system, designed by Linus Torvalds. For each of the nearly 40,000 files in the Linux kernel, a cryptographically secure SHA-1 hash is calculated to uniquely define the exact contents of that file. Git is designed so that the name of each version of the kernel depends upon the complete development history leading up to that version. Once it is published, it is not possible to change the old versions without it being noticed." - kernel.org

Andreas Grois
02
(2/2)

"
Those files and the corresponding hashes exist not just on the kernel.org machine and its mirrors, but on the hard drives of each several thousand kernel developers, distribution maintainers, and other users of kernel.org. Any tampering with any file in the kernel.org repository would immediately be noticed by each developer as they updated their personal repository, which most do daily." - kernel.org

graufl
 
00

But this will not help if a hacker checks in a modified version of a source file, as long as git accepts this checkin of the modification.

bonetree
00

Git commits on the linux-kernel are digitally signed using GPG Keys. Unallowed changes will be noticed.

Mathias Steinlaus
 
02
Über weitere Sicherheitslücken konnten sie schließlich root-Rechte erlangen und u.a. Files verändern und ein „trojan startup file" unterbringen.

Vielleicht eine Racheaktion von SCO ...

Sir Donnerbold
020
oh mein gott!

der ganze source code geklaut! mit closed source wäre das nicht passiert!

Alex M
00
Das grössere Problem wäre wenn, Sourcecode ...

... eingescläust wurde wie z.b. ein Masterpasswort für root-Accounts, keylogger die irgendwo hin funken, ...

Geklaut wird dann später. Z.b. im wissenschaftlichen Bereich, in der Hi Tech Industrie, ....

gilipollas
11

da auf jede Änderung tausende Leute draufschauen würde sowas vermutlich schnell wieder rauskommen

Alex M
00
O.K. folgendes Szenario (gut aufpassen und nachfragen falls was unverständlich ist)

Man sucht sich einen Codeteil aus, der seit Jahren nicht verändert wurde. Dann verändert man den Code ohne, dass man einen Commit im Source Code Repository macht. D.h. man verändert einen bestehenden Commit. Herr Torvalds wird davon nichts mitbekommen, weil nicht die Codezeilen verglichen werden sondern die Revisionsnummern. Jedoch das automatische Build Skript von einer Linux Distribution, welche den kernel komtlett auscheckt und nicht nur updates einspielt. Et voila, niemand hat was mitbekommen, der neue Code wurde trotzdem in eine Linux Distro reinkompiliert.

Gesetzgeber
03
Du kennst eben offensichtlich Git nicht.

Das läuft ein bisschen anders, als SVN oder das alte CVS. Jeder hat das gesamte Repository bis zum Anfang in seinem Rechner, welches mit jeder Veränderung kryptografisch signiert ist. Der Angreifer müsste also die Veränderung bei jedem Einzelnen der Entwickler vornehmen und außerdem SHA knacken.

Was du beschreibst wäre im CVS sicherlich relativ leicht, im SVN eventuell möglich. Bei Git kannst du das vergessen.

Alex M
20
Git ist von Haus aus nicht verschlüsselt!

Erlären sie mir bitte den Sinn einer eigenen Verschlüsselung in GIT. Bei Übertragung, dem Filesystem und den Kennwörtern macht das sinn. Aber nicht bei einem Repository. Alos redens kan Bledsinn und tuns ned so als würden sie sich auskennen.

z.B.
http://thread.gmane.org/gmane.com... cus=123485

cjlpa
03

Vorsicht mit den Anschuldigungen: Sie sind im Unrecht. Ihr Vorposter sprach nicht von "verschlüsselt", sondern von "digital signiert". Sollte Ihnen der Unterschied nicht klar sein, so informiert Sie Wikipedia gerne.

Alex M
00
Betrifft das nicht nur getaggte Fileversionen?

siehe http://www.kernel.org/pub/softw... t-tag.html

Eisteefetischist #1
00

Ich bin ja kein Profi, aber würde man das nicht an der Checksumme auf der Stelle sehen?

Alex M
10
Das wäre sicherlich eine gute Idee. Aber die Checksumme ...

... kann man auch bei Veränderung einhalten. Da gab es für Vista 64Bit einen Hack um das Limit der halboffenen Verbindungen bei einem signierten Betriebssytem Treiber aufzuheben.

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