Uni-Voranmeldung

Endgültige Zahlen übertreffen bei Weitem jene der Erstsemestrigen vom Vorjahr

1. September 2011, 11:38

Uni Innsbruck mit mehr als 11.000 Voranmeldungen - Über 30.000 für Uni Wien

Bis zum 31. August konnten sich StudienanwärterInnen an den österreichischen Universitäten voranmelden. Die bereits bekannt gewordenen Zahlen übertreffen bei Weitem die Zahl der Erstsemestrigen des Studienjahrs 2010/11. Umstritten ist hingegen die Aussagekraft der Zahlen, da sich ein und diesselbe Person an mehreren Standorten für mehrere Studienrichtungen anmelden konnten. Nun liegen die ersten endgültigen Zahlen vor. 

An der Uni Innsbruck haben sich insgesamt 7477 Erstsemestrige für ein Hochschulstudium vorangemeldet. Davon 3624 Österreicher, 2448 Deutsche und 1006 Italiener (Südtiroler). Im Jahr 2010 gab es im Wintersemester 6595 Erstsemestrige, 1145 waren davon Deutsche. Zusätzlich zu den Erstsemestrigen haben sich für das kommende Studienjahr 3604 bereits an der Uni Innsbruck Studierende für ein weiteres Studium vorangemeldet.

Uni Wien mit rund 30.000 Anmeldungen

An der Uni Wien gibt es noch keine endgültige Zahl, diese wird erst am Freitag veröffentlicht. Laut dem Uni-Rektorat haben sich jedoch "knapp über 30.000" Personen für "knapp über 40.000" Einzelstudien vorangemeldet. Im Herbst 2010 gab es an der größten Uni des Landes 14.800 Erstsemestrige.

An der Uni Wien fanden heute auch die Aufnahmeprüfung für das Bachelorstudium Psychologie statt. Dabei traten 1533 Studienbewerber bei den Aufnahmeprüfungen im Austria Center an. Insgesamt hatten sich 1997 Bewerber zu der Prüfung angemeldet, sie Zahl der Studienplätze ist auf 600 begrenzt.

Anstieg an Uni Klagenfurt

Auch an der Uni Klagenfurt haben sich mehr Studieninteressierte gemeldet, als im Vorjahr Erstsemestrige. Bis zum Ende der Frist gab es in Klagenfurt 2.598 Voranmeldungen, darunter etwa 81 Prozent Österreicher und rund 10 Prozent Deutsche. Die reine Zahl derjenigen, die erstmals ein Studium beginnen beträgt bei den Voranmeldungen 1.534 und damit um knapp die Hälfte mehr als die Zahl der Studienanfänger im Vorjahr (2010: knapp mehr als 1.000). Unter den Vorangemeldeten sind 75 Prozent Österreicher und 14 Prozent Deutsche. Nach Angaben der Uni hat sich der Großteil nur zu einem (80,6 Prozent) bzw. zu maximal zwei Studien (95,5 Prozent) vorangemeldet.

WU Wien: Großer Ansturm auf Masterstudium

An der WU Wien haben sich rund 5600 Personen für ein Bachelor-Studium vorangemeldet, insgesamt gab es rund 5900 Bachelor-Studien-Anmeldungen. 2010 begannen 4.149 Studierende ein Bachelor-Studium. Für ein Master-Studium haben sich rund 2760 Personen angemeldet, im Vorjahr gab es 612 Masterbeginner. Diese Zahl war jedoch deswegen so niedrig, da erst die ersten Bachelor-Studierende fertig waren.

Die WU rechnete gestern damit, dass 20 Prozent der Voranmeldungen zu keinen Zulassungen führen. Beim Master-Studium gibt es großen Andrang aus Deutschland, auf vier Österreicher kommen drei Deutsche.

TU Graz zählt kaum mehr Studierende

Anders als die hohen Voranmeldezahlen in Wien und Innsbruck, sieht es auf der TU Graz aus. Dort meldeten sich 1942 Neuzugelassene bei der Voranmeldung an, insgesamt zählt man 4032 Voranmeldungen. Im Jahr 2010 gab es 1926 Neuzugelassene.

An der Uni Graz haben sich insgesamt 6813 Studieninteressierte für eine Erstzulassung vorangemeldet. 2010 gab es 4562 Erstsemestrige an der Uni Graz. Für kommendes Studienjahr haben sich zusätzlich 4469 Studierende, die bereits ein Studium absolvieren oder gerade absolviert haben für ein Masterstudium oder ein weitere Studium vorangemeldet.

 

An der Universität Linz gab es nach Ende der Frist insgesamt 3.660 Voranmeldungen, weitere Detailauswertungen sollen morgen, Freitag, folgen. Die Universität für Bodenkultur (Boku) Wien war für 7.323 Personen interessant, soviele Personen haben sich dort für ein Studium vorangemeldet. Im Wintersemester 2010/11 hatte die Boku 2.546 Studierende im ersten Semester. Unter den 7.323 vorangemeldeten Personen sind knapp über 4.000 Personen, die vorher noch nicht an der Boku studiert hatten. (seb, derStandard.at, 1.9.2011)

Kommentar posten
19 Postings
ichbinsofrei.net
00
Endgültige Zahlen übertreffen bei Weitem jene der Erstsemestrigen vom Vorjahr

1. Doppelter Abijahrgang in D
2. Entfall der Wahrpflicht in D

Anstieg nicht überraschend.

grantler3
00

Und an der TU Wien?....keiner angemeldet?...sehr schön =)

Jetzt mit mehr Geschmack als Glutamat!
00
die tu hat heuer aufnahmestopp!

nicht gewusst?

curieux
20
Blödsinn!

Die TU Wien hat bei dem Wettbewerb im Krenreissen genannt Uni-Anmeldung nicht mitgemacht!
Rektor Skalicki hat begriffen, dass eine für den Studenten unverbindliche Anmeldung nichts bringt. Alle anderen Rektoren und Minister Töchterle tun jetzt ganz überrascht. Aber was will man von Geisteswissenschaftlern verlangen. Praxisfern eben.
Enttäuscht bin ich nur von den Rektoren der anderen Technischen Unis und den Wirtschaftlern. Die hätten es besser wissen müssen.

Karl Heiden1
10
Die Deutschen werden in Innsbruck besonders "willkommen" sein:

Sie sind es nämlich in manchen Seminaren - in denen sie den Inländern den Platz blockieren - jetzt schon!

Lullaby
01
die Deutschen sind ja jetzt schon in Ibk verhasst

....geh mal an die Sowi, dort wird wohl kein Inländer auch nur etwas annähernd Gutes über die Deutschen verlieren. Wenn nämlich nicht so viele Deutsche in Innsbruck studieren würden, hätte jeder Inländer seinen Seminarplatz. Und es werden jedes Jahr mehr.... Als Deutscher in Ibk studieren würde ich mir zweimal überlegen.

Anchel Kingsman
10

wie genau blockiert ein deutscher einem inlaender den seminarplatz?

Karl Heiden1
00

Bei begrenzter Aufnahmezahl ins Seminar. Gäb's die Deutschen nicht, bekäme jeder Inländer seinen Platz und müsste nicht auf's nächste Semester warten ...

Anchel Kingsman
00

Da irren Sie sich.

Es ist kein deutscher, der einen seminarplatz blockiert, lediglich ein student, der einen seminarplatz belegt.

und ich mag die deutschen wirklich nicht.

SiSe
00

dann verklag die uni, sie muss nämlich dafür sorgen, dass du deinen seminarplatz bekommst...

§59, Abs.7 UG2002 i.d.g.F:
...Den Studierenden sollen nach Maßgabe der budgetären Möglichkeiten ausreichend zusätzliche Studienangebote oder Lehrveranstaltungen im selben oder spätestens im nächstfolgenden Semester angeboten werden, wenn der oder dem Studierenden eine Verlängerung der Studienzeit zu erwachsen droht, deren Ursache alleine oder überwiegend der Universität zuzurechnen ist, insbesondere im Zusammenhang mit zu geringen Lehrveranstaltungsangeboten der Universität. Der Universität zurechenbar ist eine Verlängerung der Studienzeit insbesondere dann, wenn diese durch Rückstellung bei der Anmeldung zu einer Lehrveranstaltung erfolgt...

Schurli Schorsch
 
00

ihnen ist schon klar, dass es sich hierbei um eine "kann" und keine "muss" bestimmung handelt, gibt halt einfach die budgetäre bedeckung nicht dafür...

SiSe
00

und sie haben die letzte Passage ebenfalls gelesen:

Der Universität zurechenbar ist eine Verlängerung der Studienzeit insbesondere dann, wenn diese durch Rückstellung bei der Anmeldung zu einer Lehrveranstaltung erfolgt...

life is like a grapefruit
00

Die Passage mit der "Maßgabe der budgetären Möglichkeiten" haben Sie aber schon gelesen, oder? Sicher, wenn jemand klagt, ist es für die Unis unangenehm, aber die werden kein allzu großes Problem mit dem Nachweis haben, dass für ein zusätzliches Seminar (und mit einem ist es ja vermutlich nicht getan) einfach das Geld fehlt, um die Lehrkraft zu bezahlen und mitunter vielleicht sogar der Raum.

Karl Heiden1
00
Das Finanzierungs- und Raumproblem

verschärft sich noch durch die derzeitige Parallelität der auslaufenden Diplom- und anlaufenden Bachelor-Studien, für die gleichzeitig die nötigen Seminare bereit gestellt werden müssen - bei der herrschenden Geldnot ein geradezu unbewältigbares Unterfangen ...

life is like a grapefruit
00

Na ja, das wird in vielen Fällen aber wohl (hoffentlich) deshalb nicht so schlimm sein, weil viele BA-Seminare für das Diplomstudium angerechnet werden können und umgekehrt. Da wurden mit dem BA ja nicht überall komplett neue Lehrveranstaltungen eingeführt, sondern Diplom-LVs einfach als BA-LVs neu etikettiert. Aber Ausnahmen gibt's wohl sicher und vor allem da, wo BAs geschaffen wurden, die es als Diplom in der Form nicht gab.

noldman
00
Was soll der Artikel?!? Schlecht recherchiert!

Es geht hier um Voranmeldungen und nicht um "tatsächliche" Studenten.

Die Unis selbst haben dazu aufgerufen, sich für mehrere Studien anzumelden. Frühestens mitte Oktober wissen wir wie viele Studenten und in welchen Studienrichtungen es tatsächlich sind.

Bis dahin ist alles nur Kaffeesudleserei.

waeldar
00

kann man die statistiken irgendwo detailliert nachschauen?

smea_gol
01

und jetzt werden wir sehen, wie viele tatsächlich kommen.

uni-voranmeldung: grüße aus schilda kann man da nur sagen. schildbürgerstreich.

curieux
00
Offenbar hat das nur Einer sofort durchschaut!

Rektor Skalicky von der TU Wien. Der hat die Anmeldung von Vornherein abgelehnt. Der einzige Kluge in diesem Schlamassel.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.