Vor allem in Asien und Afrika deutliche Zuwächse - Gewinn über einer Miliarde Euro
Paris - Starke Nachfrage in Schwellenländern hat dem
Wein- und Spirituosenhersteller Pernod Ricard im vergangenen Jahr
einen Umsatz- und Gewinnsprung beschwert. Der Überschuss sei im
Geschäftsjahr 2010/11 (31. August) um 10 Prozent auf 1,05 Mrd. Euro
gestiegen, teilte der zweitgrößte Schnapshersteller der Welt am
Donnerstag in Paris mit. Damit verdiente Pernod Ricard zum ersten Mal
mehr als eine Milliarde Euro in einem Geschäftsjahr. Der Umsatz legte
um 8 Prozent auf 7,6 Mrd. Euro zu. Die Aktionäre sollen vom
Gewinnsprung mit einer um 7,5 Prozent auf 1,44 Euro je Aktie erhöhten
Dividende profitieren.
2010 sorgte vor allem das Geschäft in Asien und Afrika für
deutliche Zuwächse - aber auch die Lage in den großen
Wirtschaftsnationen wie den USA, Deutschland oder Frankreich
stabilisierte sich. Kopfschmerzen bereitete die Entwicklung in den
von der Schuldenkrise betroffenen Staaten Griechenland und Spanien.
Von Absolut Wodka, über Havana Club bis Beefeater-Gin
So sank der Erlös in Westeuropa ohne Frankreich um zwei
Prozent,
der Rückgang fiel damit aber deutlich geringer aus als noch im
Geschäftsjahr 2009/10. Weniger schlimm als befürchtet hätten sich das
Erdbeben und der Tsunami in Japan ausgewirkt. So sei der Umsatz dort
zwar im vierten Geschäftsquartal gesunken - über das Jahr gesehen
legte er allerdings um drei Prozent zu.
Das 1975 aus der Fusion von Pernod und Ricard entstandene
Unternehmen vertreibt unter anderem den Wodka Absolut und den Whiskey
Chivas Regal. Zudem gehören die Rum-Marke Havana Club und die
Gin-Sorte Beefeater zu den 32 Schnapsmarken des Konzerns. Pernod
Ricard beschäftigt weltweit 18.000 Menschen in 70 Ländern. (APA)