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Sonys HMZ-T1 zum Aufsetzen und Reinkippen
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vergrößern 800x533Auf den ersten Blick erinnert es an ein Spielzeug aus den 1980ern oder an eine Requisite aus einem alten Sci-Fi-Film. Aufgesetzt verfliegt das hart angelernte Vorurteil: Das HMZ-T1 hat mit flimmernden Brillen-Displays der Vergangenheit nur noch das Halterungskonzept gemein. Nach Augenschmerzen verursachenden Anläufen wie Nintendos "Virtual Boy" scheint die Technologie 2011 soweit fortgeschritten zu sein, dass der aufgesetzte Ausblick in die virtuelle Realität rosig sein kann. Diesen Eindruck hinterließ Sonys auf der IFA vorgestelltes Head Mounted 3D-Display HMZ-T1 zumindest nach dem ersten Hands on - bzw. "Eyes on".
Generationensprung
Das Prinzip ist nicht neu: Führt man Bildschirme nahe genug an die Augen heran, können selbst kleine Panele wie Kinoleinwände erscheinen. Doch die Umsetzung birgt ihre Tücken, denn umso näher das Bild ist, desto schärfer und klarer muss es sein. Sonys Entwickler haben in die Vollen gegriffen und sich für zwei nur 0,7 Zoll kleine Screens entschieden, die auf der OLED-Technologie basieren. Diese verspricht einerseits hohe Kontraste und kräftige Farben und ist andererseits so reaktionsschnell, dass man sich über Schattenbilder und ähnliche Störungen bei raschen Bewegungen nicht mehr sorgen muss. Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Schärfe. Jedes der winzigen Displays löst mit 2,8 Millionen Pixeln auf. Nur zum Vergleich: Der 3,5 Zoll große iPhone 4-Bildschirm misst rund 600.000 Pixel. Um Blu-rays und Spiele in Full-HD-Qualität wiederzugeben, werden für jedes Auge Bilder in 720p ausgegeben. Bei einem Abstand von wenigen Zentimetern wird so der Eindruck vermittelt, dass man vor einer im 20 Meter messenden Kinoleinwand sitzt. Mit dem Unterschied, dass keine anderen Zuseher rundherum ablenken.
3D, wie es sein sollte
Vereinnahmend wurde das Erlebnis im ersten Testlauf mit Blu-ray-Film und PlayStation 3-Spiel, weil Inhalte - im Gegensatz zu aktuellen Fernsehern und Kino-Technologien - auch in 3D lupenrein dargestellt werden. Zur Erzeugung der räumlichen Wahrnehmung müssen keine beeinträchtigenden Shutter-Brillen oder Polarisationsfilter zum Einsatz gebracht werden. Anstelle dessen sorgen die getrennt angesteuerten Mini-Screens selbst für den Effekt - flimmerfrei, flüssig und mit voller Farbkraft. Der Effekt ist im besten Sinne so unauffällig, das man nach den ersten Sekunden glaubt, 3D sei gar nicht aktiviert. Autos aus dem Rennspiel Gran Turismo 5 flitzen in absoluter Klarheit über das gigantische Sichtfeld, eine scheinbar meterhohe Sängerin betört mit ihrer fehlerfreien optischen Reproduktion fast mehr als mit ihrer Stimme. Es ist 3D, eine virtuelle Realität, wie sie sein sollte - ohne Kompromisse.
Designtechnische Limitierungen, einfach zu bedienen
Was für das Bild zutrifft, kann so allerdings nicht über das Design gesagt werden. Denn es ist immerhin ein gewaltiges Stück Technik, das vor die Augen montiert werden muss. Mit relativ geringem aber tatsächlich spürbarem Gewicht wird das HMD auf dem Kopf fixiert. Es drückt und zwickt nicht, "bequem" wäre allerdings der falsche Ausdruck. Die Bildjustierung ist dafür denkbar einfach. Mechanische Regler dienen zur Anpassung an den persönlichen Augenabstand, ein per Daumen bedienbares Menü lässt Einstellungen zu - sofern die Auto-Settings nicht so und so die richtigen Outputs für die jeweiligen Inputs wählen. Integrierte Kopfhörer bespielen die Ohren mit virtuellem 5.1-Surround-Sound und rangieren etwas bassschwach auf dem Niveau ordentlicher Headsets.
Angebunden
Die während des Probelaufs nicht gezeigte Basisstation "Media-Box" ist neben der Tatsache, dass es ein Solo-Erlebnis ist, der vielleicht größte Haken Medientraums. Denn das HMZ-T1 muss zur Signalausgabe und Stromversorgung per Kabel angebunden werden. Der digitale Zombielauf ist damit maximal im Kreis möglich. Die Station dient darüber hinaus als Schnittstelle zu Medienquellen wie Blu-ray-Player, Videokamera, Smartphone oder PlayStation 3.
Ein Blick in die Zukunft
Sonys HMZ-T1 ist ganz klar noch kein Produkt für den Massenmarkt. Dafür ist der Preis von 799 Euro wohl zu hoch, um die neue Technologie für Spontankäufer attraktiv zu machen. Gamer und Cineasten sollten es aber in jedem Fall im Auge behalten. Ab Ende November wird sich dann zeigen, ob die eindrucksvolle Technologie Fuß fassen kann und wie viel den Konsumenten ein Blick in die virtuelle Zukunft wert ist. (Zsolt Wilhelm aus Berlin, derStandard.at, 1.9.2011)
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Ist doch auch ein schöner Vergleich?
Nur dass die 600.000 Pixel dann umgerechnet etwas über 1,8 Millionen Subpixel ergeben - wenn man schon die Anzahl der Subpixel des HMZ-T1 als Vergleichswert nimmt.
Dieser unfaire Vergleich gegenüber Apple dürfte dich dann doch etwas beruhigen, oder? ;-)
Oh bitte, ins Kino geht man eben MIT anderen leuten.
Aber für spiele ist das ding genial.
Wobei selbst da würde gemeinsames spiel recht seltsam werden, zwei leute sizten nebeneinander mit helfm auf einer couch, starren gerade aus und rufen sich über mikro kommandos zu.
nein, die freundin speichert die tageserlebnisse mit minikamera auf einen stick und du musst sie dir dann in 3d und 5.1 sound ansehen/hören, wärend sie dich dinge frage wie "hast du morgen abend e zeit für tante paula zum anbendessen?, und vergiss nicht um 5 unsern sohn amzuholen!" ... :-)
Trotz aller Unkenrufe, ich würds ma zulegen. Der Preis ist auch alles andere als hoch.
Kann man auch nur hoffen, dass auch andere Hersteller auf dieses Zug aufspringen. Sony is ja ned grad mein Lieblinghersteller. ;)
Ich würds dann gern am PC anschliessen, da ich weder PS3 noch einen Blueray-Player mein eigen nennen darf. Dann gleich einen gscheiter Shooter spielen. Nur der Defibrillator sollt daneben stehen... ;)
Was genau sagt das ohne Abstandsangabe aus? Mein Monitor ist jetzt schon so groß wie eine 50m Leinwand. Ich muss nur etwas näher rangehen. Am besten ist aber mein Handy: hat ein Display so fast groß wie das halbe Sonnensystem...
...wirds erst, wenn man den kopf dreht und sich die blickrichtung im virtuellen raum mitdreht. bei games auf der ps3 mit ps move müsste das bald möglich sein - ein move kontroller für den kopf, der andere für die wumme in der hand, dazu 3d... das wär mir die 8 hunni schon wert!
..., dass den meisten usern dabei schlecht wird.
so aehnliche "brillen" gibts ja schon laenger und immer scheiterte es in der praktischen anwendung.
durch die ausschliesslichkeit des betrachtens (also ohne raum(gefuehl) rundum) verliert der betrachter die orientierung.
vgl. computer autorenn spiele am monitor, bei denen die spieler sich trotzdem mit in die kurve legen o.ae.
hab ich einen fixes koordinaten system fuers gehirn, kann ich das geschehen auf der leinwand im gehirn trennen. fehlt das umfeld (eben durch die brille) wird ein eigener raum, eine eigene virtuelle welt im hirn erzeugt. also wackelt das bild > wackle ich auch. etc.
den meisten wird nach kurzer zeit kotzuebel!
je mehr action umso uebler.
leider.
Stimmt so nicht ganz. Auf der Amigamesse Anfang der 90er im Messepalast (heutiges MQ) setzte ich mich mehrmals unter die Visette, einem Helm für virtuelle Realität.
Erst flog ich eine F-16 und wurde von sieben MIGs verfolgt. Trotz Loopings und Schruaben wurde mir nicht schlecht. Dann war ich auf der ISS Enterprise irgendwo im Weltall und versuchte den Klingonen auszuwichen. Zwar fehlte das Körpergefühl, aber das Hirn hat die digitale Rundum-Realität voll akzeptiert. Schwierig war es nur, in die eigene Realität zurückzufinden.
Die Visette wird aktuell von der Firma Sybermind hergestellt. Kleiner und leichter als damals 1991.
Hier eines der seltenen Bilder der alten Visette:
http://encanta.avalonsoftware.org/idgaw/37/... lvirt2.jpg
Korrektur: Cybermind
http://www.cybermind.nl/hi-Res800... ml#Visette
Also, ich finde es geil und der Preis ist auch nicht so schlimm.
Was mir allerdings bei allen Berichten fehlt, ist das Gewicht. Ich gehe zwar davon aus, dass ich mich auf die Couch lege und das Ding einfach am Kopf habe, aber trotzdem wäre ich neugierig.
Und weil hier manche von der Arbeit usw. reden, dafür kommt ja Sachen wie der Airscouter: http://www.brother.com/en/news/2... /index.htm
Das beides jetzt noch nicht das gelbste vom Ei ist, ist klar. Aber ein Anfang. Und schon ein sehr guter. Das erste Handy hatte 800 Gramm war 33 cm lang, kostete 4000$ und hatte 1 Stunde Akku.
Ich wette, in 2-3 Jahren gibt es das Zeug überall.
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