Reger Telefonverkehr

Ex-Minister Reichhold im Zwielicht

31. August 2011, 18:31
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    Mathias Reichhold ...

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    ... nicht für Exvorstand Rudolf Fischer.

Die Liste dubioser Beraterverträge rund um Peter Hochegger und die Telekom wird immer länger. Ex-Verkehrsminister Mathias Reichhold soll 72.000 Euro kassiert haben

In die Telekom-Affäre rund um dubiose Zahlungen an und von Lobbyist Peter Hochegger wurde am Mittwoch auch Ex-FPÖ-Infrastrukturminister Mathias Reichhold hineingezogen. Dieser habe 72.000 Euro von Hochegger erhalten, die Zahlung sei 2005 unter Telekom-Beratung verbucht, berichtet "News". Reichhold erklärte, dabei handle es sich um Beratung für Hochegger im Zusammenhang mit der EU-Präsidentschaft. Auch der Ex-FPÖ-Politiker Reinhart Gaugg soll von der Telekom 30.000 Euro erhalten haben.

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Wien -  Die Telekom Austria (TA) diente offenbar nicht nur Exvizekanzler Hubert Gorbach (BZÖ) als Quelle eines bekömmliches Zubrots nach der Polit-Karriere. Auch Gorbachs Vorgänger als Verkehrsminister, Mathias Reichhold, profitierte von Beratungshonoraren. Anders als Gorbach, an dessen Firma über zwei Jahre insgesamt 264.000 Euro überwiesen worden sein sollen - er bestreitet die Geldannahme -, soll Kurzzeit-FPÖ-Chef Reichhold vom Agenturnetzwerk Hochegger/Valora im Jahr 2005 mit 72.000 Euro bedacht worden sein, berichtet News. Ob das Geld über Scheinrechnungen aus der Telekom kam, war bis dato nicht zu eruieren, der Konzern habe keinerlei Rechnungen aufgespürt, betonte eine TA-Sprecherin.

Reichhold ließ über seinen Anwalt Michael Rami verkünden, dass er nie für die Telekom, sondern "im Zusammenhang mit der EU-Präsidentschaft Österreichs" (im Jahr 2006) für Hochegger bzw. dessen Valora Berater gewesen sei. Vergeblich gesucht wurden von den TA-Revisoren bis dato auch Belege für Zahlungen an den Ex-FPÖ-Politiker Reinhart Gaugg. Er soll gemäß Hochegger-Unterlagen im Jahr 2005 über dessen Gesellschaft Valora 30.000 Euro erhalten haben.

Insgesamt beziffert die Telekom die Überweisungen ohne erkennbare und dokumentierte Gegenleistung durch Hocheggers Agenturnetzwerk, wie berichtet, mit rund neun Millionen Euro. Die TA versucht diese im laufenden Verfahren gegen Hochegger wieder zurückzubekommen.

Der 400-Seiten-Bericht, den die TA nach viermonatiger forensischer Analyse der Staatsanwaltschaft übergeben hat, enthalte auch die ungeklärten Hochegger-Rechnungen.

Neben diversen ÖBB-Gesellschaften, die Hocheggers Dienste in Anspruch genommen und dafür an die 6,5 Millionen Euro bezahlt haben, war der Lobbyist auch für die mittlerweile abberufenen Vorstandsdirektoren des burgenländischen Energieversorgers Bewag, Hans Lukits und Josef Münzenrieder, tätig. Es geht um 1,2 Mio. Euro, die an Hocheggers Ungarn-Ableger flossen, obwohl die Ex-Bewag-Chefs gewusst hätten, dass es sich um "Schmiergeld für ungarische Amts- und Entscheidungsträger" gehandelt hätte, schreibt News. Notabene: Lukits ist nun Chef der Sicon Unternehmensberatung und -beteiligung AG, sie gehört mehrheitlich Hochegger.

Der ist zwischenzeitlich aus Brasilien zurückgekehrt und schießt sich auf Möchte-Gern-Kronzeugen Gernot Schieszler ein. Der Exprokurist und spätere TA-Festnetz-Finanzchef hat laut TA mit Ex-TA-Vorstandsdirektor Rudolf Fischer mindestens 16 Aufträge an Valora abgezeichnet. "Was Schieszler sagt, entspricht nicht der Wahrheit", zitiert Österreich Hochegger.

Schieszler belastet auch die mit der Trockenlegung des Korruptionssumpfs betrauten TA-Chefs Hannes Ametsreiter und Hans Tschuden. Beide hätten von Zahlungen an Alfons Mensdorff-Pouilly (MPA) im Kontext mit dem Blaulichtfunk Tetron gewusst, sie hätten Schieszler nach dem Grund für die Zahlung von 1,1 Mio. Euro an MPA/Infotech gefragt. Gemäß einem internen Bericht sei die Zahlung letztlich aber als "okay" befunden worden.

"Diese Darstellung ist unrichtig", kontert die Telekom, die von Behörden auf Infotech aufmerksam gemacht worden sein will. Der darauf folgende Prüfauftrag durch die personell erneuerte interne Revision habe bis Ende Juni 2009 gedauert. Dabei tauchte eine Erfolgsprämie über 300.000 Euro für MPA auf, was Schieszlers Abgang beschleunigte. (ung, gra, APA, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 1.9.2011)

Kommentar posten
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Gerhard Schwarz6
 
00
Sumpffära 2000-2007

Die ÖVP/FPÖ/BZÖ-Regierung erscheint retrospektiv tatsächlich das gewesen zu sein, worauf viele Indizien ihrer ehrlosen Amtszeit hinwiesen. eine gierige Räuberbande ohne Ethik und Moral. Aber alles stand in ihrem Programm - wir konnten es wissen: "privat ist besser als Staat". Privatisierungen und Ausgliederungen öffentlichen Eigentums haben AUSSCHLIESSLICH den Zweck, öffentlichesEigentum zu rauben (privo, lat. berauben). Wer etwas anderes behauptet, ist entweder strohdumm - oder ein Lügner.

Bran Van
00
ähm...

vom wohlfahrtsverlust der monopole haben sie nehm ich an noch nie gehört oder ? grundsätzlich ist eine privatisierung per se nichts schlechtes. was allerdings zum schlecht werden ist, ist der sachverhalt wie diese privatisierungen betrieben werden. sie dienen dem raubbau am staatseigentum damit sich die räuberbanden der "elite" des staates österreich die taschen noch voller stopfen können ...

fif
01
$278a

Wurde doch für sowas geschaffen, nicht wahr?

Mostbluzza
00
wäre für offene deklarierung

alle parteien sollten ein K führen in ihrem namen.

die fpk hat schon begonnen.
die sozialisten wärens gewöhnt von früher (kpdsu usw), also kspö
die övpk kommt einem auch gleich bekannt vor
die krünen ... auch sie werden sich dran gewöhnen, nur bissl subtiler und noch zuwenig gelegenheiten.

wen noch vergessen? alle eigentlich.

Physikus75
00
Man kann gar nicht so viel fressen, wie man kotzen möchte!

Gert Weihsmann
 
00
Die purpurnenen Flüsse, Vol 1: Umverteilung

Hochegger in einem Büro, wenn auch nicht in seinem. Vor ihm ein geöffneter Koffer mit lauter 500ern.

Hochegger (murmelnd): Als dann, das wären 72.000 Euro an den Reichhold für a neue Zuchtstier-Deckmaschin und ka Leistung. An heißn Dreissger fürn deppaten Gaugg, damit er sich seine Alkofahrer-Strafn und an neichn B-Führerschein leistn kann. Und die lumpige Million vom Lukits wink ma glei zum BZÖ durch. Tja, und i bleib wieder amal über. Mit drei oder vier andern Millionen. Wie das Leben so spielt.

Dr.Lion
00
Der Herr Hendlzüchter als Auftraggeber von Beratungsprojekten...

Zuviel MIST im Hendlstall !!!

Pablo Passo
08
Agentur für PR und Schmiergeld.

Wann wandert der Hochegger endlich in den Knast. Scheint ja der Leiter der Korruptionszentrale gewesen zu sein. Wie hieß doch sein Firma? Agentur für PR und Schmiergeld.

arbeitskreis denkfehler
02
Geht's den Politikern gut, geht's uns allen gut

Herr Schüssel! Geben sie auf! Sie sind umzingelt! Legen Sie ihr Unschuldsgesicht auf den Boden und kommen mit gesenktem Kopf vor das Tribunal. Es erwartet sie ein fairer Prozess als Hauptverantwortlicher! Leider ist ihre teure Porschefreundschaft als Verweser seiner selbst nicht mehr für uns greifbar! Kommen sie nur, Herr Schüssel, wir hören ihnen gerne zu!

otis b. driftwood
00

das würd dieser feige, selbstherrliche nichtsnutz nieeee machen.

Gobi Todic
01
Info für alle Leistungsträger

Drückt mal vorsorglich 5% Vermögenssteuern ab, denn anderswo gehts man mit Euch nicht so zimperlich um:

http://www.focus.de/politik/a... 66007.html

Schüssel Biograf Walter Moers
012

FPÖ-Politiker bitte in Dreierreihen aufstellen:

links: die Korrupten
rechts: die Wiederbetätiger
in der Mitte: die korrupten Wiederbetätiger

bitte nicht
05
ich komme mir schon vor wie armin thurnher ...

... aber ich schreibe den satz immer wieder:

warum ist hochegger nicht schon längst in u-haft?
wo, wenn nicht hier herrscht flucht- und verdunkelungsgefahr?

knallfrosch
00

hier herrscht keine fluchtgefahr mehr. er ist schon in brasilien.

http://derstandard.at/131302545... -Brasilien

Mostbluzza
00
was glaubens denn,

wenn der singt ... der steht unter naturschutz.

Quasselmodo
01
Im schwarzen Lager

geht halt die Angst vor der Unverdunkelung um ...

aereo
01

Diese Schmiergeldfritzen haben ja ein ganz anderes Rechtsverständnis. Sie 'stellen Kontakte her', 'lösen Probleme', 'eröffnen Geschäftsfelder', kurz sie geben sich selbst und anderen vor eine spezielle, oft notwendige, jedenfalls nützliche Art von Wirtschaftsleistung anzubieten.
Das funktioniert alles nur wenn an den Entscheidungsstellen Leute sitzen die sich bestechen lassen. In Ministerien, in staatsnahen Betrieben, in AGs

RAGE
01

die hühner vom reichhold dürften in den letzten jahren viel zum lachen gehabt haben. berater der
telekom austria bzw. berater in sachen raumfahrt bei magna. zwei kleinigkeiten sollten allerdings
noch abgeklärt werden : wer hat das geld wirklich
erhalten u. wurde alles ordnungsgemäß versteuert?
mfg

Quasselmodo
00
Wie war das

mit Hühnern und anfüttern?

zuschön
122
Dass ein unbedarfter bauernschlauer Bio-Landwirt

aus der Jörgl-Heimat geraume Zeit als Infrastrukturminister dieser Republik mit Festgeldanschluss dilettieren durfte, ist schon Schweinerei genug. Dem nicht genug, darf dieser A....dann bei Uncle Frank noch als Weltraumexperte finanziell abheben (wos woar sei Vorleistung als Minister?) um schließlich für ein paar Monate Sitzfleisch in der Vorstandsetage der schwer verschuldeten ASFINAG mit über 700.000,- im Gepäck zurück in die carinthische Wüste geschickt zu werden. Kotzen reloaded.

knallfrosch
02

das geld plus eu-agrarförderung würde ich gerne mal haben.

zuschön
00
wer nicht?

Auch die Agrarförderung, die Minister Berlakovich als Großbauer kassiert, ist nicht von schlechten Eltern: Laut Transparenzdatenbank (die's jetzt wohlweislich wieder offline gestellt haben) sind es schlappe 72.000 Euro.

Der Große von Gegenüber
03

Danke für die Schöpfung "Festgeldanschluß" ...

wumms
00
danke liebe redaktion!

der begriff "karriere-turbo" im sitelink ist echt passend... ;-) vollkommen erfasst! NUR SO - über schmiergeld - macht man karriere!
wie kommt ihr nur immer zu diesen treffenden werbelinks?

nachsatz: als firma würde ich HIER mit HR-management NICHT beworben werden wollen...

Ö V P
02

Sie lasen eine Werbeeinschaltung der Partei mit der Kompetenz für Korruption.

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