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Es gibt etliche sehr reiche Leute, die finden, dass sie und ihresgleichen mehr zahlen sollten. Warren Buffett in den USA etwa oder Hans Peter Haselsteiner in Österreich. Gerade in Österreich gibt es eine Reihe guter Gründe, über die Einführung einer Vermögenssteuer zu diskutieren: Arbeit ist hierzulande ungleich höher besteuert. Die Zeche zahlt die breite Mittelschicht.
Ohne eine Neiddebatte anzünden zu wollen, sei doch erwähnt, dass die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung in Österreich knapp zwei Drittel des Finanzvermögens besitzen. Der Vorschlag von Bundeskanzler Werner Faymann zielt aber ohnedies nur auf das reichste Prozent der Bevölkerung ab, auf jene Millionäre, die insgesamt ein Privatvermögen von 500 Milliarden Euro ihr Eigen nennen. Der vielzitierte Häuslbauer wäre ohnedies nicht betroffen.
Die pekuniäre Oberschicht soll ihren Beitrag leisten. Es geht nicht darum, sie auszuplündern oder ihr ihr Vermögen wegzunehmen. Es geht nicht um Klassenkampf. Es geht um Gerechtigkeit, um ein bisserl davon. Faymann hat einen Steuersatz von 0,3 bis 0,7 Prozent genannt. Das ist vertretbar, zumindest diskussionswürdig.
Die Eintönigkeit, mit der die ÖVP Nein sagt und sich als Lobby der Superreichen geriert, nervt. Die Einnahmen (500 Millionen bis zwei Milliarden Euro) könnten gut eingesetzt werden - im Bildungsbereich. Da hätten auch die Millionäre einen Beitrag geleistet, auf den sie stolz sein könnten. (DER STANDARD, Printausgabe, 1.9.2011)
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Die Diskussion greift ja viel zu kurz. Was passiert denn tatsächlich? Wie werden eine Fremdversorgergesellschaft und auch wenn unser Handels- und Zahlungsbilanzen noch das Gegenteil behaupten, wir produzieren unserer Waren und DL mit immer weniger Menschen, die immer schlechter bezahlt sind oder gleich im Ausland. Für immer mehr Schichten bedeutet das, dass sie "das System" ausspuckt, weil "es" keine Verwendung mehr für die hat. Die Zahl der Verlierer wird immer größer aber auf ihnen lastet aller Druck. Währenddessen wird aber immer Geld verdient. Noch nie zuvor war das BIP größer als heute - wir schwimmen im Geld. Die, die alles kassieren zahlen wenig Steuern. Lösung: Steuern für Euch rauf und bedingungslose Grundsicherung her = gerecht!
die europäische Linke will diese Vermögensteuern europaweit durchsetzen. Den Gerechtigkeitstineff können sich der Faymann und seine Propagandisten sparen. Da gibt es einen Masterplan. Und dieser Masterplan sieht vor, dass die Vermögensteuer eine Massensteuer wird. Und bitte : nicht immer nur im eigenen Safterl diskutieren. Schon ein Blick nach Deutschland erhellt vieles in der Diskussion.
Ist es möglich bestimmten Usern, die ich nicht direkt benachrichtigen kann, eine Botschaft zukommen zu lassen?
Und zwar mach ich mir ganz ehrliche Sorgen um den User "academius".
Kampfposten, politische Blindheit ist eines. Aber acadaemius hat wirklich massive Realitätsproblem.
mag auch damit zusammenhängen dass für den Einzelnen nicht wirklich sichtbar ist was damit passiert. Wäre zb garantiert dass damit Schulen besser ausgestattet werden so würde so mancher lieber höhere Steuern zahlen als wenn man das Gefühl hat mtdem Geld wird nichts wirklich sinnvolles gemacht.
Aber sicher, der ÖVP-Mittelstand beginnt ja bekanntlich bei einem Mindestvermögen von 1 Mio. €. Alle darunter sind minderwertige Proletarier, bemitleidenswerte Armenhäusler.
Und den Mittelstand wollen wir ja schonen.
Sollen doch die Proletarier schuften und blechen.
Wenn ich einen ÖVP-ler den Mund auf machen höre zum Thema Steuergerechtigkeit, wird mir regelmäßig schlecht, soviel Heuchelei und unverschämte Lügenpropaganda halte ich einfach nicht aus.
Mit unfreundlichen Grüßen,
ein Proletarier, der sehr hohe Steuern zahlt.
werden im Inland sowieso bereits besteuert (KESt, Wertzuwachsbesteuerung) und soweit sie im Ausland deponiert sind, interessieren sie unsere Regierenden - auch die SPÖ - nicht!!!
Was bleibt sind die Immobilien, deren Einheitswerte aus den 1970erjahren herrühren! Faymann ist uns bisher jede Antwort darauf schuldig geblieben, welche Vermögensgüter zu welchen Werten besteuert werden sollen und wer diese Steuer administrieren sollte.
Ein Finanzrechtler Doralt beispielsweise ist nicht apriori gegen höhere Steuern für Vermögende, aber die eklatante Konzeptlosigkeit der SPÖ löst überall Kopfschütteln aus. Nicht nur mich beschleicht wohl der Verdacht, dass man sich in der SPÖ selbst nicht ernst nimmt.
Da große Vermögen in aller Regel von anderen genutzt gegen Entgelt anderen zur Verfügung gestellt werden, aber niemand, kein Vermieter, kein Arbeitgeber, kein Produktionsbetrieb negative Renditen akzeptiert, zahlt die Steuer am Ende der Nutzer der Vermögen.
Im Betriebsbereich werden die geschützten Bereiche die Kosten direkt dem Konsumenten umhängen, in Wettbewerbsbranchen wirkt die Steuer als direkte Besteuerung von Investitionen, und gehen daher vor allem auf Kosten der Arbeitnehmer.
Vermögenssteuern sind ausgesprochen konservative Steuern. Die VP freut sich insgeheim darüber, dass die SP auf derartige Ideen verfallen ist, und versucht erst gar nicht dem Volk zu erklären worum es wirklich geht.
"Werner Faymann zielt aber ohnedies nur auf das reichste Prozent der Bevölkerung ab"
Vom reichsten Prozent wird er leider keine 500 Mio. abstauben, weil die bezahlen sich teure und kluge Köpfe, die das gegenüber braven Finanzbeamten zu verhindern wissen. Also reden wir von einem Schmäh oder man zielt doch auf das Gros der Sparbuch- und Einfamilienhausbesitzer.
Dass Herr Völker das nicht zu begreifen scheint, irritiert.
"Die Einnahmen (500 Millionen bis zwei Milliarden Euro) könnten gut eingesetzt werden - im Bildungsbereich."
nein, sondern damit sollten jene entlastet werden die das radl am rennen halten - also die breite mittelschicht. im bildungsbereich wären andere massnahmen zu diskutieren....
Lakoff, Wehling: "Auf leisen Sohlen ins Gehirn - Politische Sprache und ihre heimliche Macht", ISBN 978-3-89670-695-9
Lesen Sie es, ist schlüssig. Ist zwar auf amerikanische Verhältnisse (Übersetzung) bezogen, lässt sich aber sehr leicht umsetzen, da wir alle eh schon so halbe US-Amis sind. Dann haben Sie ihre Antwort.
Auch haben Sie dann die Bedeutung der Frage, ob Sie Ihr Baby, wenn es nachts schreit, hoch nehmen. (Dieser Check funktioniert tatsächlich und liefert überraschend oft korrekt (gegengeprüfte) Antworten)
nach dem Willen der ÖVP zahlt jener Glückliche, der den im Werbebanner angespriesenen Lottojackpot mit 4.7 Mio Euro knackt und sich daraufhin zur Ruhe setzt, in seinem ganzen restlichen Leben keinen Cent Steuern mehr. Wenn er dieses Geld (bzw. jenen Teil davon, der dann noch da ist) seinen Kindern vererbt, kann es sein, dass diese Kinder dann überhaupt ihr ganzes Leben lang keinen einzigen Cent Steuern zahlen. Man mag das für sich selbst erstrebenswert finden, aber ist das gerecht?
wenn sie 4,7 mio. im lotto gewinnen kaufen sie sich vielleicht ein haus. dafür sind 3,5 % grunderwerbssteuer sowie 20% umsatzsteuer zu bezahlen. notar, makler etc. kosten weitere 5-10 % vom immobilienwert. vielleicht kaufen sie sich auch ein neues auto. dafür sind 20 % umsatzsteuer sowie bis zu 16 % normverbrauchsabgabe zu bezahlen. während des betrtiebes des autos fallen natürlich motorbezogene versicherungssteuer und kraftfahrzeugsteuer an.
nur zwei kleine beispiele.
ja aber auch nur wenn er das geld unter der matratze liegen hat .....und jetzt rechnen'S ihnen nur die NOVA für ein g'scheites auto aus, mwst für einen hauskauf und rechnen'S nach wie lange sie lohnsteuer zahlen müssten (falls sie überhaupt eine zahlen) um auf diesen betrag zu kommen.
4.7 Mio kann man unter der Matzratze liegen lassen. Auch ohne jegliche Veranlagung können mehrere Generationen völlig steuer- und leistungsfrei von diesem Geld leben. Und NOVA, Mwst. usw. zahlt jeder, auch jemand, der das Geld, dass er für Haus und Auto braucht, steuerpflichtig erwirtschaftet hat. Das ist also kein Argument.
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