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vergrößern 600x399"Griffen Green": Ein Kärntner Vorzeigeprojekt, dem weitere folgen sollen.
Unter dem Projektnamen "Griffen Green" haben das zur ÖSW-Gruppe gehörende Kärntner Siedlungswerk (KSW) und die GriffnerHaus AG zwei Sozialwohnbauten in Griffen mit insgesamt 18 Wohnungen errichtet und kürzlich an die Mieter übergeben. Die Wohnanlage wurde unter den Gesichtspunkten des nachhaltigen Bauens realisiert, die Wände wurden etwa aus ökologischen Materialien wie Holz, Zellulose und Kork gefertigt.
"Unser neu entwickeltes Wandsystem G21 besteht die Bewährungsprobe und erfüllt sämtliche Anforderungen im Hinblick auf die thermische Hülle, die Bauphysik, die Energieeffizienz und den Schallschutz", so GriffnerHaus-CEO Thomas Lenzinger in einer Aussendung. "Mit einem U-Wert von 0,12 W/m²K besitzen die Wände nicht nur exzellente Dämmeigenschaften, sie tragen auch nachweislich zu einem gesunden Raumklima bei, weil der natürliche Feuchtigkeitsaustausch gewährleistet ist."
Wärmerückgewinnung
In einem Gebäude befinden sich sieben Wohnungen mit je 74 m² Wohnfläche, im anderen elf Wohnungen mit Wohnflächen zwischen 52 m² und 96 m². Alle Wohnungen verfügen über barrierefreie Zugänge, einen etwa acht Quadratmeter großen Balkon, einen Kellerraum und einen überdachten, begrünten Autoabstellplatz. Hinzu kommen gemeinsame Fahrradabstellmöglichkeiten und Müllsammelplätze.
Das Energiekonzept der Anlage beinhaltet eine kontrollierte Wohnraumbelüftung mit integrierter Wärmerückgewinnung von 85 Prozent der Lüftungswärme, wodurch der Heizbedarf auf 11,04 kWh/m²a reduziert wird. Alle Wohnungen sind mit Fußbodenheizung über eine Pelletszentralheizung ausgestattet.
Sonnenstrom
Eine 82 m² große Solaranlage kombiniert mit einer Photovoltaikanlage mit 5,52 kWp versorgt beide Gebäude mit Strom, Warmwasser und Wärme, die anderen drei Flachdächer sind begrünt ausgeführt. "Die Stromversorgung reicht aus, um den Energiebedarf der allgemeinzugänglichen Räume zu decken", erklärt Lenzinger. Überschüssiger Solarstrom wird in das öffentliche Netz eingespeist.
"Die erste Zusammenarbeit mit einem gemeinnützigen Bauträger ist ein Meilenstein in der 30-jährigen Unternehmensgeschichte", so Lenzinger. Der Geschäftsführer des Kärntner Siedlungswerkes, Klaus Wutte, sieht in dem Projekt "ein Musterbeispiel dafür, wie die Ziele der neuen Kärntner Wohnbauförderungen in der Praxis umgesetzt werden können - nämlich den Heizwärmebedarf zu reduzieren, alternative Energieträger zu nutzen und ökologische Bau- und Dämmmaterialien zu verwenden". Das Projekt entspricht den Angaben zufolge sowohl der neuen EU-Gebäuderichtlinie als auch den Kostenrahmen für den geförderten Wohnbau in Kärnten. (red)
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