ISS-Evakuierung

Versorgungspause könnte auch Ende der Raumstation bedeuten

31. August 2011, 14:31
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    foto: nasa/dapd

    Nach dem Absturz einer russischen Sojus-Rakete in der vergangenen Woche müssen drei Astronauten nach Informationen russischer Nachrichtenagenturen länger als geplant an Bord der Internationalen Raumstation bleiben. Auch eine völlige Evakuierung der ISS käme nach NASA- und Roskosmos-Angaben in Frage.

ISS-Programmmanager der NASA: Gefahr, die Station zu verlieren, sei "erheblich höher", wenn sie unbemannt sei

Washington - Das Aussetzen der russischen Versorgungsflüge zur Internationalen Raumstation hat die US-amerikanische Weltraumorganisation bisher nicht in allzugroße Aufregung versetzt, völlig gefahrlos ist die aktuelle Situation aber auch nicht, wie die Aussage des ISS-Verantwortlichen bei der NASA zeigt. Im schlimmsten aller möglichen Szenarien könnte es das Ende der Raumstation bedeuten, sollte der fehlende Nachschub eine Räumung tatsächlich notwendig machen. Die Gefahr, die Station zu verlieren, sei "erheblich höher", wenn sie unbemannt sei, warnte der ISS-Programmmanager bei der US-Raumfahrtbehörde, Michael Suffredini, am Montag.

Russland hält ISS-Evakuierung für möglich

Auch Russland hält nach dem Absturz seines Raumtransporters nun erstmals eine zeitweilige Verwaisung der ISS für möglich. Ein Übergang zu einem unbemannten ISS-Betrieb sei keine Gefahr, sagte der Vizechef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Vitali Dawydow, am Donnerstag. Er reagierte damit auf Angaben der NASA, wonach die ISS nach elf Jahren erstmals ohne Besatzung bleiben könnte. Grund hierfür ist die Panne mit dem unbemannten russischen Frachter Progress, der in der Vorwoche wegen der Fehlzündung einer Sojus-Trägerrakete abgestürzt war.

"Vielleicht ist in Zukunft kein dauerhafter Aufenthalt von Kosmonauten in Erdnähe mehr nötig", sagte Dawydow bei einer Videokonferenz. Die Frage werde derzeit auch in Russland diskutiert. Vielleicht sei es notwendig, zu einer früheren Technik für zeitweilige Einsätze im All zurückzukehren.

Zu Sowjetzeiten benutzte Moskau dafür nach Angaben der Staatsagentur Ria Nowosti die Saljut-Stationen, die auch die Möglichkeit eines autonomen Fluges boten. Die ISS hingegen ist als dauerhafter Außenposten der Menschheit im All angelegt. Sie soll aber wegen ihres Alters nach 2020 in einem Ozean versenkt werden.

"Keine System-Krise"

Dawydow wies Berichte zurück, wonach Russlands Raumfahrt in einer "System-Krise" stecke. Die Gründe für die jüngsten Misserfolge lägen nicht in der Konstruktion oder Produktionsmängeln. Schuld seien vielmehr organisatorische Probleme. "Es geht praktisch um menschliche Faktoren", sagte Dawydow. Nach Angaben von Roskosmos droht Russland auch nach der Pannenserie kein Verlust seiner internationalen Spitzenposition bei den Weltraumstarts.

Roskomos bestätigte die beschlossene Flugplanänderung für die bemannten Missionen. Die für den 8. September geplante Heimkehr von dreien der sechs ISS-Besatzungsmitglieder zur Erde wurde demnach auf den 16. September verschoben. Die Besatzung habe bereits mit dem Rückflugtraining begonnen, hieß es in Moskau. (red/APA)

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LinuxFanatic
00
12.1.2012, 00:26
Zum Thema: Kosten

Hauptsache man hat noch ausreichend Gelder für dämlichen Sportler - um sie von einer "Ultra-Mega-Super-Oben-Drüben" Mannschaft zu einer anderen dämlichen Mannschaft zu transferieren;
Oder ausreichend Gelder für den Kauf von irgendwelchen Kampfflugzeugen, die ihre Höchstgeschwindigkeit nicht einmal innerhalb unserer Staatsgrenzen erreichen können, ohne beim Nachbarn vorbei geflogen zu haben;
Oder ausreichend Gelder, um die Sparschweine der nicht spar-fähigen Griechen zu versorgen;
Oder ausreichend Gelder, um sinnlose Kriege zu führen - denn die Gegner sind ja nicht von Gattung Mensch, sondern Außerirdische...
Aber wenn es um Wissenschaft geht, dann muss es auf jeden Fall so kostengünstig und billig sein, wie nur möglich... *kotzsmiley*

Dr. Ehrlich
00
Soweit wird mans ja hoffentlich nicht kommen lassen.

In 2 Monaten soll eh schon der nächste Flug starten.

Hermine Berg
 
17
31.8.2011, 23:24
irgendwie ist das irre

2020 soll die iss schon wieder verschrottet werden, dabei war ein hauptargument fuer die letzten shuttle-fluege, dass die iss fertiggebaut werden musste.

dafuer, dass es das teuerste objekt ist, dass die menschheit je gebaut hat scheint es mir ziemlich unnuetz und auch nicht besonders inspirierend zu sein. ein bemannter marsflug waere da ganz was anderes gewesen - um dasselbe geld wahrscheinlich.

living reef
00
auf ebay versteigern ;-)

Turbinenreiter
04

eine liste aller ISS-Experimente: http://www.nasa.gov/mission_p... /List.html

die bohren da oben nicht in ihren nasen. das ist ein forschungslabor.

trollvottel
10

Viel davon wäre in unbemannten Satelliten möglich und dort billiger gewesen, soweit ich weiß.

Turbinenreiter
01

ich kapier' nicht warum so viele leute bei der raumfahrt über die kosten jammern.
es gibt firmen die im jahr den 3fachen umsatz machen als das gesamte ISS-projekt kostet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Inte... ion#Kosten

aber gut, spar' ma's ein. weil die grundlagenforschung muss bitte schon kosteneffizient sein.

Acheron2033
02
Nicht ganz die gleichen kosten

...die billigsten Marsflugszenarien sind immer noch erheblich teuerer wie die ISS :(
Standard Szenarien die ohne ISS als zwischenstopp und werkstatt auskommen sind sogar knapp 10mal so teuer angesetzt, und das ist dann wahrscheinlich immer noch nur ein Teil dessen, was es kosten könnte.

Hans Funkelfels
01
31.8.2011, 22:49

Wir brauchen unbedingt eine bemannte Raumstation als Plot-Device für unsere Kinofilme!

cantanto
00
31.8.2011, 21:15
Man will wohl den Raum um die Erde frei machen...

woifee 0.0
00
31.8.2011, 20:20

Nach 2020 wollens die wieder versenken? ist die überhaupt schon fertig? Warum sollte die nicht länger oben bleiben können?

ulenspygel
14
31.8.2011, 21:44

1. Degradation der Solarpaneele - die Leistung sinkt im Laufe der Jahre signifikant. Im All noch mehr als auf Erden.
2. Strahlungseinwirkung auf elektronische und Computersysteme - gibt mehr Defekte und Glitches.
3. wie bei einem alten Auto: da reisst ein Keilriemen, dort wird ein Schlauch undicht - rechts ranfahren und Pannendienst rufen ist dort nicht. Die Geschichte der Mir gibt beredtes Zeugnis, da wurde in der Endphase mehr repariert und geklempnert, als sonstige Tätigkeiten, die geplant waren - und Herr Viehböck kann da sicher aus der Schule plaudern.

Messier31
00
31.8.2011, 21:24

Man hat die Systeme vermutlich auf eine solche Lebensdauer ausgelegt.
Das heißt zwar nicht, dass dann gleich alles kaputt geht, aber gerade wenn sich Menschen dort befinden muss eine gewisse Ausfallsicherheit gewährleistet sein. Durch teure Wartungsarbeiten ließe sich die Raumstation sicher noch länger betreiben, aber beim jetzigen Etat, würde ich mal nicht damit rechnen...

ANNOnymus
00
31.8.2011, 16:46

Interessant das nicht einfach das ATV , die rolle übernehmen kann !

Protonenzerquetscher
00
31.8.2011, 16:49

Das ATV ist nicht gebaut, um Astronauten zur transportieren. Und "gerade" war heuer ein ATV auf der ISS.

Der 7. Zwerg von links
00
31.8.2011, 16:45

wenn man sie unbemannt zurück lässt, sollte man nicht vergessen abzusperren und die Alarmanlage einzuschalten ;)

Fairy Tail
16
31.8.2011, 20:00

Vor allem, wenn sie über Polen fliegt?

Der nächste Bundeskanzler
00
31.8.2011, 16:01

Die sollen halt mit dem SpaceShipTwo rauffliegen. Für letzten paar Meter tut es sicher auch eine Strickleiter.

Anu
 
00

Die Strickleiter müsste ca 300 km lang und mit einem möglichen SpaceShipThree erreichbar sein.

ANNOnymus
00
31.8.2011, 16:50
ist zwar nicht ernst gemeint aber :

Ist leider auch die Geschwindigkeit . Die ISS , ist fast so schnell wie die Voyager sonden unterwegs , nur eben im orbit um die Erde

Spaceship 2 ist ncith in der lage in den LEO zu kommen (wegen der geschwindigketi die es braucht um ihn halten zu können ) .

Was man da verkauft sind hopser in mikrogravitation , wobei es nicht die ISS mikrogravitation ist man wird vermutlich immer noch leichte auswirkungen der Gravitation spüren.

Lukas Chen
20
31.8.2011, 15:53
Schade, dass China ISS nicht teilnehmen darf

Weil die USA dagegen ist. Sonst kann China wohl helfen.

Gerry Mander
00
31.8.2011, 21:40
welches system können sie anbieten?

da kriegt man ja mit umgebauten minutemen mehr kilo in den niedrigen orbit - baujahr 1959.

Lukas Chen
00
Bemanntem Raumfahrtsystem

China hat das System ausser Rusland und den USA. Selbst Europa kann nicht einen eizigen Mann nach All schicken, ohne die USA oder USSR darum zu bitten.

Hans Funkelfels
00
31.8.2011, 22:20

ein chinese stellt sich auf den nächsten chinesen stellt sich auf den nächsten chinesen ...

sauereiter
00
31.8.2011, 22:37
das schafft

man auch mit einer größeren österreichischen landeshauptstadt+speckgürtel.

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