Burgenland

Schlepper auf A4 gestoppt: 18 Menschen in Kastenwagen gepfercht

31. August 2011, 11:52

Auf Fläche von 3,5 mal 1,8 Meter zusammengezwängt - Bis zu 4.000 Euro pro Person

Eisenstadt - Wieder ist ein dramatischer Fall von Schlepperei in Österreich aufgeflogen: Die Polizei hat Dienstag früh auf der Ostautobahn (A4) bei Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) kurz nach der Grenze zu Ungarn einen Flüchtlingstransport gestoppt. 18 Menschen waren in einem Kastenwagen gepfercht. "Unter den Flüchtlingen befanden sich auch eine schwangere Frau und ein achtmonatiges Baby", sagte ein Beamter.

Die 18 Personen sind unter unmenschlichen Bedingungen transportiert worden: Die Geschleppten mussten sich in dem Kastenwagen auf einer Fläche von 3,5 mal 1,8 Metern zusammenzwängen. Gestoppt wurden sie nach einer etwa vierstündigen Fahrt.

Bis zu 4.000 Euro pro Person

Im Durchschnitt haben die Flüchtlinge, irakische und türkische Kurden, 2.000 bis 4.000 Euro an eine Schlepperbande bezahlt. Zielländer waren Österreich, Deutschland und die Schweiz. Nach dem sich die 18 Personen in Subotica in Serbien getroffen hatten, wurden sie zunächst zu Fuß über eine grüne Grenze nach Ungarn gebracht. Dort mussten sie sich in den Kastenwagen drängen.

Gestoppt wurde die Tour bei einer Routinekontrolle im Burgenland. Der Pkw-Lenker kam wegen Verdachts der gewerbsmäßigen Schlepperei in U-Haft. Die illegalen Grenzgänger wurden nach Bestimmungen des Fremdenpolizeigesetzes festgenommen. (APA)

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16 Postings
LGL
11
überschlagsmässig gerechnet ist schon mit einer einzigen Tour der Kastenwagen bezahlt

und wieviele solcher Transporte gelangen täglich unentdeckt nach Österreich??? Da fliessen wohl ähnlich viele Gelder wie bei unseren Lobbyisten.

Ruskij
14
31.8.2011, 16:49
Was ich nicht verstehe:

die Leute bekommen genug Geld zusammen, um die Schlepper zu bezahlen. Eigentlich sollte das doch reichen, um ein Touristenvisum zu erlangen (http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_F... m_4.aspx).
Damit sollte es doch eigentlich möglich sein, in Folge unterzutauchen. Der Effekt ist der gleiche, aber das WIE ist eben der Unterschied.

Mathias Steinlaus
 
00
naja...

... leider steht in diesen Regionen beim Arbeitsamt kein internetfähiger PC herum, wo sich die Leute über die Gastländer umfangreich informieren könnten ....

prusiner
03
31.8.2011, 17:14
.. dann haben sie

ihr "Schutzgeld" nicht entsprechend gezahlt und dürften als Untergetauchte zusätzlich zu den Behörden noch Probleme mit den "Ausläufern" der Schlepperbanden kriegen

außerdem wird die Unwissenheit der Personen von den Schleppern gnadenlos ausgenutzt; noch ein Grund mehr, dass es einfach nicht erfolgreich sein darf, per Schlepper in ein Land zu kommen.

fahrenheit 451
07
31.8.2011, 14:16
110 zufallsfunde innerhalb

einer woche. die schengengrenze ist schon bombensicher.....

schniggschnagg
 
00
Als Österreich...

...die Außengrenze war hat man über die Ungarn und Slowenen geschimpft, weil die nicht gscheit kontrollieren. Und jetzt wo die Schengengrenze weiter weg ist, schimpft man über die Ungarn, weil's (noch immer) nicht gscheit kontrollieren.

Haben's Zahlen bei der Hand? Wieviel Schlepper hat man in Österreich erwischt als Österreich die Außengrenze kontrollieren mußte vs. heute?

schwammerlbrocker
00
31.8.2011, 13:56
Der Fahrer hat nichts davon gewusst und ist

sicher aus allen Wolken gefallen.

Markus138
132
31.8.2011, 13:50

und wie ich österreich kenn werden die 18 personen abgeschoben als, dass man ihnen hier eine möglichkeit gibt ein besseres Leben zu starten..

Aussteiger1
310
31.8.2011, 14:06
Nein nein, die haben es geschafft!

Die bekommen bei uns alle eine Gemeindewohnung sowie 760 Euro Mindestsicherung!

hedonis44
00
31.8.2011, 18:36

stimmt so nicht :-(

prusiner
19
31.8.2011, 13:58
per Schlepper in´s Land zu kommen

darf einfach nicht erfolgreich sein, das treibt die kriminelle Schlepperindustrie nur noch weiter an; jeder der es schafft, irgendwie durchzukommen und möglicherweise dann noch Geld nach Hause zu schicken, fördert dieses Unwesen weiter

Montgomery McFerryn
01
31.8.2011, 13:32

Könnte man die Schlepper nicht mal etwas einsperren, im Moment wirkt es so wie wenn sie einfach nur befragt würden und dann gleich ihr Auto wiederbekommen damit sie die nächsten holen können.

mrheli
11
31.8.2011, 13:08

Für was gibt es eigentlich noch Schlepper nach Österreich? Da kann man sowieso frei über die Grenze gehen, kontrolliert sowieso fast nie jemand.

Viel Platz zwischen blau und grün!!
00
31.8.2011, 13:07
Wenn man ein besseres Angebot macht...

...als die Nachbarn, werden Interessenten kommen.
Will man keine Interessenten, sollte man auch keine Angebote machen.

Hellcat
72
31.8.2011, 12:24
Langsam wird es eng

Traiskirchen ist bis zum letzten Platz belegt, der Asylwerberansturm aus Polen, Ungarn, Griechenland und Italien ist so gross wie schon lange nicht.
Man könnte fast glauben, die Anwesenheitspflicht treibt noch mehr Asylwerber Richtung Österreich.

Ernst Kratochwil
14
31.8.2011, 13:39
....Man könnte fast glauben, die Anwesenheitspflicht treibt noch mehr Asylwerber Richtung Österreich.

Das wird eher damit zusammenhängen, dass der Migrationsdruck generell in den nächsten Jahren zunehmen wird.

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