Auf Fläche von 3,5 mal 1,8 Meter zusammengezwängt - Bis zu 4.000 Euro pro Person
Eisenstadt - Wieder ist ein dramatischer Fall von Schlepperei in Österreich aufgeflogen: Die Polizei hat Dienstag früh auf der Ostautobahn (A4) bei Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) kurz nach der Grenze zu Ungarn einen Flüchtlingstransport gestoppt. 18 Menschen waren in einem Kastenwagen gepfercht. "Unter den Flüchtlingen befanden sich auch eine schwangere Frau und ein achtmonatiges Baby", sagte ein Beamter.
Die 18 Personen sind unter unmenschlichen Bedingungen transportiert worden:
Die Geschleppten mussten sich in dem Kastenwagen auf einer Fläche von 3,5 mal
1,8 Metern zusammenzwängen. Gestoppt wurden sie nach einer etwa vierstündigen
Fahrt.
Bis zu 4.000 Euro pro Person
Im Durchschnitt haben die Flüchtlinge, irakische und türkische Kurden, 2.000
bis 4.000 Euro an eine Schlepperbande bezahlt. Zielländer waren Österreich,
Deutschland und die Schweiz. Nach dem sich die 18 Personen in Subotica in
Serbien getroffen hatten, wurden sie zunächst zu Fuß über eine grüne Grenze nach
Ungarn gebracht. Dort mussten sie sich in den Kastenwagen drängen.
Gestoppt wurde die Tour bei einer Routinekontrolle im Burgenland. Der
Pkw-Lenker kam wegen Verdachts der gewerbsmäßigen Schlepperei in U-Haft. Die
illegalen Grenzgänger wurden nach Bestimmungen des Fremdenpolizeigesetzes
festgenommen. (APA)