Blaue Erdäpfel senken Blutdruck

  • Blaue Erdäpfel sind nicht nur ein optischer Aufputz.
    foto: apa/ulrich perrey

    Blaue Erdäpfel sind nicht nur ein optischer Aufputz.

Farbige Früchte und Gemüse enthalten viele sekundäre Pflanzenstoffe

Denver - Blaue Erdäpfel können Übergewichtigen dabei helfen, ihren Blutdruck zu senken. Das zeigt eine Untersuchung von Forschern um Joe Vinson von der Universität Scranton (US-Staat Pennsylvania), die am Mittwoch auf einem Kongress der American Chemical Society vorgestellt wurde.

Demnach konnten übergewichtige Menschen, die einen Monat lang regelmäßig die blauen Knollen verspeisten, ihren Blutdruck nachweislich leicht senken. Bluthochdruck kann eine Reihe von Organen in Mitleidenschaft ziehen, wie etwa das Herz, Nieren, Gehirn und Augen.

In der Studie wurden 18 vorwiegend übergewichtigen Patienten mit Bluthochdruck einen Monat lang blaue Erdäpfel auf den Speiseplan gesetzt. Sie sollten die blauen Exoten essen, weil farbige Früchte und Gemüse besonders viele sekundäre Pflanzenstoffe beinhalten, so die Forscher. Diese Stoffe besitzen einen gesundheitlichen Mehrwert, indem sie beispielsweise als Radikalfänger wirken. Die Teilnehmer verspeisten zweimal am Tag sechs bis acht der golfballgroßen Knollen mit Schale. Die Erdäpfel wurden ohne Öl in der Mikrowelle zubereitet.

Keine Pommes frites und Chips

Während der Studie maßen die Forscher sowohl den systolischen, wie auch den diastolischen Blutdruck. Das Ergebnis: Durch die Kartoffelkur wurde der systolische Blutdruck im Schnitt um 3,5 Prozent, der diastolische um 4,3 Prozent gesenkt. Zudem nahm keiner der Teilnehmer an Gewicht zu.

"Der Erdapfel hat vermutlich mehr als jedes andere Gemüse einen unverdient schlechten Ruf, der dazu geführt hat, dass viele gesundheitsbewusste Menschen sie von ihrem Speiseplan gestrichen haben", sagte Vinson. Liebhaber von Pommes frites und Chips könnten sich allerdings nicht über die Ergebnisse freuen: Denn die hohen Temperaturen, bei denen die Produkte hergestellt werden, zerstören einen Großteil der gesunden Inhaltstoffe, so die Forscher. Zurück blieben vor allem Stärke, Fett und Mineralien. (APA)

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