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Die Kritik ist nicht neu: Österreich solle mehr Geld für Entwicklungszusammenarbeit ausgeben, sagt auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), berichtet das Ö1-Morgenjournal. Sie unterstützt damit die Forderung, die Bundespräsident Heinz Fischer beim "Nachbar in Not"-Aktionstag in der Vorwoche aufgestellt hat.
Österreich ist Spezialfall
Fischer hat daran erinnert, dass Österreich vom UNO-Ziel, 0,7 Prozent der Wirtschaftsleistung für Entwicklungshilfe auszugeben, weit entfernt ist - eine Kritik, die auch OECD-Entwicklungshilfe-Expertin Jolanda Profos teilt. Als EU-Mitglied habe sich Österreich dazu verpflichtet, dieses Ziel bis 2015 zu erreichen. Im Jahr 2010 seien aber nur 0,32 Prozent gewesen, heuer werde diese Zahl auf 0,3 Prozent sinken. Österreich gehöre damit klar zur unteren Hälfte der OECD-Geberländer, obwohl es zu den wohlhabendsten Ländern gehöre. Die vergleichbaren Länder Schweden, Norwegen, Dänemark, Niederlande und Luxemburg hätten das Ziel von 0,7 Prozent schon erreicht. "Einen Erhöhung wäre deshalb angemessen", so Profos.
Nur kleiner Teil geht in Entwicklungsprogramme
Dabei sei Österreich ein Spezialfall, weil zwei Drittel der Mittel in die Entschuldung fließen, aber auch in anrechenbare Flüchtlingshilfe und indirekte Studienplatzkosten. Nur ein kleiner Teil gehe in konkrete Entwicklungsprogramme - damit gehört Österreich zu den Schlusslichtern der Entwicklungszusammenarbeit. Diese Mittel sollen bis 2014 aber noch weiter sinken - von derzeit 100 auf 70 Millionen Euro. Versprechungen, dass die Mittel nach 2014 wieder steigen sollen, steht die OECD skeptisch gegenüber: Die seien erst glaubhaft, wenn Österreich einen Terminplan für jedes Jahr vorlegen könne.
"Es geht nicht nur darum, ein Versprechen zu halten", appelliert die OECD-Expertin. In der Entwicklungszusammenarbeit könnten sich kleinere Länder politisch profilieren und "glänzen", so Profos: "Prominentere Geben haben mehr Einfluss auf dem internationalen Parkett."(red, derStandard.at, 31.8.2011)
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...in der der Hungertod von Millionen als eines der größten humanitären Verbrechen der Menschheitsgeschichte betrachtet werden wird. Und diesmal kann niemand sagen, er hätte es nicht gewusst! Wir müssen ja nicht gerade die ganze Welt heute, jetzt gleich, retten, aber versuchen wir doch dort, wo die Not am größten ist, effektive unde effiziente Hilfe zu leisten.
Kostet die Entschuldung nichts?
Warum wird so getan als wäre das kein Aufwand?
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'...2010 seien aber nur 0,32 Prozent gewesen, heuer werde diese Zahl auf 0,3 Prozent sinken. [...]
Dabei sei Österreich ein Spezialfall, weil zwei Drittel der Mittel in die Entschuldung fließen, aber auch in anrechenbare Flüchtlingshilfe und indirekte Studienplatzkosten. Nur ein kleiner Teil gehe in konkrete Entwicklungsprogramme...'
Und wenn ich mir die dafür zuständigen Ressortverantwortlichen wie Spindelegger, Fekter aber auch Faymann ansehe, wird das noch schlimmer und auf internationaler Ebene peinlicher werden, da die ja weiter kürzen und _ausschließlich_ auf eigennütziger Wirtschaftsförderung ausgerichtet sind.
Ja, normalerweise kommen bei solchen Artikeln dann irgendwann die "passt schon so, warum sollen wir anderen Geld geben, wir brauchens ja selber" Postings.
Ich bin selbst in der Entwicklungshilfe taetig und geniere mich schon seit Jahren fuer Oesterreichs mangelnde Leistung und Bereitschaft mehr zu zahlen - abgesehen davon, dass das Meiste eben in Entschuldung etc. geht. Anscheinend ist es bei den Zustaendigen noch nicht angekommen, dass mehr Entwicklungshilfe auch positiv fuer Oesterreich sein kann, zusaetzlich zu der Tatsache, dass man mehr Solidaritaet mit denen zeigt, denen es weniger gut geht.
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