Tierhaltung

Vorarlbergs Schweine sollen es besser haben

1. September 2011, 13:29
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    foto: apa/fohringer

    Um die Lebensbedingungen des beliebtesten Fleischlieferanten - des Schweins - ist es schlecht bestellt. Fleischmarkenpläne wie in Vorarlberg stoßen bei Tierschützern aber auch auf Skepsis.

Das Bundesland geht mit gezieltem Förderungsplus und Markenschweinefleisch gegen tierquälerische Sauenhaltung vor

Bregenz/Wien - Kein Auslauf, kein Frischwasser, Vegetieren im eigenen Kot - die Dokumentation von Tierschützern über tierquälerische Schweinehaltung in Vorarlberg hat die Landesregierung wachgerüttelt. Zwei Wochen, nachdem der Verein gegen Tierfabriken (VGT) 22 Betriebe angezeigt hatte, präsentierte Landesrat Erich Schwärzler (VP) die Ergebnisse der Amtskontrollen: 13 Betriebe wurden angezeigt, einer geschlossen. Sechs Betriebe wiesen keine Mängel auf, sie halten die Mindestnormen ein.

Diese Normen des Tierschutzgesetzes würden artgerechter Tierhaltung jedoch widersprechen, kritisiert Landesveterinär Erik Schmidt. Er fordert die "Kennzeichnungspflicht der Tierhaltung": Die Konsumenten müssten informiert werden, wie das Tier, dessen Produkte sie kaufen, gehalten wurde - so wie es bei Eiern bereits der Fall ist.

"Die Konsumenten brauchen Sicherheit", sagt auch Landesrat Erich Schwärzler, "und die Bauern Perspektiven." Da den Ländern die Tierschutzkompetenz vom Bund "weggenommen" wurde, sei der Handlungsradius jedoch eng. "Dabei haben wir als erstes Bundesland die Käfighaltung von Hühnern verboten."

Mehr Geld für "Tiergerechte"

Nun will Schwärzler durch Erhöhung der Förderung Investitionen in tiergerechte Schweinehaltung vorantreiben. Damit meint er Gruppenhaltung, Stroheinstreu, Verzicht auf Vollspaltenböden sowie auf Kastration ohne Betäubung: Die auf Bundesebene schwer umstrittenen, käfigartigen Kastenstände (siehe Artikel unten) erwähnt er nicht. Konventionelle Betriebe sollen um zehn Prozent, Biobetriebe um 15 Prozent mehr bekommen. Bei Stallneubauten werden Vollspaltenböden verboten.

Ende des Jahres will Kammerpräsident Josef Moosbrugger ein Konzept zur Einführung einer Marke für Vorarlberger Schweinefleisch vorlegen. Steige der Handel ein und bezahle faire Preise, wäre das Label eine Überlebenschance für die Bauern.

Doch von Vorarlbergs Grünen kommt Kritik. Klubobmann Johannes Rauch vermutet eine "Marketinggeschichte". Und auch VGT-Obmann Martin Balluch meldet, trotz prinzipieller Zustimmung zum Vorarlberger Vorstoß, Skepsis an: "Bei Schwärzlers Förderungskriterien fehlt das Kastenstandverbot."

Eingemahnt

Letzteres wurde vergangenen September von der Volksanwaltschaft eingemahnt. Doch bis Mitte Juli konnten sich Gesundheits- und Landwirtschaftsministerium nicht auf eine neue Tierhalteverordnung einigen, die - laut Gesundheitsministeriumsentwurf - die Nutzung von Kastenständen fast gänzlich abschaffen soll.

"Ich musste der Volksanwaltschaft auf Frage mitteilen, dass ein Kompromiss nicht absehbar ist. Der Ball liegt jetzt dort", sagte Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) am Dienstag zum Standard. "Stöger hat die Verhandlungen mutwillig abgebrochen", widerspricht eine Sprecherin von Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP). Beobachter gehen davon aus, dass die Volksanwaltschaft jetzt Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof einlegen wird. (Jutta Berger, Irene Brickner/DER STANDARD-Printausgabe, 31.8.2011)

Kommentar posten
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fuerTiere
00
16.9.2011, 10:24
Massentierhaltung

Über 90% der Tiere, die wir essen, kommen aus der Massentierhaltung. Dort werden sie in Käfige gepfercht oder zu Tausenden in Hallen ohne Fenster gesperrt und sie verletzen sich gegenseitig vor Panik. Viele verenden schon vor der Schlachtung. Massentierhaltung ist der pure Horror für Tiere.

kopernicus
12
Tierqual-Minister Berlakovich soll zurücktreten

Solange die Menschen durch die AMA Gehirnwäsche-Werbung gezielt desinformiert werden und damit ein völlig falsches Bild der Nutztierhaltung in den Köpfen der Bevölkerung geschaffen wird, solange wird sich an den furchtbar grausamen Zuständen nur wenig ändern.
Daher finde ich es mehr als wichtig, dass endlich die Medienlandschaft bereit ist, diese unerträglichen Mißstände aufzuzeigen um den Leuten zu demonstrieren, was sie da essen.
Die Verantwortung für diese tierqälerische Haltung darf man nicht NUR auf Bauern oder Konsument_innen abwälzen, die Hauptverantwortung trägt noch immer der ÖVP Landwirtschaftsminister Berlakovich, der seine Bauern beim Gesetzesbruch sogar noch unterstützt.
Ich fordere daher : Berlakovich soll zurücktreten!!

sir osis of liver
 
00
20.9.2011, 15:17

der nicki ist nicht für die bauern, sondern für die grossbetriebe - meist immer noch in aristo-hand, die sich eine goldene nase mit der schweinezucht verdienen, und auch ordentlich eu-kohle kassieren (so wie nicki auch).
der "gewöhnliche" bauer, z.b. mein nachbar im weinviertel, nebenerwebswinzer, bekommt im jahr rund 900 € förderung.
die grosskassierer sind hardegg, liechtenstein, etc.

kopernicus
01
Für ein KASTENSTANDVERBOT

Mit wenigen Mausklicks können sie zu diesem Thema eindeutig Stellung beziehen.

BITTE nehmen sie sich die Zeit dafür.

WEGSCHAUEN IST KEINE LÖSUNG!

http://www.vgt.at/actionale... /index.php

das dritte ohr
01
Landesveterinär Erik Schmidt zieht in die richtige Richtung, aber

nicht fest genug. Ich hoffe, dass das ganze österreichweit kräftig diskutiert wird, da Gesetzesänderungen im Tierschutz Bundessache sind. EU weite Änderungen wären anzustreben. Und ein momentan nicht durchsetzbares EU-Importverbot von Fleisch aus Ländern mit niedrigeren Standards wäre meine Wunschvorstellung...

dr mike
00
31.8.2011, 16:19
Zur Überschrift

Bekommen Vorarlbergs Politiker noch höhere Bezüge und mehr Urlaub ?

erkelteter tiger
62
31.8.2011, 13:37
hört doch auf

grillitsch, bauernbundchef-hirni, sagt doch ganz schlüssig,
wenn wir nicht selber unsere tiere bis auf die knochen quälen, tun das die hinterhältigen ausländer,
und diesen spaß will sich kein övp-funktionär entgehen lassen

walter helfmann
00
31.8.2011, 18:10
die schweine in oö sind auch nicht besser

dran.

Herzerzog Johann
24
31.8.2011, 12:50
Doch eines Tages ...

... laufen die Schweine plötzlich alle auf zwei Beinen und tragen Kleidung, was den sieben Geboten des Animalismus zu widersprechen scheint. Aber auf der Scheune steht plötzlich nur mehr ein einziges Gebot: „Alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher." [George Orwell]

derElch
11
31.8.2011, 13:31

Und vor der Wiener Scheune steht die Pallas Athene.

DER BUKARESTER
00
31.8.2011, 12:00
Reden wir ueber die FPOe Vorarlberg?

Bekka
 
00
31.8.2011, 11:47
Vorarlbergs Schweine sollen es besser haben

entschuldigung, aber bei dem titel ist mir spontan eingefallen: was? in vorarlberg wurde blau/orange bisher auch "ausgegrenzt"?

Lady Liberty
230
31.8.2011, 11:45
Wenn bestehende EU Gesetze verletzt wurden,

muss das natürlich verfolgt werden.

Grundsätzlich haben Schweinen in der EU mehr Platzanspruch, als Passagiere auf Economy Class Flügen.

earlofcarinthia
03
31.8.2011, 18:23

du hast wohl an festen klescha in deiner Batterie

Lady Liberty
00
31.8.2011, 19:13
Danke,

ich liebe Dich auch!

adabei1001
02
31.8.2011, 16:50

ihr nick passt aber wenig zu ihrer meinung.

Lady Liberty
00
31.8.2011, 17:28
Ich bin für jeden Vorschlag offen,

Welcher Nick würde Ihrer Meinung nach zu meiner Meinung passen?
Bitte um Vorschläge!

knuuuut
01
31.8.2011, 15:34

und?
zwingt sie wer, in ein flugzeug zu steigen? nein. zwingt wer die schweine dazu, in den verdreckten ställen ihr leben zu verbringen? ja.

mehr zu ihrem post zu sagen verhindert meine gute erziehung und die zensi.

Lady Liberty
00
31.8.2011, 15:56
ja, meine auch

knuuuut
01
31.8.2011, 17:43

SIE haben keine gute erziehung genossen, sonst hätten sie dieses post nicht geschrieben.

erkelteter tiger
03
31.8.2011, 13:28
hast das bei eine bauernfunktionärstroll-sitzung gelernt

Lady Liberty
00
31.8.2011, 14:36
ja,

dort wo du studiert hast.

Illudure
09
31.8.2011, 12:02

bitte bedenken sie das ein schwein sein gesamtes leben auf so einen kleinen raum führen muss

Lady Liberty
70
31.8.2011, 14:09

bitte bedenken Sie auch, dass jährlich über 2000 Menschen an sogenannten "Economy Thrombosen" sterben.

A007
12
31.8.2011, 22:52

Vielleicht sollten Sie sich zu den Schweinen gesellen, wenn Sie glauben, dass sie mehr Platz als Passagiere der Economy Class haben.

Was Sie nicht bedacht haben. Die Schweine müssen ihr ganzes Leben zusammengepfercht verbringen. Ein Flugzeugpassagier hat sein Verkehrsmittel aber selber ausgewählt.

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