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Ursula Strauss in ihrer Rolle als TV-Kommissarin Angelika Schnell in der ORF-Serie "Schnell ermittelt".
"Es ist oft so, dass Leute beim Drehen sagen, dass ich mit meiner Vorausbildung am Filmset genau richtig bin." Die Schauspielerin Ursula Strauss hat nicht nur am Volkstheater Wien Schauspiel gelernt, sondern ist auch ausgebildete Kindergartenpädagogin. Am Filmset gehe es um "den Umgang mit Menschen und um Zugänge zu den Menschen und das Leben im Allgemeinen", erklärt Strauss den Zusammenhang zwischen ihrer jetzigen Arbeit und dem, was sie in der Schule gelernt hat.
Familientradition Stiftsgymnasium
Vor ihrer Ausbildung als Kindergartenpädagogin hat die Niederösterreicherin das Stiftsgymnasium Melk besucht. Auch heute gehen ihre Nichten und Neffen in diese Schule. "Das ist schon eine Familientradition", so die Schauspielern. "Ich habe beide Schulen gemocht. Immer zu der Zeit, in der ich dort war, war das genau das richtige. Ich habe viel Glück gehabt auf meinem Schulweg", sagt Strauss. Nach eigenen Angaben war sie eine "mittelmäßige Schülerin". Nur in Mathematik war sie schlecht: "Das war mir immer zu stressig."
Berufswunsch Kindergärtnerin
Sie hat sich für die Bakip (Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik) entschieden, obwohl sie "tief drinnen" schon immer gewusst habe, dass sie Schauspielerin werden wolle. "Ich habe mir auch gedacht, Schauspielerin, das wird nichts werden. Wie soll das funktionieren? Ich liebe Kinder und das war eine Zeit lang ein realer Berufswunsch", sagt sie heute. Außerdem wollte sie nicht nur die Matura machen, sondern nach der Schule eine fertige Berufsausbildung haben.
Fähigkeit zur "Herzensbildung"
Davon, dass die Ausbildung für KindergartenpädagogInnen demnächst akademisch wird, hält Strauss nicht viel. "Ich finde, das ist die falsche Richtung", so die Schauspielerin. Sie hätte sich am Ende ihrer Schulzeit "absolut befähigt gefühlt" Kindergärtnerin zu sein. Die Fähigkeit zur "Herzensbildung" eines Kindes - wie sie es nennt - sei wichtiger, als die Fähigkeiten in Mathematik. "Wenn man kein Interesse hat am Herz eines Menschen und an der Seele eines Menschen, dann bringt einem die ganze akademische Ausbildung recht wenig", glaubt Strauss.
"Der Lehrer ist ein Weiser"
Sie selbst mochte in der Schule die Fächer Geschichte, Biologie und Pädagogik am liebsten. Das lag aber weniger an den Lehrern, als am Interesse für das Fach. Trotzdem glaubt Strauss, dass ein wirklich guter Lehrer auch das "blödeste Fach zu einem interessanten machen kann". "Der Lehrer ist ja ein Weiser, der Wissen weitergibt. Das vergessen die meisten."
"Hysterische" Mädchenklasse
Die Klasse der Schauspielerin besuchten ausschließlich Mädchen. "Das war sehr anstrengend, weil man natürlich total hysterisch wird", sagt Strauss. "Für mich war der Umgang mit Männern trotzdem etwas Normales", sagt sie. Sie ist mit drei Brüdern aufgewachsen. Strauss hält nichts davon, Mädchen und Burschen getrennt voneinander zu unterrichten. "Es kommt darauf an, wie man damit umgeht und wie der Lehrer den Schülern gerecht wird. Ich glaube, das kann sich gegenseitig beflügeln, wenn man weiß damit umzugehen".
In welche Schule sie ihre Kinder heute geben würde, weiß Strauss nicht. Sie hofft auf "sinnvolle Reformen", die das Schulsystem so ändern, dass jetzt Spekulationen über die Schule ihrer zukünftigen Kinder nicht sinnvoll sind. Falls sie jedoch am Land lebt, könnte sie sich vorstellen, dass sie die Familientradition weiterführt und auch ihre Kinder auf das Stiftsgymnasium Melk gehen. (Lisa Aigner, derStandard.at, 2.9.2011)
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sind schon unsere Kinder! Es muss Scluss sein damit, dass Erwachsene ständig meinen, Kinder sind ja noch nicht so toll - weil sie haben ja noch kein "Wissen"! Statt (reinem abrufbaren, nicht verwenbaren) Wissen brauchen WIR ALLE Bildung, und zwar LEBENSbildung! Um den gesamte Bildungsweg so zu gehen, wie er uns und unserer Gemeinschaft guttut, brauchen wir die entsprechende Basis. Die gibt es - natürlich nach der hauptsächlich liebedominierten Familie - eben im "Kindergarten" (Krippe/Krabbelstube/Kindergruppe/Kindergarten)! Wenn PädagogInnen "nur" lieb sind, werden Kinder nicht genügend für ihre Bildungskarriere gestützt.Auch Mathe beginnt viel früher-(z.B. Legospiel), Schreiben mit Bewegung und "kritzeln"...
Liebe zu den Kindern ist die eine Seite, wissende Förderung die andere. Ersteres hat "man“ oder hat man nicht. Zweiteres muss gelernt sein. Was aber an den BAKIP’s weder gelehrt wird noch gelernt werden kann. Entwicklungs- und Bildungsprozesse müssen angeregt und gezielt unterstützt werden – das gelingt nur auf profundem eigenen Wissenshintergrund.
Im Zentrum der Professionalität steht nicht das wissenschaftliche Wissen, sondern die daraus erwachsende Fähigkeit zur individuellen Auslegung und Deutung von Situationen.
Es ist hoch an der Zeit, neben der (noch immer nicht erfüllter) Quantität in der Kindergarten-/Elementarpädagogik auch zeitgerechte Qualität zu ermöglichen!
die üblichen Versatzstücke wie "Herzensbildung" usw., die in Wirklichkeit völlig im argen liegt, die man als B, C, oder F-Promi in einem Eliteoprivatgymnasium halt als schick empfindet. Ich kann mir die ganze Herzensbildung in die Haare schmieren, wenn ich keinen Beruf bekomme, weil ich nicht rechnen kann. und weil - im Gegensatz zu Ihnen - mich niemand in meinem Umkreis mich in ein Elitegymasium haben will.
Beides wäre für ALLE wichtig!!!
A, B, C oder X, Y Promi is auch völlig egal, was ja meist selbsterannt istund völlig bedeutungslos, vor allem wenn man sich auch zum BildungsexpertIn berufen fühlt. Sie möge es doch vorzeigen, wie man das alles verbessern kann, gscheit von der Loge daherreden kann jeder...
trotzdem ist aus ihr etwas geworden
es ist erstaunlich, wieviele hierzulande entblödet ihre mathematikfünfer wie orden vor sich hertragen, statt zu verschweigen, dass sie kaum schlussrechnen können
eine wohltat Ihre Stellungnahme. Die Sauerei dabei ist, dass unseren Kindern, die jetzt mit Mathe evtl. Probleme haben ein Strick gedreht wird - siehe PISA, Bildungsstandards. Ich war auch nicht gut in Mathe, habe aber wie ein Irrer dagegen angekämpft und schweige dazu. es gibt nämlich nichts Schöneres, nichts Ästhetischeres wie mathematische Gedankengänge, womit wir wieder bei der Kunst wären, nicht zufällig haben Musik und Mathematik viel miteinander zu tun
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