Telekom-Novelle: Mindestlaufdauer von Erstverträgen wird begrenzt

30. August 2011, 13:44

Auf Wunsch kostenlose Papierrechnung - Infos über Download-Limit

Der Ministerrat hat am Dienstag, eine Novelle zum Telekommunikationsgesetz beschlossen, die für Konsumenten mehr Rechte in Bezug auf ihre Telefon-Verträge und besseren Schutz vor überhöhten Rechnungen bei Telefon- und Datendiensten bringen soll. "Mit der Novelle wollen wir deutlich mehr Sicherheit für die Konsumenten schaffen", erklärte die zuständige Infrastrukturministerin Doris Bures.

Überraschungen

Jährlich beschweren sich mehr als 4.400 Konsumenten bei der Rundfunk- und Telekom-Regulierungsbehörde (RTR) über hohe Rechnungen, die häufig auf das unbemerkte Überschreiten des Datendownload-Limits zurückzuführen sind. Bures will diese "bösen Überraschungen" verringern und den Kunden mehr Sicherheit und Rechte zuerkennen.

Die RTR soll mit der Novelle die Möglichkeit bekommen, die Betreiber per Verordnung zu verpflichten, ihren Kunden kostenlos wirksame Kontrollinstrumente zur Verfügung zu stellen. Etwa, dass diese informiert werden müssen, wenn sie an ihr Download-Limit gelangen oder volle Kostenkontrolle erhalten. Auf Wunsch des Kunden soll auch eine Sperre von Datendiensten ermöglicht werden, etwa um Kinder an übermäßigem Datendownload zu hindern.

Zwölf Monate

Die Mindestlaufdauer der Erstverträge wird künftig auf höchstens 24 Monate begrenzt. Zudem muss jeder Betreiber zumindest einen Vertrag anbieten, der auf maximal zwölf Monate beschränkt ist. Kunden sollen weiters zwischen einer elektronischen und einer kostenlosen Papierrechnung wählen können. Für Rechnungen gibt es künftig eine einheitliche Einspruchsfrist von drei Monaten, derzeit gibt es keine gesetzliche Regelung für Mindestfristen. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 27
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feider70
00
31.8.2011, 10:22

ist nicht 24 Monate ohnehin schon Standard? Wenn es bei höchstens 24 bleibt, wird die Bindungsfrist wohl kaum auf darunter gesenkt werden.

Vorsicht beim Tippen,
00
23.9.2011, 15:43
Sinn erfassend Lesen.

Es steht im Artikel doch deutlich das die mindestens einen Vertrag mit 12 Monaten Mindestlaufzeit anbieten müssen.

fox-didl
00
30.8.2011, 22:19
Zwei Seiten

Es ist in jedem Fall gut das der bestehende Wildwuchs an Vertragsvarianten gestoppt wird - dadurch kann der Kunde besser entscheiden.

Ändern wird dies allerdings nicht viel:
- Gilt nur bei Erstverträgen!
- 0 Euro Handy bleiben nur bei 24 Monaten Bindung
- Grundgebühr bei Postrechnung etwas höher. Für E-Mailrechnung gibts Rabatt
- Jährliche SIM-Gebühr kommt dann nun wohl bei allen Anbietern
- Warn-SMS ist in jedem Fall super - vor allem mit flexibler Grenze der Warnstufe

Vermutlich wirds für den Konsumenten nun einfach nochmals unübersichtlicher mit vielen Optionen.

Wir werden sehen was daraus wird...

Alec
07
30.8.2011, 15:20
Verträge mit Bindung.

Widerlich!

fox-didl
00
30.8.2011, 22:20
Ich denke ohne Bindung geht fast überall

Nur dann gibts auch keine gratis Hardware und wer will schon für ein aktuelles Smartphone über 500 Euro zahlen?

Alec
00
31.8.2011, 05:46
Na ich nicht ...

Aber ich versuche auch nicht auf (z.B.) willhaben.at meine laufenden Verträge zu "verschenken".

Knebelverträge - nein danke!

Hardware hin oder her!
Aber jeder erwachsene, mündige Bürger hat die Wahl zwischen Knebelverträgen und der Freiheit.

Genau um das geht es eigentlich - um die Freiheit!

Taran
00
Ja und selbst die "Freiheit" heisst bei fast allen schon 2 Monate Kündigungsfrist.

Taran
00
Ja und selbst die "Freiheit" heisst bei fast allen schon 2 Monate Kündigungsfrist.

fox-didl
00
31.8.2011, 09:31
Ohne Bindung wäre das einzig richtige

Einmalige Gebühr hin oder her - dann muss man eben für ein Telefon bezahlen. Muss man ja auch wenn man sonst was kauft im Mediamarkt & Co.

Ohne Bindung hätte den Vorteil das sich der Anbieter immer bemüht um den Kunden da der dann ja von heute auf morgen weg kann.

Ideal wäre eine Wahlfreiheit - mit und ohne Bindung.

Macbook2010
00
30.8.2011, 15:24

richtig!!

Der Wappler
00
30.8.2011, 15:05
Der Wappler liebt T-Mobile

Die RTR wird noch der Ruin der netzbetreiber werden! Die werden sich dann das Körberlgeld wo anders herholen!

Alec
01
30.8.2011, 15:19
Wie geht´s der Nina?

simvalue
00
30.8.2011, 14:04
Die RTR soll sich lieber um das Refarming kümmern

...Konsumenten können mit ihrer Geldbörse beim Betreiber wählen was sie möchten oder nicht

Kujenchu
22
30.8.2011, 14:02
12 monate bindung

Ich freu mich schon auf den Aufschrei der Kunden, wenn sie bei der 12 monatigen Bindung eine geringere Hardwarestütze bekommen als bei 24 Monaten und alle wieder "Abzocke" schreien werden.

Er staunt
00
30.8.2011, 16:03

Was die heimischen Anbieter hinsichtlich Vertragsbindungen treiben, hat m.E. nichts mehr mit cost recovery von Hardware zu tun, sondern ist simples Kundenausquetschen. Beispiel: Orange, recht alter (teurer) Vertrag, Endgerät ohnehin selbst gekauft, bereits einige Jahre nach Ende der Vertragsbindung und etliche "Treuepunkte". Kunde will auf aktuellen Tarif wechseln und natürlich die teuer angesammelten Punkte beim Tarifwechsel nicht verlieren. Alternativen: Mindestens 36 Monate weitere Bindung bei Verlängerung mit neuem Tarif oder "nur" 24 Monate Mindestbindung und dafür 50,00 Tarifwechselgebühr.

Waldviertler1
00
ich gebe ihnen eine Tipp:

Kündigen sie einfach, sie können ohnehin widerrufen (je nach Vertrag 6 Wochen od. 2/3 Monate Kündigungsfrist), wenn sie keinen Win Back Call bekommen.

Wenn sie ein profitabler Kunde sind, werden sie sicher zurückgerufen, kein Netzbetreiber lässt gute Kunden ziehen..... haben wir bei einem Freund der bei A1 angemeldet hat, auch gemacht, ...... und bei Verlängerung + Tarifwechsel zusätzlich 200 € Guthaben bekommen! mfg

benny20
00
30.8.2011, 20:30

entweder 24 monate bindung ODER 50 euro. so is.

Er staunt
00
31.8.2011, 01:33

Nope, entweder (36+ Monate weitere Bindung ohne Aufzahlung) oder (24 Monate Bindung +50,00 Aufpreis) und die Punkte bleiben erhalten, oder (12 Monate Bindung + 50,00 Aufpreis und die bisher gesammelten Punkte verfallen beim Tarifwechsel). Wenn man schon eine Punktegutschrift im dreistelligen Eurobereich hat, macht's notfalls Sinn, so zumindest einen Teil dieses Guthabens in den neuen Tarif hinüberzuretten wen man sich nicht ewig an den Provider Ketten will. Wenn man gleich in mehreren Shops auf Anfrage genau die gleiche Auskunft kriegt und es schließlich auch schwarz auf weiß auf der Rechnung und der Vertragsverlängerungsbestätigung stehen hat, dann gibt's leider keinen Zweifel, daß es tatsächlich so gehandhabt wird.

Heribert Hundstrümmerl
00
31.8.2011, 09:58

Was Sie da schreiben, stimmt nur zur Hälfte. Sie haben die Wahl, eine Tarifänderung kostenlos mit 24-monatigem Kündigungsverzicht oder gegen ein Entgelt von 49,90 ohne weitere Bindung durchzuführen. Ihre gesammelten Punkte verfallen nicht einfach, sondern werden für neue Hardware oder eine laufende Gutschrift auf Rechnung eingelöst. In diesem Fall haben Sie 36 Monate Vertragsbindung, wenn Sie den Tarif kostenlos ändern. Sie stellen es so dar, als ob die Punkte ohne jede Gegenleistung von Orange verfallen würden. Und 12 Monate Bindung gibt es nicht, die Mindesvertragsdauer ist immer 24 Monate.

Er staunt
00
31.8.2011, 10:49

Ja, das mit den 49,90 statt 50,00 stimmt tatsächlich, da hat offenbar die mentale Rundungsfunktion zugeschlagen. Ob sich beim Rest einfach mehrere Mitarbeiter in unterschiedlichen Shops mit exakt identen Fehlinformationen geirrt haben oder das vielleicht unter die Kategorie "Naja, probieren wird man's ja wohl dürfen" gefallen ist, entzieht sich natürlich meiner Kenntnis. Jedenfalls wurden dann tatsächlich besagte 49,90 für den Tarifwechsel bei weiteren 24 Monaten Bindung berechnet, damit die angesammelten Punkte gutgeschrieben werden konnten.

Speedyweb
00
30.8.2011, 19:03

warum dann noch bei Orange?
jeder ist seines ...... Schmied.

Er staunt
00
31.8.2011, 01:40

Weil die in machen Gegenden, wo sich der konkrete Kunde halt häufig aufhält, mit Abstand das beste Netz haben. Relevant ist nur, daß das Ding genau dort funktioniert, wo man es auch wirklich verwenden will. Was die Marketingheinis anderer Provider mit gekauften Studien oder genialen Auslegungen von Statistiken anstellen ist sekundär, wenn die paar offiziell zugegebenen Prozent nur sehr schlecht abgedeckter Fläche ausgerechnet dort sind, wo man leider regelmäßig telefonieren müßte...

0815-Kommentar
00
30.8.2011, 22:46

anfrage bei t-mobile: bestehender tarif soll auf teueren tarif gewechselt werden: ergebnis: 50 EUR PLUS weitere mindestvertragsdauer.

Andreas Grois
012
30.8.2011, 13:54
Was ich toll fände:

Wenn man als Benutzer aktiv bestätigen müsste, dass man tatsächlich wünscht, sein Datenlimit zu überschreiten. Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass mit Erreichen des Limits der Datentransfer gesperrt wird und der Kunde eine Hinweis-SMS bekommt, auf die er, wenn er weiterhin Datendienste nutze will, antworten muss, um zu bestätigen, dass ihm bewusst ist, dass er sich ab jenem Moment außerhalb seines Datenlimits bewegt.

Carnage
10
30.8.2011, 15:56
und wo verdient der provider dann noch was?

es is doch so das die mehrheit der leute günstige tarife geniesst wegen den leut die selbst zdeppat sind nachzuschaun wieviel sie verbrauchen und deshalb paar hunderter überschreiten oder seh ich das falsch?

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