Verrechnete Prämien stiegen um zwei Prozent auf 756,5 Millionen Euro - Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit fiel auf 58,4 Millionen Euro
Wien - Die Allianz Österreich hat im ersten Halbjahr weniger
Gewinn und mehr Prämieneinnahmen erzielt. Das Ergebnis der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) sank auf 58,4 (82,4) Mio. Euro.
Ausgewirkt haben sich hier niedrigere Kapitalerträge. Bei den
Prämieneinnahmen sei seit Ende 2010 eine positive Trendwende
verzeichnet worden, die verrechnete Bruttoprämie stieg gegenüber dem
Vorjahreszeitraum um 2,0 Prozent auf 756,5 Mio. Euro, teilte die
Allianz heute, Dienstag, mit. Die Aufwendungen sanken um 0,4 Prozent
auf 435,1 Mio. Euro.
Die Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen für die
Allianz
Österreich lägen bei 4,2 Mio. Euro, hieß es heute auf APA-Anfrage.
Das seien 0,1 Prozent des Staatsanleihen Investments. Die gesamten
Kapitalanlagen der Allianz Österreich lagen per Ende Juni 2011 bei
4,97 Mrd. Euro, ein Plus von 30 Mio. Euro gegenüber Jahresende.
Die Ergebnisse seien ein Beleg für die Stärke im Kerngeschäft,
die
Allianz habe bei den Prämieneinnahmen in allen Bereichen zugelegt und
sei "Klassenprimus in Sachen Profitabilität", so Allianz
Österreich-Chef Wolfram Littich in der heutigen Pressemitteilung. Die
Beratungsinitiative zahle sich aus, "wir haben im ersten halben Jahr
netto 8.000 Kunden gewonnen".
Das versicherungstechnische Ergebnis erhöhte sich um 6,4
Prozent
auf 40,4 Mio. Euro. Die Combined Ratio - Schäden und Kosten gemessen
an den Einnahmen - verbesserte sich auf 93,9 Prozent, nach 94,3
Prozent im ersten Halbjahr 2010.
Trendwende erwartet
Die Kapitalerträge sanken um 14,4 Prozent auf 108,8 Mio. Euro.
Grund dafür sei, dass in der Schaden- und Unfallversicherung deutlich
geringere realisierte Kursgewinne in Höhe von rund 20 Mio. Euro zu
einer "Verzerrung des Investment-Ergebnisses" geführt hätten, das
nach den ersten sechs Monaten bei 27,0 (50,6) Mio. Euro lag. In der
Lebensversicherung stieg das Veranlagungsergebnis um 6,9 Prozent auf
81,8 Mio. Euro.
Für das zweite Halbjahr erwartet Littich eine Verstärkung der
Trendwende bei den Prämieneinnahmen. Nach den verschiedenen Sparten
betrachtet stiegen die Prämieneinnahmen in der
Schaden/Unfallversicherung im ersten Halbjahr um 1,7 Prozent auf
515,5 Mio. Euro. In der Lebensversicherung gab es ein Plus von 2,2
Prozent auf 215,5 Mio. Euro, davon entfielen 25,9 Mio. Euro auf
Einmalerläge (-3,95 Prozent). Die Prämieneinnahmen in der
Krankenversicherung legten um 6,8 Prozent auf 25,4 Mio. Euro zu.
Die Leistungen in Schaden -und Unfallversicherung waren mit
264,3
Mio. Euro um um 0,9 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Die
Aufwendungen für Versicherungsfälle in der Krankenversicherung
stiegen um 9,8 Prozent auf 15,3 Mio. Euro, in der Lebensversicherung
sanken sie um 3,5 Prozent auf 155,5 Mio. Euro. (APA)