Tipps

So reagiert man auf furchtbare Chefs

30. August 2011, 13:23

Was aber, wenn man mit einem schwierigen Chef zusammenarbeiten muss?

Wien - Einer von drei Arbeitnehmern denkt, dass der eigene Vorgesetzte in einigen Punkten inkompetent sei. Das zeigt eine kürzlich erhobene, weltweite Umfrage der Jobplattform Monster. 67 Prozent der Befragten sind außerdem der Meinung, sie könnten den Job ihres Vorgesetzten besser machen. Was aber, wenn man mit einem schwierigen Chef zusammenarbeiten muss? Wie treiben Arbeitnehmer ihre eigene Karriere mit einem schwierigen Vorgesetzten erfolgreich voran und erhalten gleichzeitig ein angenehmes Arbeitsklima aufrecht?

Barbara Wiesinger, Country Manager und Sales Director von Monster Worldwide Austria erklärt: "Anstrengende Vorgesetzte erschweren den Arbeitsalltag enorm. Chefs, die ihre Arbeiten ohne bestimmte Gründe auf ihre Mitarbeiter übertragen, verursachen zusätzlichen Stress und ein entnervtes Team. Viele Arbeitnehmer trauen sich nicht, sich über den direkten Chef hinwegzusetzen und sich über ihn zu beschweren. Denn leider folgen für den Mitarbeiter immer wieder Nachteile aus solchen Situationen. Aus diesem Grund sollte man sein Vorgehen im Voraus planen. Hat man die Geduld, nach einem Fehlverhalten vom Chef an einem konstruktiven Dialog zu arbeiten, kann dies meistens nur positive Folgen für den Mitarbeiter haben."

Tipps für schwierige Situationen

  • Geduld und Selbstkontrolle. Bei Konflikten mit dem Vorgesetzten ist es besonders wichtig, objektiv zu bleiben, auch wenn der Chef dem Mitarbeiter nicht mit derselben Professionalität begegnet. Emotionen trüben das Urteilsvermögen und provozieren hitzige Diskussionen. Mitarbeiter sollten einen großen Bogen darum machen.
  • Richtige Perspektive einnehmen. Sicherlich ist es immer einfach zu behaupten, man selbst könne es besser machen. Vielleicht verlangt der Job viel mehr ab, als man als Außenstehender wahrnimmt. Vielleicht übt die Firma einen hohen Druck aus, fordert, dass finanzielle Ziele erreicht und Probleme sofort gelöst werden. Unter Umständen hat der Vorgesetzte mehr zu tun hat, als er bewerkstelligen kann. Versuchen Sie, Verständnis zu zeigen.
  • Verantwortung übernehmen. Mitarbeiter sollten jede Chance nutzen zu beweisen, dass sie großen Herausforderungen gewachsen sind und wirklich bessere Arbeit leisten. So können sie aus der Menge herausstechen und sich für weitere Aufgaben empfehlen. Wer weiß, vielleicht folgt darauf sogar die Beförderung und mit ihr die Trennung vom inkompetenten Chef.
  • Selbstsicher sein. Man sollte immer an seine eigenen Fähigkeiten glauben und sich nicht davor scheuen, seine Erfahrungen und Kenntnisse zu teilen. Vielleicht hat der Chef in einigen Bereichen weniger Erfahrungen und ist für Hilfe und Unterstützung dankbar.
  • Ideen schützen. Ob beim Präsentieren einer Idee, oder nach Beendigung eines großen Projektes, es ist immer hilfreich Kollegen an der Seite zu haben, die die geleistete Arbeit bezeugen können. Wenn angebracht, können E-Mails per cc an Mitarbeiter gesendet werden. Dadurch wird vermieden, dass der Chef bei Problemen die Schuld abschieben kann.
  • Beweise finden. Ein Vorgesetzter kann auf verschiedene Art und Weise Fehler machen: Wenn er die Angestellten nicht richtig behandelt, durch unangepasstes oder aggressives Verhalten auffällt, wenn er grobe Fehler macht oder keine Leistung erbringt. Was auch immer es ist, es muss durch Beweise belegt werden können, durch Beispiele seines Verhaltens und falls nötig auch durch E-Mails. (red, derStandard.at, 30.8.2011)

Hinweis

Die Ergebnisse basieren auf einer aktuellen Online Umfrage von Monster Worldwide unter 9.439 Teilnehmern zwischen dem 1. bis 14. April 2011.

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16 Postings
Angelika70
10
3.11.2011, 09:43

Im öffentlichen Dienst ist so gut wie jeder langjährige Mitarbeiter besser und kompetenter als sein Vorgesetzter.

Klar, Mitarbeiter machen ihre Arbeit oft schon seit Jahrzehnten und unter wechselndem Couleur. Vorgesetzte sind meist ahnunglose junge Uni-Abgänger (oder einfach nur aus einer parteinahmen Organisation) und werden von einer Partei an die höchste Stelle gesetzt. Dort spielen sie dann 4-5 Jahre Chef um 14.000.-/Monat und dann werden sie wegggelobt.

Und da soll man bei aller Weisungsgebundenheit kein Burn-Out bekommen?

1116er
01
bei den "Tipps für schwierige Situationen" fehlt der am öftesten praktizierte:

dem chef ordentlich hinten reinkriechen und den dadurch entstehenden frust schon in der mittagspause wegsaufen.
so macht man selbst karriere. zumindest wenn der chef beim saufen mitmacht.

Minister der Ökomonie
05
31.8.2011, 17:42

Burnout entsteht unter anderem, indem man sich mehr Verantwortung aufbürdet, als der eigenen Position zusteht. Vor allem, wenn man permanent dabei ist, Fehler des Chefs zu kompensieren, seine Launen zu umschiffen, für geleistete Arbeit keinerlei Anerkennung bekommt - entweder, weil der Chef das als seine eigene Arbeit ausgibt, oder, weil er sich unterbuttert fühlt und Stress macht. Weiters steht nicht über jedem Chef ein weiterer Chef, damit ist der letzte Punkt völlig wertlos, sollte man unter dem "Endboss" arbeiten - weil weder AK noch AMS interessierts, ob der Chef ein Vollwupper ist.

Es ist nicht die Aufgabe der Angestellten, Verantwortung eines unfähigen Chefs zu übernehmen. Lernt man als erstes in der Burnouttherapie.

kauf nix
03
31.8.2011, 13:16
jeder z.b. außendienstler weiß immer und überall wie es besser geht...

...vergisst aber gerne, dass es außer der eigenen sicht auch noch ein gesamtbild gibt - da spielt dann einkauf, produktion, logistik, etc. auch noch ein thema ... und nur weil es für einen kunden gut ist, ist noch lange nicht für eigene firma gut. der punkt "perspektive" gehört darum noch erweitert.

woody999
00
ein wahres wort

als mitarbeiter kennt man oft nur den eigenen (kleinen) arbeitsbereich und dessen sorgen und nöte.

wenn man in die vogelperspektive geht, schaut manchen plötzlich sehr viel anders aus.

aber ich sehe es schon als aufgabe eines guten chefs seinen mitarbeitern auch die vogelperspketive zu erklären. warum manches so und nicht anders zu erledigen ist.

nur herumschreien und besserwisser spielen ist ein armutszeugnis.

Queen of Borg
00
31.8.2011, 12:56
Einen großen Bogen um Emotionen machen...

...und schon ist das Problem gelöst. Ohne Emotionen fühlt man sich nämlich vom Chef nicht mehr gemobbt. Danke, lieber Standard - ihr habt mir die Augen geöffnet! :D

Emil Sacklinger
 
07
31.8.2011, 10:01
ich habe meinem chef klipp und klar gesagt, dass ich alles über seine beziehung zur kollegin k. weiß

aber selbstverständlich davon abstand nehme, seiner frau gegenüber auch nur ein sterbenswörtel darüber zu erwähnen.

(seither ist er die liebenswürdigkeit in person - wozu natürlich auch regelmäßige gehaltserhöhungen gehören)

Ko Prolyt
02
31.8.2011, 10:27
heisst das...

...man sollte am besten eine affäre am arbeitsplatz einfädeln und ein paar fotos schiessen? ...nennt man das nicht erpressung bzw. nötigung?

Minister der Ökomonie
01
31.8.2011, 17:44

Naja, der Chef nötigt einen ja auch, die Arbeit zu tun, sonst kündigt er einem. Ist ja auch eine Form der Erpressung.

Aber kann natürlich anbieten dicht zu halten.

Emil Sacklinger
 
00
31.8.2011, 11:41

... probieren sie's lieber nicht.

(es sei denn, sie wollen ihren chef als blutrünstigen berserker erleben, der zornbebend über (ihre) leiche/n geht; tollpatschigkeit hat manchmal einen hohen preis)

emil sacklinger7
01
31.8.2011, 11:54

Aber man kann ja auch anbieten, daß man dicht hält, wenn er dicht hält

adolfo adolfo
01
30.8.2011, 15:47
es kann nicht jeder "chef" sein.

emil sacklinger7
01
31.8.2011, 11:55

warum nicht ?

gxe10sc
02
30.8.2011, 14:23

"67 Prozent der Befragten sind außerdem der Meinung, sie könnten den Job ihres Vorgesetzten besser machen."

jaja, aber wenn man den leuten dann die arbeit umhängt stehns plötzlich da und schaun...

Sarang He
03
30.8.2011, 16:24
dass 2/3 der Befragten dieser Meinung sind

hat damit zu tun, dass diese 2/3 ihrer Arbeitszeit für die Korrektur von Fehlern ihrer Chefs aufwenden müssen.

Immerhin, das deshalb zusätzlich nötige Personal schafft Arbeitsplätze.

BK W. Shoyssel
00
30.8.2011, 13:41
toll

es ist sooo einfach und, schwupp, schon sind alle Probleme gelöst.

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