DIY

Das Mobilfunknetz im Eigenbau

Zsolt Wilhelm, 10. September 2011, 12:08
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    foto: mobile active

    Prototyp einer Village Base Station - Mehr Bilder und Hands-on bei Mobile Active

Berkley-Professor entwickelt Prototyp einer Basisstation für unabhängigen Mobilfunk in entlegenen Regionen

Ein Professor der Universität Berkley hat einen Prototyp einer Mobilfunkbasisstation entwickelt, die etwa zum Aufbau eines GSM-Netzes in Gebieten mit schlecht ausgebauter Infrastruktur genutzt werden kann.

Unabhängig

Die "Village Base Station" von Kurtis Heimerl soll sich dank geringem Stromverbrauch lokal beispielsweise via Solarenergie betreiben lassen und baut ein unabhängiges Mobilfunknetz für Sprach- und Datendienste bereit. Mögliche Einsatzgebiete seien alle Gegenden mit begrenzter Internetanbindung und könnte die Telekommunikation in Entwicklungsländern vorantreiben.    

Dringend benötigt

Während Eigenbau-Funknetze in Ballungsräumen wohl schon aus lizenztechnischen Gründen auch in Zukunft keine wesentliche Rolle spielen werden, zeigt ein Beispiel in Afghanistan, dass in entlegenen Regionen reichlich Bedarf für derartige Lösungen gegeben ist. Einwohner in Jalalabad bauten aus Alltagsgegenständen und Abfall und mit Hilfe von Open-Source-Software ihr eigenes Funknetzwerk auf. Die längste Verbindung reiche dabei knapp 4 Kilometer (von einem Krankenhaus zu einem Wasserturm), wobei Datentransfergeschwindigkeiten von konstant 11,5 Mbit/s zur Verfügung gestellt werden können. (zw)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 62
1 2
Fichtl89
00
14.12.2011, 15:31
DOCH, Sinn haben solche Dinger auch bei uns...

Es gibt auch in Österreich massig Flecken, selbst in Wien, die nicht von allen Mobilfunkanbietern versorgt werden (weil unwirtschaftlich bzw werden können (/techn. n. mögl).

Für diesen Zweck testen bei A1 Telekom schon einige Friendly user solche Femtozellen, welche Ihre Daten per TA-ADSL übermitteln und so in unterversorgten Gebieten bzw. Haushältern oder einzelnen Räumen saubere Sprachqualität oder schnelle Internetverbindungen ermöglichen :-)

Hoffentlich kommt das bald^^
Habe in meiner Verwandtschaft viele Leute am Land, wo (fast) nix funktioniert... ist doch wie im 19. Jhdt...

Cool Brother
00
13.9.2011, 08:53
Backhaul

...und zu welchem Provider geht der Datenverkehr dann? Ich brauche ja einen Festnetz-Anschluß um die Daten abzuführen.
Das widerspricht ein bisserl der Idee solche Basisstationen in "Gegenden mit begrenzter Internetanbindung" hinzustellen.

Hans Meier459
01
11.9.2011, 22:46
„One Laptop Per Child“ (kurz OLPC)

kann das auch. Aber dies bitte in Entwicklungsländern benutzen. Wir hier in Europa sind ja die Guten und müssen euch Volk wegen Terrorismus überwachen. Müßt schon verstehen gell!

agent ornage
02
11.9.2011, 14:24
sieht aus wie eine alte idee unter neuem namen als die eigene verkaufen

das gibts doch alles schon seit jahren, mit genau den komponenten die hier benutzt werden. (Asterisk PBX, OpenBTS, USRP's, usw)

ein derartiges system ist bei den letzten 3 burning man festivals gelaufen, und auf der insel niue läuft sowas (*genau* sowas) schon seit über einem jahr.
auf der openbts entwicklerseite wird derartiger einsatz beschrieben und dazu gibts links zu real umgesetzten projekten.

ich verstehe nicht wie da jemand mit einem 2 seiten paper jetzt lorbeeren bekommt für eine idee dies schon seit jahren (auch in der praxis) gibt, nur weil er einen anderen namen dafür und eine nette webseite gemacht hat....

Kapitalismus Luege
00
12.9.2011, 06:52

BERKELY ...

tocophonic
00
12.9.2011, 07:12

auch falsch ;)

BERKELEY wär richtig gewesen, lieber herr wilhelm.

Cyber Motzer
00
11.9.2011, 13:48
schaut fast wie das Prinip der Femtocells aus

http://www.femtohub.com/

iPost
00
11.9.2011, 11:14

ein Jammer out of the box - nice (:

Herman Toothrot
03
11.9.2011, 17:32

Jammer. dt. oder eng.?

CouchDB
23
11.9.2011, 09:56
Gute Idee.

Aber nicht wirklich neu - Mesh-Netzwerke sind auch mit hermömmlichen 20 Euro WLAN Routern möglich.
Im "Westen" (und damit auch in Österreich) stehen dem allerdings unzählige rechtliche Fragen gegenüber:
Darf ich mich einfach einen offenen WLAN anschließen ? (Nein man wird zum Telekombetreiber)
Darf ich meinen Internetzugang (meist DSL) Anderen kostenfrei zu Verfügung stellen ? (Meist Nein - AGBs der Internetprovider verbietes dies.)
Hafte ich für illegale Aktivitäten andererer User ?
(Ja, Gerichtsurteile sehen mich als Mitverursacher)
Damit ist das Thema wieder vom Tisch.

jah fathead
00
12.9.2011, 08:42

Keine Ahnung haben aber groß posten.

GSM != WLAN.

CouchDB
00
12.9.2011, 17:05
Einmal das Original durchlesen,

in Jalalabad entstand ein WLAN Netz - ich kenne jedenfalls kein GSM Netz das 11 MB/s schafft.
http://www.heise.de/tr/artike... 32240.html

T. Lurker
00
12.9.2011, 00:56
Bitte legen sie weiter die Füsse auf ihre Couch und schauen sie

T. Lurker
00
12.9.2011, 00:48
Bitte legen sie weiter die Füsse auf ihre Cu

mann im kühlschrank
50
11.9.2011, 12:55
zuerst lesen, dann posten

Das System ist ja nicht für den Westen gedacht, sondern für unterversorgte Weltregionen.. Bei uns hätte das glänzen auch keinen wirklichen Sinn, bzw. ist bei uns ja durch die Netzbetreiber jeder mit Mobilfunk und Internet versorgt.

CouchDB
02
11.9.2011, 17:15
Wie recht sie doch haben....

bei uns im Westen muß ja auch die Funkfrequenz "amortisiert" bzw. monetarisiert werden. Da hat dann auch so ein unkommerzieller Scheiß nix zu suchen.....
Im Gegensatz zu ihrer Fantasie gibt es tatsächlich Gebiete in Europa die nicht mit Breitbandinternet versorgt werden - und dabei spreche ich nicht von der finnischen Tundra sondern z.B. Teilen von Ost-Deutschland die zwar Glasfaser haben aber die Telekom nicht hinkriegt ein Breitbandangebot aufzustellen, UTMS/HSDPA/HSUPA-Netze (neuerdings LTE) die zwar in Ballungszentren ausgebaut werden - am Land ist man froh GRPS bzw. EDGE zu haben.

mann im kühlschrank
00
11.9.2011, 17:43

Ich find die Idee grundsätzlich ja ach nicht schlecht, aber:
Wenn sich jeder einfach seine Funkfrequenz schnappt, die ihm grad gefällt, dann geht das sicher lang gut, genau.. ;-)
Zu unkommerziell: ein freies Netz lebt auf lange sicht auch nicht von Luft und Liebe und muss auch finanziert werden.
Zu meiner Fantasie: Ich komm übrigens vom Land, wo es de facto nur einen Netzbetreiber gibt, außer man will zum telefonieren immer auf den Balkon gehen, was ich nicht will. Aber die Abdeckung des ländlichen Gebiets ist für ein freies Netz sicher auch sehr schwierig, also teuer, wo wir wieder bei der Finanzierung wären.

Mein Fazit: Sicher, wünschenswert wäre das Ganze natürlich, aber aus oben genannten Gründen bin ich eher skeptisch..

CouchDB
00
11.9.2011, 17:02
Ach wie recht sie doch haben....

Thomas Höbelt
 
10
11.9.2011, 16:08
bei uns ja durch die Netzbetreiber jeder mit Mobilfunk und Internet versorgt

und neuerdings auch mit permanenter Überwachung !?
Also ist die Idee eines freien Netztes nicht ganz so obsolet wie sie auf's Erste klingen mag.

mann im kühlschrank
00
11.9.2011, 17:32

Ich wollte mit meinemPosting sicher nicht die Netzbetreiberin den Himmel loben, aber wenn jeder sein eigenes Netz baut kommts auch zu Kollisionen, also braucht es erst wieder eine gewisse Regulierung..
Das mit der zunehmenden Überwachung ist natürlich ein Problem, das aber auch anders geregelt werden kann - sprich: weg mit der vorratsdatenspeicherung..

Nirvanacharly
 
00
11.9.2011, 09:54
11,5 mn/s

und das fast umsonst, davon kann man bei A1=telekom nur träumen

Aluc4rd
00
29.9.2011, 14:51

liegt wohl daran dass bei uns die Handydichte ETWAS höher ist.
Da sich jedes eingebuchte Gerät in einer Funkzelle die Bandbreite teilen muss....

Selfmadebankrotteur
60
11.9.2011, 09:13
Das Mobilfunknetz im Eigenbau

Die selberbau Anleitung für Hobbyterroristen zum 09.11 Jahrestag

;)

- Ykä -
00
10.9.2011, 23:48

"Ein Professor der Universität Berkley hat einen Prototyp einer Mobilfunkbasisstation entwickelt, die etwa zum Aufbau eines GSM-Netzes in Gebieten mit schlecht ausgebauter Infrastruktur genutzt werden kann."

Gibts das nicht schon alles?

Village Connection:
http://www.nokiasiemensnetworks.com/sites/def... ion_WP.pdf
und
http://www.youtube.com/watch?v=fcrX2lRoptY

Und dass Basisstationen nur mit Solarpanelen betrieben werden können ist auch nichts neues
http://www.youtube.com/watch?v=6NbhIQK8H2g

Muskel Kater
10
11.9.2011, 09:18
„Und dass Basisstationen nur mit Solarpanelen betrieben werden können ist auch nichts neues “

Blödsinn.

Für bestimmte bietet sich Solarenergie an,

(weil andere Energieträger knapp oder nicht vorhanden sind),

ansonsten ist es der Bassstation wurscht (es dürfen auch andere sein).

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