Prototyp einer Village Base Station - Mehr Bilder und Hands-on bei Mobile Active
Berkley-Professor entwickelt Prototyp einer Basisstation für unabhängigen Mobilfunk in entlegenen Regionen
Ein Professor der Universität Berkley hat einen Prototyp einer Mobilfunkbasisstation entwickelt, die etwa zum Aufbau eines GSM-Netzes in Gebieten mit schlecht ausgebauter Infrastruktur genutzt werden kann.
Unabhängig
Die "Village Base Station" von Kurtis Heimerl soll sich dank geringem Stromverbrauch lokal beispielsweise via Solarenergie betreiben lassen und baut ein unabhängiges Mobilfunknetz für Sprach- und Datendienste bereit. Mögliche Einsatzgebiete seien alle Gegenden mit begrenzter Internetanbindung und könnte die Telekommunikation in Entwicklungsländern vorantreiben.
Dringend benötigt
Während Eigenbau-Funknetze in Ballungsräumen wohl schon aus lizenztechnischen Gründen auch in Zukunft keine wesentliche Rolle spielen werden, zeigt ein Beispiel in Afghanistan, dass in entlegenen Regionen reichlich Bedarf für derartige Lösungen gegeben ist. Einwohner in Jalalabad bauten aus Alltagsgegenständen und Abfall und mit Hilfe von Open-Source-Software ihr eigenes Funknetzwerk auf. Die längste Verbindung reiche dabei knapp 4 Kilometer (von einem Krankenhaus zu einem Wasserturm), wobei Datentransfergeschwindigkeiten von konstant 11,5 Mbit/s zur Verfügung gestellt werden können. (zw)
Es gibt auch in Österreich massig Flecken, selbst in Wien, die nicht von allen Mobilfunkanbietern versorgt werden (weil unwirtschaftlich bzw werden können (/techn. n. mögl).
Für diesen Zweck testen bei A1 Telekom schon einige Friendly user solche Femtozellen, welche Ihre Daten per TA-ADSL übermitteln und so in unterversorgten Gebieten bzw. Haushältern oder einzelnen Räumen saubere Sprachqualität oder schnelle Internetverbindungen ermöglichen :-)
Hoffentlich kommt das bald^^
Habe in meiner Verwandtschaft viele Leute am Land, wo (fast) nix funktioniert... ist doch wie im 19. Jhdt...
...und zu welchem Provider geht der Datenverkehr dann? Ich brauche ja einen Festnetz-Anschluß um die Daten abzuführen.
Das widerspricht ein bisserl der Idee solche Basisstationen in "Gegenden mit begrenzter Internetanbindung" hinzustellen.
kann das auch. Aber dies bitte in Entwicklungsländern benutzen. Wir hier in Europa sind ja die Guten und müssen euch Volk wegen Terrorismus überwachen. Müßt schon verstehen gell!
sieht aus wie eine alte idee unter neuem namen als die eigene verkaufen
das gibts doch alles schon seit jahren, mit genau den komponenten die hier benutzt werden. (Asterisk PBX, OpenBTS, USRP's, usw)
ein derartiges system ist bei den letzten 3 burning man festivals gelaufen, und auf der insel niue läuft sowas (*genau* sowas) schon seit über einem jahr.
auf der openbts entwicklerseite wird derartiger einsatz beschrieben und dazu gibts links zu real umgesetzten projekten.
ich verstehe nicht wie da jemand mit einem 2 seiten paper jetzt lorbeeren bekommt für eine idee dies schon seit jahren (auch in der praxis) gibt, nur weil er einen anderen namen dafür und eine nette webseite gemacht hat....
Aber nicht wirklich neu - Mesh-Netzwerke sind auch mit hermömmlichen 20 Euro WLAN Routern möglich.
Im "Westen" (und damit auch in Österreich) stehen dem allerdings unzählige rechtliche Fragen gegenüber:
Darf ich mich einfach einen offenen WLAN anschließen ? (Nein man wird zum Telekombetreiber)
Darf ich meinen Internetzugang (meist DSL) Anderen kostenfrei zu Verfügung stellen ? (Meist Nein - AGBs der Internetprovider verbietes dies.)
Hafte ich für illegale Aktivitäten andererer User ?
(Ja, Gerichtsurteile sehen mich als Mitverursacher)
Damit ist das Thema wieder vom Tisch.
Das System ist ja nicht für den Westen gedacht, sondern für unterversorgte Weltregionen.. Bei uns hätte das glänzen auch keinen wirklichen Sinn, bzw. ist bei uns ja durch die Netzbetreiber jeder mit Mobilfunk und Internet versorgt.
bei uns im Westen muß ja auch die Funkfrequenz "amortisiert" bzw. monetarisiert werden. Da hat dann auch so ein unkommerzieller Scheiß nix zu suchen.....
Im Gegensatz zu ihrer Fantasie gibt es tatsächlich Gebiete in Europa die nicht mit Breitbandinternet versorgt werden - und dabei spreche ich nicht von der finnischen Tundra sondern z.B. Teilen von Ost-Deutschland die zwar Glasfaser haben aber die Telekom nicht hinkriegt ein Breitbandangebot aufzustellen, UTMS/HSDPA/HSUPA-Netze (neuerdings LTE) die zwar in Ballungszentren ausgebaut werden - am Land ist man froh GRPS bzw. EDGE zu haben.
Ich find die Idee grundsätzlich ja ach nicht schlecht, aber:
Wenn sich jeder einfach seine Funkfrequenz schnappt, die ihm grad gefällt, dann geht das sicher lang gut, genau.. ;-)
Zu unkommerziell: ein freies Netz lebt auf lange sicht auch nicht von Luft und Liebe und muss auch finanziert werden.
Zu meiner Fantasie: Ich komm übrigens vom Land, wo es de facto nur einen Netzbetreiber gibt, außer man will zum telefonieren immer auf den Balkon gehen, was ich nicht will. Aber die Abdeckung des ländlichen Gebiets ist für ein freies Netz sicher auch sehr schwierig, also teuer, wo wir wieder bei der Finanzierung wären.
Mein Fazit: Sicher, wünschenswert wäre das Ganze natürlich, aber aus oben genannten Gründen bin ich eher skeptisch..
Ich wollte mit meinemPosting sicher nicht die Netzbetreiberin den Himmel loben, aber wenn jeder sein eigenes Netz baut kommts auch zu Kollisionen, also braucht es erst wieder eine gewisse Regulierung..
Das mit der zunehmenden Überwachung ist natürlich ein Problem, das aber auch anders geregelt werden kann - sprich: weg mit der vorratsdatenspeicherung..
"Ein Professor der Universität Berkley hat einen Prototyp einer Mobilfunkbasisstation entwickelt, die etwa zum Aufbau eines GSM-Netzes in Gebieten mit schlecht ausgebauter Infrastruktur genutzt werden kann."
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