"Subotron Pro Games" im MQ: Von Vernetzung bis zur "gamification"

30. August 2011, 12:21
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    foto: subotron

Veranstaltungsreihe für Spieleentwickler und Neulinge setzt auf praxisorientierte Wissensvermittlung - Betreiber Neufeld: "Viele wissen gar nicht, welche Berufsgelder es gibt"

"Es hat sich aus regelmäßigen Gesprächen mit Vertretern der Branche ergeben, dass man mehr braucht als eine Theorie-Reihe." Damit begründet Jogi Neufeld, Betreiber von Subotron im Wiener Museumsquartier, die Entscheidung des Vereins, die seit mehreren Jahren laufenden "Electric Meetings" durch die praxisorientierte Reihe "Pro Games" zu ergänzen. Ab kommenden Donnerstag lädt der Shop und Treffpunkt für Spiele-Fans und -Entwickler zum wöchentlichen Szenemeeting und setzt dabei neben Vernetzung der heimischen Protagonisten auch auf grundlegende Wissensvermittlung.

"Viele wissen gar nicht, welche Berufsfelder und -zweige es gibt"

Steht in der Theorie-Reihe die wissenschaftliche und künstlerische Erschließung von Computerspielen im Fokus, bietet "Pro Games" vier Eckpfeiler: Entwickler stellen sich vor, Ausbildungsstätten geben eine Überblick über die derzeitigen Lehrgänge und Arbeitsfelder der Branche werden vermittelt. Zusätzlich gibt es einmal im Monat das "Gamers gathering", bei dem sich Unternehmensvertreter und Interessierte in einem informellen Rahmen vernetzen können. "Viele wissen gar nicht, welche Berufsfelder und -zweige es gibt", kommentiert Neufeld im APA-Gespräch die Notwendigkeit einer stärkeren Branchenvernetzung.

Aber nicht nur direkt in der Szene Involvierte sollen die Veranstaltungsreihe nützen, auch klassische Wirtschaftsunternehmen gelten als Zielgruppe. Hier geht es u.a. um das Stichwort "gamification": Mittels Integration von Online-Spielen können beispielsweise neue Produkte lanciert werden. "Es gibt genug Potenzial, nur kennt man diese Unternehmen meist nicht", so Neufeld. Daneben will man auch "Lernen mit spielerischem Aspekt" stärker transportieren. Verschiedenste Kooperationen zwischen Spieleentwicklern und Wirtschaftstreibenden hätten gezeigt, "dass unsere langjährige Bestrebung, die Akzeptanz für digitale Spiele zu erhöhen, jetzt in alle gesellschaftlichen Bereiche einfließt. Hier handelt es sich um eine Branche, die es zu unterstützen gilt."

Gästeliste

Eröffnet wird die "Pro Games"-Reihe am Donnerstag mit einer Keynote-Speech von Frank Sliwka, Event Director der "GameDevelopersConference Europe". Dabei stehen die Entwicklung der Games-Szene in den vergangenen Jahren sowie mögliche zukünftige Trends im Mittelpunkt, wobei besonders der deutschsprachige Raum berücksichtigt werden soll. Weitere Gäste in den kommenden Wochen sind Alex Taube, Projektleiter bei Crytek in Frankfurt, oder Jeroen van Mastrigt, der an der Utrecht School of the Arts unterrichtet.

Zusätzlich stellen sich heimische Unternehmen wie Greentube oder Sproing vor. Platz gibt es aber für Projekte jeder Größe, "egal ob Ein-Personen-Unternehmen oder global agierende Player", wie Neufeld unterstreicht. Nach der Schließung der "Rockstar Vienna"-Studios im Mai 2006 sei ein enormes Potenzial frei geworden, immerhin saßen dadurch von einem Tag auf den anderen rund 80 Mitarbeiter auf der Straße. "Aus diesem kreativen Pool sind viele Kleinst- und Kleinunternehmen entstanden, die sich etwa mit Browser- und Online-Spielen etabliert haben."

Support

Finanziell unterstützt wird "Pro Games" von der Wirtschaftskammer Wien. Das Programm ist bereits bis Juni kommenden Jahres fixiert, nur im Dezember und Jänner wird die Reihe bis auf die monatlichen Branchenmeetings pausieren. Eine weitere Verschränkung mit kreativen bzw. künstlerischen Agenden sei vorerst nicht geplant. "Das wollen wir in der Theorie-Reihe belassen", erklärt Neufeld. (APA)

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14 Postings
da dude
01
31.8.2011, 13:22

bongfish in graz. xbox360-game-entwickler.

Der Österreicher
00
31.8.2011, 07:43

Gibt es ein erfolgreiches Spiel aus Österreich? Ich denke um in der Branche erfolgreich tätig zu sein muss man bei einem guten Studio arbeiten. Und die sind alle im Ausland angesiedelt.

badoli from Hell
00
31.8.2011, 16:58
Rein österreichische und erfolgreiche Entwicklungen...

...aktuellerer Zeitgeschichte wären hier z. B. "And yet it moves" von Broken Rules oder "Harms Way" und "Stoked" von Bongfish.

Spooky Mabook
00

Interessant. Bei Broken Rules arbeitet ein Freund von mir. Für welche Plattform entwickeln die denn?

Mathias Steinlaus
 
00
31.8.2011, 12:58
JoWooD

Das war mal der bekannteste österreichische Spieleentwickler.

1995 wurde der Betrieb gegründet und hatte 1997 mit "Industriegigant" seinen internationalen Durchbruch.

Mit der Zeit wurden mehrere Entwicklerstudios dazugekauft und JoWood war Entwickler und Publisher.

Gute Spiele waren: Der Verkehrsgigant, Die Gilde, Spellforce, Gothic 2, Die Völker etc.

2005 hatte Koch Media GmbH den insolvenzen Betrieb übernommen und nur noch als Publisher betrieben.

Seit 2006 geht es auch mit den veröffentlichten Spiele qualitativ bergab.

Aus der Zeit sind noch Gothic 3 und Arcania (Gothic 4) bekannt.

Leider hat das unfähige Management so gute, bekannte und sehr begehrte Spiele einfach kaputt gemacht.

badoli from Hell
00
31.8.2011, 16:52
"Das war mal der bekannteste österreichische Spieleentwickler"

...wobei es mit eigener Spiele-Entwicklung bald einmal vorbei war. Danach haben sie nach der Reihe Entwicklungsstudios über Tisch gezogen und Spielemagazine drangsaliert. Die letzten paar Jahre war JoWood eher ein Schandfleck in der Entwickler-Szene.

Echte Spieleentwicklung machen in Ö inzwischen andere.

Mathias Steinlaus
 
00
Echte Spieleentwicklung machen in Ö inzwischen andere.

Dann her mit den Informationen! Dafür ist ein Forum eigentlich gedacht ...

Impact2000
01
SwarmArena.com

Ist zumindest auf Steam falls das als erfolgreich durchgeht.

Franz Josef Lolinger
00
30.8.2011, 17:18

Ja, welche Berufsgelder gibt es denn?

badoli from Hell
00
31.8.2011, 17:01

Die Standard-Berufsfelder in der Entwicklung wären

- Programmierer
- Grafiker
- Game Designer
- Tester
- Projekt-Manager

Diese unterteilen sich aber auch noch weiter... Ich persönlich bin Asset- und Konzept-Grafiker, was in etwa soviel wie "Zeichnen und Modellbaun" wäre...

Impact2000
00
30.8.2011, 19:18
Ach Gelder, Sie Schlingel!

Na auszahlen tut sichs schon wenn man was drauf hat und (viel) selbstständig arbeitet. Ansonsten ist es noch schlimmer als sonst - Spiele machen ist ja "cool" -> viele gute Leute die für wenig Geld arbeiten um einen Fuß in die Tür zu kriegen.

Impact2000
00
30.8.2011, 19:14

Also ich bin Game Designer, Programmierer (Game/Network/Engine/AI/Graphics/...), Mathematiker, Grafiker, 3D-Artist, Story Writer, Dokumentar, Musiker, Level Designer, Art Director, Sound FX Bastler, Marketeer, Community Manager, Tester, Support Typ, Producer, Cutter, Animation Artist und Manager.

Und mein Laufjunge zum Bier & Tschick holen. Richtig, ich bin ein Indie Game Studio, spezialisiert auf Selbstausbeutung.

sofa
00
31.8.2011, 08:39

schade dass sie nicht tester auch sind, das würde den kunden einige nerven ersparen ;)

sofa
01
31.8.2011, 08:40

zu schnell gepostet, zu langsam gelesen...bin scho ruhig :D

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