Studie zeigt beim regelmäßigen Verzehr von Austernpilzen positiven Einfluss auf Blutfette - Genaue Wirkung noch nicht erforscht
Wer zu erhöhten Cholesterinwerten neigt, sollte öfter Austernpilze auf seinem Speisezettel haben. Eine Studie des Instituts für Lebensmittelwissenschaft und Humanernährung der Leibniz Universität hat ergeben, dass der regelmäßige Verzehr von Austernpilzen den Blutfettspiegel positiv beeinflussen kann.
Drei Wochen lang stellten 20 Studierende mit leicht erhöhtem Cholesterinspiegel ihre Ernährung in den Dienst der Wissenschaft. Eine Gruppe löffelte täglich 600 ml Suppe aus getrockneten Austernpilzen, die Kontrollgruppe aß die gleiche Menge Tomatensuppe. Bei den Männern und Frauen, die Pilzsuppe aßen, ergab sich eine signifikante Senkung der Triglyceride im Blut im Vergleich zur Kontrollgruppe.
Hohe Triglycerid-Werte gelten als Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall oder können zu einer akuten Entzündung der Bauchspeicheldrüse führen. Außerdem wurde während der drei Wochen bei der Gruppe, die Pilzsuppe zu sich nahm, eine Senkung von oxidiertem LDL-Cholesterin sowie der Gesamtcholesterin-Konzentration im Blut gemessen. Auch ein leichter Abfall der LDL-Cholesterin-Spiegel wurde nachgewiesen. LDL wird maßgeblich für die Entwicklung einer Gefäßverkalkung (Ateriosklerose) verantwortlich gemacht.
Mit Austernpilzen vorbeugen
„In Austernpilzen ist eine Substanz enthalten, die die Cholesterinsynthese hemmen kann. Außerdem enthalten sie relativ viele Ballaststoffe, die durch die Bindung von Gallensäuren im Darm, die zu 80 Prozent aus Cholesterin bestehen, zur Ausscheidung von Cholesterin beitragen", erklärt Inga Schneider. „Damit kann der regelmäßige Verzehr von Austernpilzen zur Vorbeugung kardiovaskulärer Erkrankungen beitragen."
Zuvor war die positive Wirkung von Austernpilzen lediglich bei Untersuchungen an Tieren nachgewiesen worden. „Nach wie vor können wir aber nur Vermutungen anstellen", sagt Schneider. „Die genaue Wirkung ist noch nicht erforscht, deshalb würden wir unsere Untersuchungen gerne weiterführen und mit einem Extrakt aus dem Austernpilz arbeiten." (red)