Christen greifen Muslime an: Mindestens neun Tote

30. August 2011, 00:12

Ramadan-Feier umzingelt - Mehr als 100 Verletzte

Jos - Bei neuer Gewalt zwischen Muslimen und Christen in Nigeria sind nach Angaben von Rettungskräften mindestens neun Menschen getötet worden. Mehr als 100 Menschen hätten bei den Zusammenstößen in der Stadt Jos am Montag Verletzungen durch Pfeile, Macheten und Geschoße davongetragen, sagte der Leiter eines muslimischen Rettungsteams. Die Behörden machten zunächst keine Angaben zu Opferzahlen.

Augenzeugen zufolge war eine Gruppe Muslime, die sich zum Ende des Fastenmonats Ramadan an einer Gebetsstätte versammelt hatte, von Bewohnern der von Christen dominierten Nachbarschaft umzingelt worden. Daraufhin sei die Lage eskaliert. Mehrere Motorräder und Autos seien angezündet worden. Ein Journalist berichtete von zwei brennenden Geschäften. Auch Schüsse fielen.

Zwischen den Anhängern beider Religionen kommt es im zentralnigerianischen Jos und der Umgebung der Stadt seit Jahren regelmäßig zu Gewalt. Die Gegend liegt zwischen dem hauptsächlich von Muslimen bewohnten Norden und dem von Christen dominierten Süden des westafrikanischen Landes. (APA)

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living reef
00
und was sagt der papst dazu...?

der schweigt genau so wie schüssel bei der telekom geschichte

Fritz Wunderlich
12
31.8.2011, 10:53

seit ende der neunziger/mit dem ende der militärdiktatur der haussa-abacha/einführung der sharia in den nördlichen bundesstaaten wurden die christlichen minderheiten zum ziel islamistischer anschläge und massaker
2000 Damboa, Maidugiri
2000, Kaduna
2000 Gombe
2001 Gombe
2001 Gawaram
2001 Bauchi
2001 Jos, seit damals nicht mehr zur ruhe gekommen
http://www.spiegel.de/politik/a... 61,00.html
von der vielfalt zur segregation
http://derstandard.at/126774344... n-Christen
auch die jetzigen anschläge und gegenseitigen massakern hängen mit dem wahlsieg des christen/ijaw goodluck jonathans zusammen, und der ethnischen zusammensetzung des militärs

al quaida
http://de.reuters.com/article/w... ws/idDEBEE

Fritz Wunderlich
12
31.8.2011, 10:43
ethnoreligiöse falle oder antichristliche hetze beim webstandard, wer weiß das schon?

wenn hingegen muslime christen angreifen, würde derstandard selbstverständlich nie so eine schlagzeile schreiben, aus angst
eher so:
http://derstandard.at/126774346... egen-Armee
http://derstandard.at/130867971... enanschlag
http://derstandard.at/130329134... -nach-Wahl
http://derstandard.at/130329132... n-getoetet
http://derstandard.at/130329107... der-Flucht
http://derstandard.at/129781952... anstaltung
http://derstandard.at/129337047... -eskaliert

durrani
 
11
30.8.2011, 12:04

jaja, und dann heißt es immer wieder NUR die moslems seien gewalttätig...wie sich hier zeigt, kommt aber der hass und die gewalt von beiden seiten, so wie es in solchen regionen meist der fall ist!!! IN YOUR FACE!!!

living reef
01
30.8.2011, 11:17
nichts fördert kriege mehr als unterschiedliche religionsbekenntnisse!

Timagoras
 
01
30.8.2011, 11:09

wenn es einen gott gäbe, müsste er sich über seine anhänger wohl ständig und aufs äußerste grämen.

I Am WEASEL
00
30.8.2011, 10:57

Immer wieder interessant, wenn religiöse Eiferer ihr Karma belasten. Naja, vielleicht kommens im nächsten Leben drauf...

Arbeiter
03
30.8.2011, 10:35
Gestern in der NYTimes Beilage des Standard lasen wir vom Vordringen der "Islamisten"

Der Islam hat seiner Verfassung nach das Bestreben der Expansion und der Beherrschung der Juden und Christen und der Bekämpfung der Gottlosen, Gotteslästerer und Unzüchtigen.

virtualboy
42
30.8.2011, 10:31

Passiert ständig, wer schon mal in einer TV Doku gesehen hat, wie US Truppen mit dem Millitärpfarrer gemeinsam beten, bevor sie dann Frauen und Kinder abschlachten gehen, dem ist klar wozu das Christentum fähig ist.

Tschurndorf
00
30.8.2011, 10:07
wer die artikel links sieht

wird nie einen hinweis auf die religion finden. standard halt

Renate Ellmenreich
18
30.8.2011, 08:31
Muslimischer Norden?

Ohne Recherche wird im Standard immer wieder wiederholt, dass der Norden Nigerias hauptsächlich muslimisch und der Süden christlich dominiert sei. Das stimmt so nicht. Im Norden leben in vielen Gegenden gleich viele Christen und Muslime, im Süden gibt es auch immer mehr Muslime. Die religiöse Aufteilung zwischen Stämmen kommt daher, dass kleinere Stämme sich dem Christentum zuwandten, als sie von den großen Stämmen (Haussa, Fulani) gejagt und als Sklaven verkauft wurden. Der Jihad Dan Fodios hat dann einfach das ganze Gebiet für muslimisch erklärt und die Engländer haben es akzeptiert. Heute geht es oft darum, welchen Stämmen originär das Stück Land gehört und wer darum die lokale Macht erhält. Zugewandert sind in Jos die Haussa und Fulani.

Fritz Wunderlich
01
31.8.2011, 10:11

dass der norden muslimisch dominiert ist und in den nördlichen bundesstaaten die sharia eingeführt worden ist, wollen sie ernsthaft bestreiten???
es steht dort dominieren, nicht ausschließlich eine religion, aber auf das ziel hin wird gemordet
und was haben anschläge auf die biergärten mit land-und stammeseigentum zu schaffen?
der rückgriff auf stammeseigentums und religion als distinktion und merkmal der "überlegenheit", die vertreibung christlicher minderheiten weisen auf die ressourcenverknappung, das bevölkerungswachstum und die mobilisierung von geld, bildung und waffen für extreme lösungen wie diese "nigerianischen taliban" hin
weitere gesellschaftliche fragmentierung /archaisierung von bindungen und zerfall der zentralmacht

Arbeiter
00
30.8.2011, 10:32
Danke, Renate E. für diese Sachinformation

wurm83
 
41
30.8.2011, 10:25
frechheit

wie können sich diese ungläubigen vom wahren gott abwenden, wo ihnen das christentum doch so viel gutes gebracht hat.......schließlich war die USA sehr lange darum bemüht ihnen arbeit auf baumwollfeldern zu verschaffen, und das ist jetzt der dank...

egal9
113
30.8.2011, 09:36

Vor allem geht es da primär nicht um Religion, sondern um Ressourcen, um Ackerland, Zugang zu Wasser usw.

durrani
 
10
30.8.2011, 12:05

genau so ist es!!!

Mann40
01
30.8.2011, 07:59

jetzt einmal die Christen, dann wieder die Islamisten...absurd, dabei wurde in Nigeria doch bereits der Chrislam gegründet...

Adam Markus
1224
30.8.2011, 02:47

Wär's umgekehrt gewesen würden jetzt bereits mindestens 400 Poster über die "Natur des Islam" debattieren.

Wenn aber Christen Muslime angreifen ist's still und niemand redet davon, dass das Christentum "nunmal eine Religion der Gewalt sei". Dann war es bloß ein "Unglück" eine "kleine Gruppe Verrückter", oder eine "verständliche Reaktion auf" ....... was auch immer.

Count Saurüssel
05
30.8.2011, 11:12

Wär's umgekehrt, würde der Standard aber auch nicht schreiben "Muslime greifen Christen an" sondern "9 Tote bei Zusammenstößen zwischen Christen und Muslimen".

boro boros
 
01
30.8.2011, 11:09

grundsätzlich richtig, wobei es auch die andere seite gibt, die dann über das christentum geifert. im grunde geht es doch darum, dass es keine bessere oder schlechtere gewalt gibt, weder religiös motiviert, noch sonstwie.

Arbeiter
00
30.8.2011, 10:37
"Islamist Terror Threat Takes Root in Nigeria" - gestern im STANDARD,

NY Times Beilage.
Now, insurgents strike at the Nigerian miltary, the police and opponents to Islamic law in near-daily bombings....

Kühnemund
12
30.8.2011, 10:19

Es ist aber auch sehr schwer mit Leuten zu diskutieren die sich mit keiner der beiden Religionen auskennen.

Für sie sind alle Religionen gleich (schlecht). Der salonfähige Irrglaube, dass "das Christentum nunmal eine Religion der Gewalt sei" kommt daher, dass Antichristen (Politiker, Parteien, ungebildete Gutmenschen, Rechtsradikale, usw...) Politik und Religion nicht auseinanderhalten können oder wollen.

Orientieren sie sich vielleicht einmal daran, dass jede Religion maximal so gut sein kann wie ihr Gründer. Zu wie vielen Kriegen hat Jesus aufgerufen? Wie viele Kriege hat Mo**** angeführt? Wie viele Frauen hat Jesus vergewaltig? Wie schauts mit dem anderen aus? usw..

boro boros
 
11
30.8.2011, 11:11

religion ist im grunde sicher nicht schlecht, so nach dem motto - hilft es nix, schadet es nix. ABER religionen werden nunmal von vielen fanatikern als grund vorgeschoben, ihre interessen durchzusetzen. und da liegt offensichtlich das problem - dass viele ihr hirn ausschalten (bzw. dieses ev. gewaschen wurde), wenn es um 'ihre' religion geht. offensichtlich ist es einfach so, dass menschen mit religion einfach nicht umgehen können, andernfalls wäre der ganze wahnsinn nicht möglich.

Gilgamesh
03
30.8.2011, 09:52

Jegliche Gewalt ist zu verurteilen, besonders wenn diese religiös motiviert ist.

Das Christentum ist keine Religion der Gewalt, Menschen tarnen ihre Gewalt damit, dass sie Christen sind, sie werden aber keinen Gewaltaufruf gegen andere Religionen im NT finden.
DAS ist der Knackpunkt... ;)

Kühnemund
00
30.8.2011, 11:04

auch im AT finden sie keinen Aufruf gegen andere Völker oder Religionsgemeinschaften. Und selbst wenn, diese Völker und Religionen gibt es heute großteils gar nicht mehr.

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