Ramadan-Feier umzingelt - Mehr als 100 Verletzte
Jos - Bei neuer Gewalt zwischen Muslimen und Christen in Nigeria
sind nach Angaben von Rettungskräften mindestens neun Menschen getötet worden.
Mehr als 100 Menschen hätten bei den Zusammenstößen in der Stadt Jos am Montag
Verletzungen durch Pfeile, Macheten und Geschoße davongetragen, sagte der Leiter
eines muslimischen Rettungsteams. Die Behörden machten zunächst keine Angaben zu
Opferzahlen.
Augenzeugen zufolge war eine Gruppe Muslime, die sich zum Ende des
Fastenmonats Ramadan an einer Gebetsstätte versammelt hatte, von Bewohnern der
von Christen dominierten Nachbarschaft umzingelt worden. Daraufhin sei die Lage
eskaliert. Mehrere Motorräder und Autos seien angezündet worden. Ein Journalist
berichtete von zwei brennenden Geschäften. Auch Schüsse fielen.
Zwischen den Anhängern beider Religionen kommt es im zentralnigerianischen
Jos und der Umgebung der Stadt seit Jahren regelmäßig zu Gewalt. Die Gegend
liegt zwischen dem hauptsächlich von Muslimen bewohnten Norden und dem von
Christen dominierten Süden des westafrikanischen Landes. (APA)