Rund um die östlichsten Berge

    24. Mai 2003, 10:51
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    Römische Ruinen, Schlösser und ein Blick über die Grenze: Wo Radeln zum Erlebnis wird

    Zum Erlebnisradeln kann eine Runde um die östlichsten Berge Österreichs werden, wenn man nur einige der Attraktionen und Sehenswürdigkeiten besucht, die an der Route liegen: Da sind vor allem die römischen Ausgrabungen von Petronell-Carnuntum oder das Museum Carnuntinum in Bad Deutsch-Altenburg, das Zentrum von Hainburg oder die alte Kellergasse von Edelstal zu nennen. Wenn man die Tour nur ein wenig ausdehnt, kann man auch Schloss Kittsee oder das berühmte – und nun renovierte – Heidentor bei Petronell "mitnehmen".

    Im Wesentlichen folgt man auf dieser Radtour rund um Hundsheimer Berg, Königswarte und Spitzerberg dem beschilderten Kurs "Hundsheimer Berge", doch sollte man sich nicht sklavisch an die "Markierung" halten, sondern von Hainburg zur Donau fahren und von dort auf dem Weitwanderweg nach Wolfsthal, weil man dann vom Ufer des Stromes einen sehr schönen Ausblick auf den Felsen von Theben mit der Burgruine hat. Zwischen Wolfsthal und dem Zollamt an der Staatsgrenze genießt man freie Sicht auf Bratislava.

    Bei der überaus interessanten und abwechslungsreichen Runde sollte man beachten, dass man zwei Abschnitte – am Donauufer sowie zwischen Prellenkirchen und Petronell – auf (sehr guten) Sandwegen fährt und von Berg bis Prellenkirchen mit der Bundesstraße vorlieb nehmen muss, auf der an Wochentagen mit Schwerverkehr zu rechnen ist, da die dicken Brummer nicht durch das Wiener Tor in Hainburg kommen. Am Wochenende aber ist es dort meist sehr ruhig. Ein Geheimtipp ist das Gasthaus "Zum Kaiser Probus" in Prellenkirchen.

    Die Route weist nur zwei nennenswerte Steigungen – in Hainburg und in Berg – auf, die aber nicht sehr stark sind.

    Die Route:
    Man beginnt in Bad Deutsch-Altenburg, wo man auf dem Donauradweg nach Hainburg fährt. Nach der Steigung am Fuße des Braunsbergs schwenkt die beschilderte Route nach rechts, man bleibt aber besser auf der Straße Richtung Golfplatz und Donau. Am Ufer des Stromes erreicht man die rote Weitwandermarkierung, der man nach rechts bis Wolfsthal folgt.

    Nun muss man ein Stück auf der Bundesstraße durch den Ort, dann geht es auf dem Radweg bis zum Zollhaus an der Staatsgrenze. Dort führt nach rechts die beschilderte Route "Hundsheimer Berge" zuerst auf einer kaum befahrenen Nebenstraße nach Berg und nach Edelstal. Weiter nach Prellenkirchen, dann führt die Route durch Felder und freies Gelände zurück zum Ausgangspunkt. Die Entfernungen: Bad Deutsch-Altenburg-Wolfsthal 13 km, Wolfsthal-Berg-Prellenkirchen 15 km, Prellenkirchen-Bad Deutsch-Altenburg 12 km; gesamt 40 km, Höhenunterschied 60 m. Gasthäuser auf der ganzen Runde. Bundesamtskarte 1:50.000, Blatt 61 (Hainburg)

    Von Bernd Orfer
    • Das Haidentor in Carnuntum
      nikolaus gail/archäologischer park carnuntum

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