Panikmache vor/nach Abtreibungen

23. Oktober 2003, 14:42
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Kommentar: Pro Life betreibt nun auch in Berlin extreme Angstpropaganda

Auf der Website von Pro Life Berlin werden "wissenschaftliche Studien" herangezogen, die scheinbar nur einen Zweck verfolgen, den Frauen vor und/oder nach Abtreibungen Todesängste zu suggerieren und damit Abtreibungen und alle Möglichkeiten dazu zu verhindern. Dafür ist ihnen kein Mittel zu billig und sei es ein noch so haarsträubender Unsinn, wie im Artikel von Cornelia Kaminski Mehr Selbstmorde nach Abtreibung zu lesen ist.

Das sogenannte PAS, Post Abortion Syndrom, das Frauen sogleich nach einer Abtreibung ereile, verursache psychische Qualen. Und Brustkrebs, der als eine ebensolche Folgeerscheinung angeführt wird, stehe in beinahe direkter Verbindung zum künstlichen Abortus. So weit sind wir dies von Pro Life und HLI ja schon gewöhnt.

Jetzt bringt jedoch ein weiteres "wissenschaftliches" Ergebnis das Fass zum Überlaufen: Das Risiko nach erfolgter Abtreibung im Folgejahr zu sterben, sei ein um 76 Prozent höheres als bei anderen Frauen. Diese Zahl sei auch deshalb so hoch, weil 27 Prozent der Frauen nach Abtreibungen Selbstmord begehen würden. Denn die Selbstmordrate sei unter Frauen, die abgetrieben haben, siebenmal so hoch wie die jener, die geboren haben. Darüber hinaus würden auch doppelt so viele dieser (bösen) Frauen durch Unfälle ums Leben kommen als andere (gute).

Eine solche niveau- und hemmungslose Politik der Verbreitung von Todesängsten schlägt dem Fass den Boden aus. (dabu)

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