... sollte die Ursache für die Fehlzündung der "Sojus"-Trägerrakete nicht rechtzeitig gefunden werden
Moskau/Washington - Was den Austausch von Besatzungsmitgliedern der Internationalen Raumstation
(ISS) betrifft, könnten die neuen Astronauten Ende Oktober oder Anfang November zur ISS starten. Das gab die Nachrichtenagentur RIA am Montag bekannt. Der Absturz des russischen Versorgungstransporters vergangene Woche könnte nach einer Meldung der Agentur Interfax aber auch dazu führen, dass die Raumstation vorübergehend unbesetzt sein könnte. Ähnlich sieht das die US-Raumfahrtbehörde NASA, die eine Räumung der ISS für möglich hält.
Sollte die Ursache für die
Fehlzündung der "Sojus"-Trägerrakete nicht bis Mitte
November gefunden sein, müssten zunächst alle Astronauten von der ISS zurück auf
die Erde kommen, bevor neue hochgeschickt würden, sagte der zuständige
NASA-Manager Mike Suffredini am Montag. "Wir werden machen, was am sichersten
für die Crew und die Weltraumstation ist", sagte er nach einem Bericht der
Zeitung "Houston Chronicle".
Hintergrund
Seit der Einmottung ihrer Spaceshuttle-Flotte im Juli ist die NASA für den
Transport ihrer Astronauten zur ISS von Plätzen in den russischen
"Sojus"-Kapseln abhängig. Von den derzeit sechs Astronauten in der Station sind
zwei Amerikaner. Ursprünglichen Plänen zufolge hätten die Kosmonauten Alexander Samokutyaev und Andrey Borisenko sowie der US-Astronaut Ronald Garan am 8. September zur Erde zurückkehren sollen. Dies wurde vorerst auf den 19. September verschoben.
Am 22. September sollten ursprünglichen Plänen zufolge drei Raumfahrer - die Kosmonauten Anton Shkaplerov, Anatoly Ivanishin und der Astronaut Dan Burbank - in einer Sojus-Kapsel zum Außenposten
der Menschheit fliegen. Der Rest der aktuellen Besatzung - der Kosmonaut Sergei Volkov, Astronaut Michael Fossum und der japanische JAXA-Astronaut Satoshi Furukawa - sollte im November heimkehren. (APA/Reuters/red)