Schlafmediziner: "Start um 8.00 Uhr zu früh"

29. August 2011, 16:31
  • Österreichs Schüler müssen zu früh am Morgen in die Schule, meint ein Schlafexperte
    foto: derstandard.at/türk

    Österreichs Schüler müssen zu früh am Morgen in die Schule, meint ein Schlafexperte

Früher Unterrichtsbeginn kommt dem Biorhythmus der Kinder nicht entgegen

Wien - Die Ferien neigen sich dem Ende, der Schulalltag rückt wieder näher. Zeit also, um den Tages- und vor allem auch den Schlafrhythmus wieder anzupassen. Dabei ist es am wichtigsten, in Ruhe einschlafen zu können: eingeschaltete Fernseher oder laute Musik seien "absolut verboten", betonte Schlafmediziner Harald Kenzian. Um Müdigkeit und Leistungsabfall vorzubeugen, empfiehlt Alexandra Hofer, Geschäftsführerin der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung (ÖGE), regelmäßig für Energienachschub zu sorgen.

Vor allem unmittelbar nach dem Einschlafen fällt man in die tiefste und damit erholsamste Schlafphase. Wird diese gestört, ist laut Kenzian, Leiter der "AG Schlafmedizin und Schlafforschung" der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ), "der entspannendste Teil zerstört". Müdigkeit und Schlappheit am nächsten Tag wären vorprogrammiert. Die ÖGKJ rät neben Ruhe und dem Verbannen von Stress in Form von Fernseher und Computerspielen, auch zu einem abgedunkelten, kühlen Schlafraum und dem "Abschließen" des Tages, durch entsprechende Bettgehrituale, wie beispielsweise eine Gutenachtgeschichte.

Außerdem sollten Eltern ihren Sprössling nicht zum Schlaf zwingen, vor allem auch weil die "ideale" Schlafdauer von Mensch zu Mensch unterschiedlich sei. Für Fünfjährige seien neuneinhalb bis 13,5 Stunden völlig normal, Zehnjährigen empfiehlt man zwischen neun und elf Stunden.

Teilweise soll die Müdigkeit am Schultisch aber gar nicht die Schuld der Mädchen und Buben sein: Der übliche Unterrichtsbeginn um 8.00 Uhr ist laut Kenzian zu früh, ganz besonders im Winter. "Es scheint, dass ein späterer Schulanfang dem Biorhythmus des Kindes eher entgegen komme", so der Schlafexperte. Gesellschaftspolitisch sei das seiner Meinung nach aber nie durchzusetzen, da die Kinder außer Haus sein müssten, wenn die Eltern ihre Arbeit beginnen.

Kinder mit Schlafstörungen

Laut Kenzian leiden etwa ein Drittel aller Kinder an Schlafstörungen. Die meisten davon ließen sich jedoch durch "eine Modifizierung des Lifestyles" leicht lösen. Bei Dauerberieselung durch Fernsehen, Gamestation und laute Musik "brauche man sich nicht wundern, dass man nicht gut schlafen kann", warnte der Experte. Auch der vor allem unter Jugendlichen stark beliebte Eistee "pusht" wie Energydrinks übermäßig. All das seien mögliche Ursachen für schlechten Schlaf.

Regelmäßig essen

Zu einer Anpassung des Lebensstils zählt vor allem auch die richtige Ernährung. Hierbei sei es für Kinder vor allem wichtig, regelmäßig zu essen, da die Energiereserven schneller verbraucht seien als bei Erwachsenen. "Ein ausgewogenes erstes Frühstück und ein zweites Frühstück in der Schule füllen die Energiespeicher für den gesamten Vormittag auf und tragen zu einer gleichbleibenden Leistungsfähigkeit bei", so Hofer. Diese beiden Mahlzeiten würden gut ein Drittel der täglich benötigten Energie und Nährstoffe liefern. Ein eher sparsames Frühstück zu Hause könnte durch eine reichhaltigere Jause in der Schule ausgeglichen werden und umgekehrt.

Zu einer idealen Jause gehören laut der Ernährungsexpertin zum Beispiel Vollkorngebäck, Müsli, Obst, Gemüse, ein Milchgetränk oder Joghurt und kalorienarme Getränke wie Wasser oder stark verdünnte Fruchtsäfte. Als Belag würden sich magerer Schinken, fettarme Wurst, Käse, Gemüse, Obst oder einfach frische Kräuter eignen. Ein kleiner Tipp der Expertin: Werden die Brote beispielsweise in Dreiecke geschnitten oder in Herzform ausgestochen, hat das Kind kleinere Stücke in der Hand und die Jause schmeckt gleich noch besser. "Besonders günstig ist es, mehrere kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt zu essen. Das Frühstück und das Gabelfrühstück gelten als 'Sprungbretter in den Tag'", so Hofer. (APA)

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Mei Schule....... Um dreiviertel 8 oder so hats offiziell begonnen... Das ging nur mit ner Dröhnung Proll Musik (in meinem Falll Onkelz) und wenn möglich noch nem Geschrei von der Mama ..... Jetzt ists mir wurscht wann...... Egal ob 4, 6,8,10.. allles eine Einstellung und mind. 9 Schlaf/48 Stunden.... Studium, Arbeit alles weniger nervig...... naja lag wohl an der Pupertät... jetzt muss ich mich bemühen die Beschwerden von Schülern ernst zu nehmen......

das gillt für mich, natürlich ist jeder anders......aber ernsthaft, ohne langen Anfahrtsweg war/ist die Beginnzeit doch ok? so zwischen halb 8 und 8..... Außerdem eh nur 5 von 7 Tagen......... Ich bezieh mich aber nur auf Kinder ab 12-18, nicht jünger...

Ich stehe gerne so früh auf..

.. und das war auch früher schon so. Das ist mir alles zu komplex, um sinnvolle Aussagen zu finden, aber..

Mir war's immer lieber, früher aufzustehen und dafür früher heimgehen zu können, als um 9 aufzustehen und eben 2.5 Stunden später heimgehen zu können.

Denke weiters, dass das alles viel weniger mit der Schlafmenge zu tun hat, als mit anderen Dingen.. zusätzlich zu dem, was im Artikel bereits erwähnt ist, denke ich, dass der beste Wecker in der Früh die Motivation und die Freude ist, entweder in die Schule zu gehen oder in die Arbeit zu gehen.

Die Erfahrung hat jeder gemacht und jeder weiß bestens darüber bescheid. Wenn man einfach "nicht will", dann fällt's nunmal schwer.

Ich bin anscheinend anders!

Ich weiß das ich mit einer Stunde später aufstehen (was nichts mit einer Stunde länger Schlafen zu tun haben muss) besser zurechtkomme.

Nicht weil ich nicht Arbeiten gehen will, ich mag meinen Beruf, auch wenns manchmal Stressiger wird, hab ich spaß. Aber noch vor der Dämmerung außer Haus sein zu müssen hat mich immer schon Depressiv werden lassen.

Und ich komme lieber leichte durch den Tag - weils einem Schneller vorkommt. Als das ich mich mühsam durchquäle.

Aber jeder ist anders, das darf man auch hierbei nicht vergessen.

möglicherweise liegts daran

dass die innere uhr nicht so wie bei ihnen tickt.
ich werde grantig, wenn mir menschen erklären, mit ein bisschen guten willen springst du topfit um 6 uhr aus dem bett.
meine innere uhr ist nun mal auf 10uhr aufstehen eingerichtet, dafür bin ich auch abends noch topfit ( dank der österreichischen morgenstund hat gold im mund-mentalität bin ich dann zwar munter, aber trotzdem erschöpft durch das zu frühe aufstehen)

Naja... es ist natürlich dreist zu behaupten, dass jeder mit ein bisschen gutem Willen zum Frühaufsteher wird.

Genauso dreist find ich's allerdings auch zu behaupten, dass in jedem seine "unveränderliche biologische Uhr" ticken würde und man deshalb ungerecht behandelt wird, wenn man um 8a.m. in die Arbeit muss.

Es gibt auch hier kein schwarz-weiß.. bis zu einem gewissen/gesunden Grad ist zweifelos jede "biologische Uhr" einstellbar, und bis zu einem gewissen Grade, ist diese zweifellos auch höchst individuell. Aber einfach zu sagen, die Uhr sei auf 10h eingerichtet, halte ich für Bequemlichkeit.

Ganz und gar nicht, es gibt grob gesagt tatsächlich tendenziell früh- und spätaktive Menschen mitunteschiedliche Flexibilität.

Unseren Taktgeber Sonne haben wir ja nicht mehr...
Und in Europa mit seinen komischen Jahreszeiten ist die auch nicht so regelmäßig. Vielleicht ist Flexibilität des Tagesrhythmus so oder so eine Anpassung an europäische Verhältnisse, die halt wie üblich nicht jedes Individuum der Tierart "Mensch" hat. (wie Laktosetoleranz und so Kram)

Es gibt also grob gesagt tendentiell flexible Früh-/Spätaufsteher.. tatsächlich wahrscheinlich. Na dann ist ja nun alles klar.

Was ich geschrieben habe, sollte nicht unverständlich gewesen sein und geht sogar mit dem konform, was Sie vermuten. Nämlich mit einer Flexibilität und einer Anpassungsmöglichkeit des Menschen. Genau das vermute ich auch und habe ich auch geschrieben.

Es ist sicher nicht alles in ein einfaches Schwarzweiß-Denken zu packen. Alles was ich hier kommentiere ist die Bequemlichkeit jener, die sich für eine Möglichkeit entscheiden (schwarz oder weiß.. Frühaufsteher oder Spätaufsteher) und einfach im Vornherein jede Möglichkeit auf Anpassung der "biologischen Uhr" verneinen.

Flexibilität der Art =/= Flexibilität jedes Individuums.

Sie denken also, dass einige Menschen die Disposition hätten ihre biologische Uhr an die Umwelt anzupassen, und andere nicht.

Immerhin - trägt leider wenig zu unserer Erkenntnis bei, bis das nicht bewiesen ist :(.

Interessanter Gedanke denoch.

Macht ja nichts, dass manche Menschen einfach zu faul oder willensschwach seien, um sich da erfolgreich umzustellen, ist ja auch nicht untermauert gewesen.

Ich hätte einen Hinweis bzw eine Idee gefunden, warum manche Menschen ein Problem mit dem Aufstehen haben bzw. für diese Morgen, wo man so ganz und gar nicht wach, sondern mehr benebelt ist...https://secure.wikimedia.org/wikipedia... nted_sleep und https://secure.wikimedia.org/wikipedia... e_syndrome
Offenbar ist "zwischendurch aufwachen" beabsichtigt und normal. Dann aufzustehen wäre eine schlechte Idee und man fühlt sich dann nicht gut den Tag über. Najo.

und da sind sie wieder die vorurteile

bequemlichkeit - kann ja nichts anderes sein, als das. ist es so schwer, sich vorzustellen, dass es menschen gibt, die anders sind als sie?
ich bin, wenn man mich um 10 aufstehen lässt, bis mitternacht topfit - sie vermutlich nicht.
die gesellschaft nimmt, gerade bei den kindern, überhaupt keine rücksicht auf deren innere uhr. pubertäre bleiben ewig auf und kommen in der früh nicht hoch - es hat keinen sinn, gehts schlafen, weil sie das nicht können (melatoninmangel). und in der schule sitzen sie dann, bleiern vor müdigkeit, träge herum. es lohnt also schon, darüber nachzudenken.

Wer um Fünf aufsteht, ist halt topfit bis um Sieben am Abend. Ist dasselbe.

Was heißt "Vorurteil"... ich hab doch gerade erörtert, wie ich zu dem Gedanken gekommen bin,..

..Ihnen Bequemlichkeit zu unterstellen.

Ich halte es einfach für ein Märchen, dass jemand mit einer Inneren Uhr geboren wird, und dann sein Leben lang nur glücklich und fit sein kann, wenn er um 10 Uhr aufsteht. Ich bezweifelte nie, dass es biologische Uhren geben mag.. und ob man "Topfit bis Mitternacht" oder nicht ist, ist eben nicht nur eine Frage der Uhrzeit. Und genau "darin" sehe ich Ihre Bequemlichkeit, nämlich im Reduzieren komplizierter Sachverhalte (Schlaf, Hormonsystem, Umweltfaktoren, Nahrung, etc.) auf den simplen Begriff "Biologische Uhr".

Dieser Begriff hat, so wie Sie ihn verwenden, keine Grundlagen. Da können Sie auch mit "Melanoninmangel" kommen und noch so viele Hormone auflisten, von denen Sie nichts verstehen.

Was heißt "Vorurteil"..

ES NUTZT EH NIX

In regelmäßigen Abständen liest man, dass Kinder (und Erwachsene) vor allem im Winter einfach zu früh aufstehen müssen.

Wird das jemals irgend etwas daran ändern, dass frühes Aufstehen hierzulande zu den größten Tugenden zählt ? Warum es eigentlich löblicher ist, was auch immer so früh am Tag wie nur möglich zu erledigen, läßt sich rational nicht erklären, aber umso hartnäckiger ist diese Einstellung

Doch, es gibt Erklärungen dafür und diese liegen in der altherbrachten Lebensweise eines Landes mit überwiegend bäuerlicher Tradition. (Plakativ: Früh raus zu jeder Jahreszeit und ab 5.00 werden die Kühe gemolken...)

Ich denke, diese wirkt noch immer nach und hat unsere Kultur, vor allem was wir unter Tüchtigkeit, Fleiß und Disziplin verstehen, schlicht und einfach geprägt.

Da haben Sie natürlich Recht. Und irgendwann hat man aus der Not eine Tugend gemacht.

Zu kurz kommen dabei halt andere Eigenschaften als Tüchtigkeit, Fleiß und Disziplin.

Die Frage, die sich stellt, ist nun, soll man einen Kampf gegen Windmühlen führen oder sich eine Kuh zulegen, damit die Frühaufsteherei eine verständliche Begründung hat :) Und im übrigen würde ich es sehr interessant finden zu ergründen ob es denn ein Naturgesetz ist, dass Kühe unbedingt in aller Früh gemolken werden müssen oder auch nur ein versteinerter calvinistischer Brauch .....

Ich glaube, das übliche Massenfrühaufstehen stammt vor allem daher, dass man früher einfach nicht so viel künstliches Licht hatte, um abends noch sinnvoll arbeiten zu können. Man nutzte das Tageslicht voll aus, da Wachs, Petroleum, Holz, etc. teuer und/oder aufwendig zu beschaffen waren, was auf eines hinausläuft: früh aufstehen.

Heute könnten wir es uns leisten, die Menschen dann arbeiten zu lassen, wann sie am produktivsten sind. Doch leider wird "spätes Aufstehen" noch immer mit "faul" und "Langschläfer" gleichgesetzt und leistet sich lieber Mitarbeiter, die ihre Energie zum Frühaufstehen statt zum Arbeiten aufwenden müssen. Dies ist meiner Meinung nach reinste Ressourcenverschwendung. Aber dies zu ändern ist wohl sehr schwierig ...

Ich kenne den Biorhytmus der Kühe nicht. ;-)

Klar ist aber für mich die Ecke, aus der alle diese Disziplinierungen wie Triebverzicht, Lustabwehr, das Verbot von Genüssen etc. kommen und warum diese als "Tugend" gelten.

Nach dem Motto "Die Frühmesse beginnt um 6h und wer da nicht hingeht, wird geächtet" ?

Sie denken offensichtlich ähnlich wie ich. ^^

...kommt den der Arbeitsbeginn um 8 Uhr Früh dem Biorhythmus Erwachsener entgegen? danach sollte auch gefragt werden.

http://www.babylog.at/2011/allg... kenschein/

jo

der vor allem unter kindern beliebte Eistee oder cola , softdrinks pushen übermäßig. Am abend wäre ein bierchen zum entspannen besser :D

Wenn man sich vor dem schlafengehen noch ein bisschen auspowert mit ein bisschen Sport kann jeder um 2000 im Bett sein und um 6000 topfit aufstehen!
Nur wenn man den ganzen tag herumsitzt und nichts macht ist es irgendwie klar das man am Abend dann nicht müde ist...

Also nach einem bisschen Sport, v.a. am Abend, bin ich meistens munterer als zuvor...

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