FPÖ-Jugend im Burgenland will "Schuluniform statt Markenzwang"
Eisenstadt - Geht es nach der Jungen FPÖ Burgenland, könnte in Zukunft einheitliche Bekleidung das Bild an den heimischen Schulen prägen. Unter dem Motto: "Schuluniform statt Markenzwang" wurde am Landesjugendtag am Wochenende der Beschluss gefasst, eine entsprechende Kampagne zu starten, hieß es am Montag in einer Aussendung.
"Fetzen" als Statussymbol
Mit der Kampagne "Schuluniform statt Markenzwang" wolle man dem "Markenterror" in Schulen ein Ende setzen und die Persönlichkeit des Schülers in den Vordergrund stellen, argumentierte Philipp. Heute würden Kinder und Jugendliche viel zu oft danach bewertet, wie ihre Familien finanziell situiert seien: "Das passiert in unseren Schulen vor allem über die Kleidung. Fetzen sind das erste Statutssymbol." Einheitliche und zentral angeschaffte Kleidung würde nicht zuletzt die Eltern spürbar entlasten.
Schullogo am Leiberl
An "klassische Schuluniformen" sei dabei jedoch nicht gedacht: "Wir wollen weder biedere noch militärische Kostüme", so Philipp. Die Schulgemeinschaft und vor allem die Schüler selbst sollten über die Gestaltung befinden: "Ein Hose, ein Leiberl, unter Umständen Vorgaben zu den Schuhen, das war's." Ein eigenes Schullogo am Leiberl würde noch die Identität der Schulgemeinschaft und den Zusammenhalt zwischen den Schülern steigern. Bei der Initiative gehe es darum, "künstlich erzeugte Unterschiede mit negativen Folgen auszugleichen." Dies sei "allemal vernünftiger als die Gesamtschule", erklärte Philipp.
Grüne gegen Vorschlag
Die Grünen-Sprecherin für Jugend, Tanja Windbüchler-Souschill zeigt sich in einer Stellungnahme "entsetzt" über die Forderung der Jungen FPÖ-Burgenland. Der Vorschlag sei "restriktiv", so die Grüne. "Die freie Entscheidung der Kleidungswahl, sei es bunt oder einfarbig, kurz oder lang, ist jeder und jedem Jugendlichen individuell zu überlassen. Es geht hier um Persönlichkeit und um den eigenen Stil", sagt Windbüchler-Souschill.
Unterstützung bekommt die Parteijugend vom FPÖ-Nationalratsabgeordneten Christian Hörbart. "Führt man eine Schuluniform ein, konzentrieren sich die Jugendlichen in ihrer Kommunikation untereinander zwangsläufig wieder mehr auf charakterliche Eigenschaften und Interessen", so der Jugendsprecher. (APA/red)