Tirol: FP für Deutschkenntnisse als Bedingung für Wohnung

Nach dem Vorbild Vorarlberg - Nachweis bereits beim Ansuchen

Innsbruck - Den Nachweis von "einfachen Deutschkenntnissen" als Voraussetzung bei der Neuvergabe von gemeinnützigen Wohnungen in Tirol haben die Tiroler Freiheitlichen gefordert. "Die Migranten müssen stärker in die Verantwortung genommen werden. Die Leute verstehen oft nicht einmal die Hausordnung", sagte der LAbg. und Tiroler FPÖ-Obmann Gerald Hauser am Montag bei einer Pressekonferenz in Innsbruck. Hauser verwies dabei auf das Beispiel Vorarlberg, wo vor einigen Monaten ein dahingehender Beschluss gefasst worden war.

Der FPÖ-Obmann trat für die Verpflichtung zum Nachweis von Deutschkenntnissen bereits beim Ansuchen für eine Sozialwohnung ein. In Vorarlberg muss sich der Wohnungswerber innerhalb eines Jahres ab Antragstellung Deutschkenntnisse aneignen. Der Nachweis für das Beherrschen der deutschen Sprache soll sich laut Hauser jeweils nur auf den Wohnungswerber beschränken, nicht auch auf allfällige weitere Mitbewohner. 

Keine verfassungsrechtliche Bedenken

Besonders in den Ballungszentren Tirols käme es immer wieder wegen der Sprachbarrieren zu Konflikten. Verfassungsrechtliche Bedenken würden jedenfalls keine bestehen, dies habe die Universität Linz bereits bestätigt, meinte Hauser. "Wir diskriminieren derzeit die Inländer, die Deutsch sprechen", behauptete der Landtagsabgeordnete. Der Tiroler Landtag hatte einen Antrag der FPÖ zu dieser Thematik übrigens bereits vor der Sommerpause mehrheitlich abgelehnt.

Einen weiteren Antrag wird die FPÖ im Herbst bezüglich der laut Hauser "hohen Zinsbelastung" bei der Wohnbauförderung stellen. Es könne nicht angehen, dass der Zinssatz für das Wohnbauförderungsdarlehen ab dem 25. Jahr von sechs auf zwölf Prozent explodiere. "Normalerweise müsste die Gesamtbelastung dann geringer werden. Doch das Land Tirol kassiert hier ein Körberlgeld", sagte der Freiheitliche. Er forderte eine Senkung der sogenannten Annuität von zwölf auf maximal acht Prozent. (APA)

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alles fest in brauner hand hier...

Aus Interesse:
Was haben Deutschkenntnisse mit den Nazis zu tun?
Leute kommen halt durchs reden zusammen, und durch eine gemeinsame Sprache ist es einfacher.

Gute Idee...

... und das kommt von jemanden der viele Freunde mit migrantischem Hintergrund hat und KEIN FPÖ Wähler ist.

Ich kenne viel zu viele Ärzte, die sich mit weiblichen, türkischen unterhalten/untersuchen wollen, die jedoch den Mann oder Sohn mitnehmen, weils KEIN WORT Deutsch sprechen. Das geht nicht. Schon gar nicht bei Wohnungen, die ja oft vom Steuerzahler mitfinanziert werden.

Schade, dass so ein Vorschlag nicht von der SPÖ kommt.

Ich bin ein bisschen perplex!

Ist es wirklich möglich derartiges zu schreiben 'Gute Idee...und das kommt von jemanden der viele Freunde mit migrantischem Hintergrund hat und KEIN FPÖ Wähler ist.' ohne sofort in Relation zu einer gewissen Person mit einem lächerlichen Bärtchen gesetzt zu werden, oder als N**i denunziert zu werden?
shocking

Ach ja, und 'migrantichem'? Sollte das nicht 'Migrationshintergrund' oder dergleichen heißen?

Ich halte es für unintelligent, wenn türk. Männer hier ihre Frauen nicht normales Deutsch lernen lassen. Hauser sprach von Deutsch für Wohnungswerber und nicht auch für rückständig-ländliche Ehegattinnen von Wohnungswerbern.

Zum Schmunzeln bringt mich die gedankliche Frage: Sollen Arztbesuche künftig von Deutsch-Zertifikaten abhängig gemacht werden?

Also immerhin für Zuwanderer die es nach Südtirol verschlägt gibt es Hilfe.

http://www.youtube.com/watch?v=nhFgcLDlIr0

Und...is das was schlechtes oder wie..?

Wenn jemand Anspruch auf eine geförderte Wohnung haben will, muss er zumeist eine Zeit lang am Wohnort gelebt haben.

Wer es in dieser Zeit immer noch nicht schaffte, halbwegs Deutsch zu lernen, kann nicht aus dem angeblichen "Talentepool" sein, den wir uns aus dem Orient holen und hat somit ohnehin hier nichts verloren.

Also - völlig berechtigte Forderung.

Es ist für Leute, die hier arbeiten + leben wollen, gscheit, Deutsch zu lernen + zu sprechen. Wer's nicht kann, wird nur Billigjobs machen.

Wer aus einer fremden Sprache kommend eine etwas qualifiziertere Arbeit (unter Deutschsprachigen) macht, wird als Wohnungswerber ned viele Hauser-f-Sprachtests brauchen.

Blickwechsel: Wer sich Einsparungen beim staatl. Personal wünscht, sollte ned mit f-Gießkanne Sprachtests für alle fremdsprachigen Wohnungswerber verlangen ... wenn man nach Punktesystem etwa erst etliche Jahre später Chancen auf eine öffentl. Wohnung hat. Denn welche Beamten oder VB sollen die Prüfungen abnehmen und welche Beamten sollen über Rechtsmittel entscheiden?

Die Idee ist vermutlich schwach und teuer.

der orient, der orient...
was auch immer bei uns brennt,
schuld ist immer nur der orient
egal ob es uns fehlt an euro oder cent,
oder die arbeit uns davon rennt,
was täten wir denn nur ohne diesem...
....behinderten orient!

Schwachsinn. Da wären doch auf einen Schlag alle Tiroler obdachlos.

Ohje, wollen die blau-braunen

jetzt Tirol absiedeln?
Deutsch hört man ja dort Niemanden sprechen.

ganz ehrlich (und bitte ohne parteipolitische meinungen)

was ist daran so schlecht, dass zuwanderer deutsch lernen (sollen)?

DANKE! bin froh, dass man auch mal...

...normal an ein Thema herangehen kann.

Wäre schön, wenn das öfters (v.a. im standard-forum) möglich wäre :)

eine Sache noch: es stimmt, meist, wenn etwas von der F-Seite kommt, löst das automatisch bei vielen einen Beißreflex aus. Ich finde, man sollte gewisse vernünftige dinge (und ich wage zu behaupten, dass sich fernab des Heinzis auch in der F halbwegs kluge köpfe gibt) einfach normal und objektiv diskutieren können.

Das gilt natürlich auch für die andere Seite - nicht jede Kritik an der F bzw ihren Ideen muss gleich aus einem linksextremen köpflein kommen :)

Zum Thema: bei einigen Zuwanderern hat sich das "freiwillige" Deutschlernen nicht bewährt; somit finde ich es als angemessen, darauf mit "sanften Druck" zu reagieren.

Wer Unfug macht, den kann das Leben strafen. Es ist Unfug, hier zu leben und nicht ausreichend Deutsch zu lernen, weil man sich viele Chancen nimmt. Das ist ähnlich viel Druck wie Raucherleiden nach starkem Rauchen.

Es gibt Situationen, wo der Staat Druck macht: Vom Rauchen in Lokalen, über die meisten Gesetze bis hin zum Steuer- und Strafrecht.

Ich zweifle am Sinn einer solchen "Lenkungsmaßnahme", an ihrer sinnvollen Umsetzbarkeit, an ihren Erfolgen und an ihren Kosten. Wie sinnvoll ist es, Druck zu machen, der wenig oder gar nichts bringt?

Anders ausgedrückt: Soll man bei der Wohnung ansetzen, wenn jemand sich mit wenig Sprachkenntnissen für eine untere Sprosse der Einkommensleiter entscheidet?

Wer hier arbeiten + leben will, braucht Deutsch.

Wer eine etwas qualifiziertere Arbeit unter Deutschsprachigen macht, lernt die Sprache laufend besser.

Wohnungswerber brauchen normal ein Einkommen. Wenn sie Geld verdienen, können die meisten Deutsch.

Man bekommt Wohnungen normal nicht gleich nach Antragstellung sondern hat Wartezeit. Wie viel Aufwand mit Deutschprüfungen und mit welchen Lehrern oder Beamten wünschenS Ihnen denn, um bei Fremdsprachigen abzuchecken, wer sprachliche Kriterien erfüllt und wer nicht. Gibt's dann einen negativen Bescheid, soll er anfechtbar sein? Wann darf man einen neuen Antrag stellen, vielleicht nach einem VHS-Kurs?

Wie viele Fremdsprachige werden durchfallen? Was kostet Hausers Idee?

Ist überhaupt nichts schlechtes dabei.

Hier erleben sie einfach den politischen Beißreflex bei dem einfach auf alles was von der FPÖ kommt schlecht sein muß.

Selbst mit 750 Zeichen gibt's viel mehr Argumente gegen diesen neuen f-Vorschlag als dafür. Darf ma no was gg die f sagen od. is das scho verbotn?

Spaß beiseite: Mit wie vielen neuen od. alten Beamten wünschen Sie sich die Beurteilung einfacher Sprachkenntnisse von Wohnungswerbern? Sollen sicherheitshalber alle WW mit fremden Namen durchgecheckt werden oder spar ma uns den Aufwand wenigstens bei denen, die schon mehr als 1 Jahr in Ö arbeiten, weil sie dann vermutlich ausreichend Deutsch sprechen? Was mach ma mit Leuten, die gar nicht, Lateinschrift oder Deutsch ned flüssig vorlesen und mind. 3 Hausordnungen verstehen können? Müssen die dann Lesen und Rechtskunde lernen?

Bis zum Beweis des Gegenteils: f-Hauser will in die Faschingszei

Wie wäre es wenn man die Wohnungswerber einfach ohne Dolmetscher zum Amt schickt, wenn sie es schaffen die Wohnung zu bekommen dann waren die Deutschkenntnisse ausreichend. Natürlich kann jemand begleiten um das Amtsdeutsch etwas auszumanagen.

Zum Vergleich: Für die Verletzung der Wahlpflicht zB bei Präsidentenwahl gab's lang eine (theoret.) Verwaltungsstrafe. Sinnvoller Weise haben die Ämter dieses tote Recht lange nicht mehr ausgeübt, weil die Vorgeladenen "gute Ausreden" hatten und nur wenige Blöde übrig blieben. Wurde abgeschafft.

Hausers Vorschlag wäre dann diskussionswürdig, wenn er sich die Mühe machte, zB in Vorarlberg nachzufragen, wo die Stärken und die Schwächen der dortigen Regeln liegen und wie viel das kostet.

gilt das auch für "english" Sprachige????

Wenns um eine Sozialwohnung geht auf jeden Fall.

Mit Verlaub: Sie bemühen sich um eine Art reine Lehre, die es kaum geben kann. Speziell in Tirol sollen manche "Sozialwohnungen" Monatsmieten von bis zu 700 Euro haben. Und für Sie ist in solchen Zusammenhängen sinnvoll, wenn alle Wohnungswerber bei Antragstellung auf ihre Deutschkenntnisse getestet werden, damit sie eine Hausordnung verstehen können?

Stimmt,

für manche Opernsängerin, Sportler, eingekauften Oligarchen wäre es von Vorteil.

Gute Opernsänger und Sportler sind allerdings eine ECHTE Bereicherung für das Land.
Und gegen einen Oligarchen der mehrere Banen braucht um sein Konto verwalten zu lassen beschwert sich wohl auch niemand (bes. wenn dann auch noch ein paar Arbeitsplätze entstehen ;-) ).
ABER, und das ist glaube ich zumindest das wihtige daran, davon gibt es WIRKLICH nur SEHR wenige, die dem Land dazu auch noch nützen.

Bei anderen hingegen....naja. 4.Generation in Österreich und verwenden den selben Akzent wie die ursprünglich zugewanderten....keine Bereicherung.

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