Laborexperiment

Wein aus grünem Tee

29. August 2011, 11:47
  • Artikelbild
    foto: epa/str

    Fünf verschiedene Sorten "Teewein" sind bereits am Markt.

Ein französischer Biologe experimentierte mit grünem Tee und erfand einen neuen Wein

Beim Experimentieren in seinem Labor hat ein französischer Biologe zufällig einen Wein aus Teeblättern erfunden, der sich binnen weniger Monate tausendfach verkauft hat.

Frederic Pottecher probierte in seinem Labor in der Nähe von Orleans im Landesinneren mit grünem Tee herum, um ein neues Nahrungsergänzungsmittel zu entwickeln, wie er erzählte. Als der Tee zu fermentieren begann, sei ihm die Idee gekommen, eine Art Wein daraus zu keltern. "Tee hat sehr ähnliche Eigenschaften wie Wein", sagte Pottecher. "Er enthält Gerbstoffe und Polyphenole, und wenn man Hefe und Zucker beigibt, beginnt die Gärung."

Fünf verschiedene Sorten "Teewein"

Mittlerweile stellt der 48-jährige Unternehmer, der seit zwanzig Jahren verschiedene Nahrungsergänzungsmittel produziert, fünf verschiedene Sorten seines "Teeweins" her. Als Grundlage diene biologisch angebauter Grüntee aus China, dem er für den Geschmack andere Pflanzen wie Safran, Hibiskus und Moosbeere beimische, sagte Pottecher.

"In knapp drei Monaten haben wir schon mehrere tausend Flaschen verkauft. Unser Ziel für dieses Jahr sind 40.000 Flaschen." Mittelfristig wolle er "einige hunderttausend Flaschen" produzieren und den 13,5-prozentigen Teewein nach Hongkong und China sowie Japan verkaufen. (APA)

Kommentar posten
12 Postings
JKRK
00
Wo

bekomm ich Ihn her?

ulenspygel
10
30.8.2011, 20:17

Der war wohl noch nie in Skandinavien.

Das dortige vinmomnopolet sorgt für deftige Preise auf Alkoholika incl. Bier und Wein. Drum kursieren schon lange jede Menge Rezepte für das Eigengebräu im eigenen Keller. Augangsstoffe Zucker, Reis, Getreide - und natürlich Hefe. Und zum Abrunden paar Aromastoffe.

Überhaupt: Kunstwein in Frankreich (aufshirnhau!) ?

Freund der Sanktionen
00
30.8.2011, 00:28
Vielleicht riechts ja gut.

Vielleicht sieht ja auch appetitlich aus. Vielleicht schmeckts sogar interessant. Aber warum um alles in der Welt muss man jeden vergorenen Mist Wein nennen???

Sternchen100
00
31.8.2011, 10:34

Weil man auch z.B. zum Apfelwein Wein sagt... besteht auch nicht aus (Wein-)Trauben. Man hat vermutlich einfach kein neues Wort erfunden. Dazu kommt noch das gewürzte Glühwein. Wein mit diversen Gewürzen war vor einigen hundert Jahren beim Adel durchaus beliebt.

Bei Bier gibt es bekanntlich auch noch Met.

Bier, Wein oder Spirituosen oder Essig sind an sich nicht so schwer herzustellen, früher haben die Bauern das schließlich auch selbst gemacht.

tramezzino
00
30.8.2011, 09:09

weil man es sonst nicht vernünftig vermarkten kann...

BK W. Shoyssel
05
29.8.2011, 12:02
wenn man Hefe und Zucker beigibt

wenn man Hefe und Zucker beigibt und noch einige Zutaten, kann man auch aus Badewasser Wein machen.

Sternchen100
00
31.8.2011, 10:37

Der Sekt und diverse Süßweine machen es ja vor, wie man eine (zusätzliche) Gärung auslöst.

Neu ist nur, dass es hier mit Tee versucht wurde. Und jetzt denke ich, wer erfindet den ersten Hagebutten-Wein? (Wäre sicher yammi-lecker!)

Professor Morse
00
30.8.2011, 13:33
vin de pipi

Genial wäre auch Wein aus Weinblättern, bitte versuch es! Weinblätter sind den Weintrauben so super ähnlich...

gensfleischs_erbe
00
29.8.2011, 13:26

Hefe und Zucker reichen aus, maximal noch etwas Thiamin und Ammoniumphosphat (in Minimengen) wenn das Badewasser zu sauber ist... ;o)

M L3
01
29.8.2011, 14:36
Oder es vorher von einigen Kleinkindern benutzen lassen :-)

Phosphor wurde im Urin entdeckt, Ammoniak entsteht bekanntlich auch bei bakterieller Zersetzung desselben.

Dr. Viktor Frankenstein
00
29.8.2011, 19:20
... von einigen Kleinkindern benutzen lassen :-)

Das wird dann 'organischer' Wein.

tramezzino
03
30.8.2011, 09:10

chateau de cloaqu - würde ich ihn dann nennen...

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.