Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Frankfurt/Main - Der Lyriker Adonis ist am Sonntag in Frankfurt mit dem Goethe-Preis der Stadt ausgezeichnet worden. Damit erhielt zum ersten Mal ein arabischer Dichter die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung. "Wir ehren mit Adonis einen wahren Weltdichter", sagte Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) bei der Preisverleihung in der Paulskirche. Der Intendant der Berliner Festspiele, Joachim Sartorius, würdigte Adonis in seiner Laudatio als einen der größten arabischen Dichter unserer Zeit.
Der 1930 in Nordsyrien als Ali Ahmad Sa'id Esber geborene Adonis erregte vor allem in den 1960er und 70er Jahren mit seinen Essays Aufsehen. Darin sprach er sich gegen Fanatismus und Despotie aus. Zeitweise war er wegen seiner politischen Aktivitäten inhaftiert. 1956 zog er nach Beirut, seit 1986 lebt er in Paris.
Lobende Worte
Nach Darstellung der Jury erhielt Adonis die Ehrung "für seine eminente dichterische Begabung, für seinen Kosmopolitismus und für seinen Beitrag zur Weltliteratur". Adonis sei "ein leidenschaftlicher Rebell gegen die geistige Erstarrung der arabischen Kultur". Roth sagte: "Sein literarisches Werk ist grundiert, ja geradezu durchdrungen von den Welten der Freiheit, der Gewaltenteilung, den Rechten der Frau und dem Dialog zwischen Orient und Okzident."
Sartorius bezeichnete Adonis als einen Weltbürger, der "sehr früh erfahren haben muss, dass sein kulturelles Erbe nicht auf den Islam beschränkt ist, sondern weit darüber hinausgeht". Er verweigere sich der herkömmlichen Rolle als Dichter, setzte stattdessen auf Wandel und auf stete Veränderung. "Adonis möchte einen befreiten Islam, der die heutigen Imame entmachtet und an die unkonventionellen vorislamischen Denker des frühen Mittelalters anschließt", sagte Sartorius. "Vor allem aber möchte er eine freie, eine befreite Gesellschaft."
Der Preis wird alle drei Jahre am Geburtstag Goethes - dem 28. August - in der Paulskirche an eine Persönlichkeit verliehen, "deren schöpferisches Wirken einer dem Andenken Goethes gewidmeten Ehrung würdig ist". Frühere Preisträger sind der Psychoanalytiker Sigmund Freud, der Dichter Thomas Mann, der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki, der Schriftsteller Amos Oz und die Choreografin Pina Bausch. Erster Goethepreisträger war im Jahr 1927 Stefan George. (APA)
Mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung für eine der sprachmächtigsten Autorinnen der deutschen Gegenwartsliteratur
Nihad Siris wird für seinen Roman "Ali Hassans Intrige", eine Satire auf den Führerkult in einer arabischen Diktatur, ausgezeichnet
Cordula Simon und Nadine Kegele unter den 14 nominierten Autoren
Der Schauspieler und Autor beweise, dass man wunderbar mit der deutschen Sprache spielen kann
Jury würdigt "Meister der Stimmen und Gespräche"
Jury: Der ungarische Schriftsteller gehört zum literarischen Gewissen seines Landes
Für Romanprojekt "Anna" ausgezeichnet
"Literary Service Award" an US-Bestsellerautor
Die in Graz lebende Wienerin lote mit feinem Gespür gesellschaftliche Machtgefälle aus
Dem 67-Jährigen wurde der Österreichische Staatspreis für Europäische Literatur zugesprochen
Überreichung der Auszeichnung am 25. Juli im Rahmen der Salzburger Festspiele - Mit 25.000 Euro dotiert
Im Rahmen des Festivals "Criminale" in Bern verliehen
Hochdotierte Auszeichnungen an Erica Pedretti, Fabio Pusterla und Jean-Marc Lovay
Illustratorin und Schriftstellerin mit höchster Kinder- und Jugendbuchauszeichnung geehrt - Preis mit rund 593.000 Euro dotiert
Der österreichische Schriftsteller wird "Atlas eines ängstlichen Mannes" ausgezeichnet
Gesamtwerk der 36-jährigen finnisch-estnischen Autorin ausgezeichnet
Autor und Kabarettist wird für "facettenreiches Werk ausgezeichnet, in dem er sich als begnadeter Erzähler für Groß und Klein erweist"
Land Steiermark ehrt in Hamburg lebende Autorin
Anerkennungspreis für Leda Forgo
Die Autorin wird für ihren zynismusfreien scharfen Witz und leidenschaftlichen Ernst gewürdigt
Saoud al-Sanoussi für "Der Bambusstamm" ausgezeichnet
Biennale Auszeichnung 2013 in der Sparte Dramatik
Der mit 10.000 Euro dotierte Literaturpreis geht zum ersten Mal an einen Bildenden Künstler
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.