Ich beginne zu glauben, dass sogar Konservative manchmal recht haben

... vor allem, wenn sie meiner Meinung sind

FS Misik diesmal extrem konsensorientiert und garantiert nicht einseitig!

Die Einsicht einer wachsenden Zahl von Konservativen, dass "die Linke recht hat", kann man jetzt natürlich mit Zufriedenheit zur Kenntnis nehmen: dass sich bei Leuten, die nicht vollständig verbohrt sind, am Ende die Vernunft durchsetzt und der Realitätssinn. Aber man kann sich auch folgende Frage stellen: Worauf sollten sich denn eigentlich Progressive, die auf der Höhe ihrer Zeit sind, und Konservative, die ohne Brett vor dem Kopf durch die Welt laufen, heute einigen können? Gibt es da etwas? Ja, da gibt es eine ganze Menge. Es gibt sogar Erzkonservative, die öffentlich sagen, all das, was ich hier wöchentlich in diesem Videoblog vertrete, seinen meist Sachen, "denen kein Vernünftiger widersprechen kann". Es gibt also genug an Reformvorschlägen, "denen kein Vernünftiger widersprechen kann" und es gibt auch einen ausreichenden Vorrat an Konsens. Aber wieso ist es dann so schwer, das Vernünftige zu tun?

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Herr Misik: Ihre Bilder an der Wand...

haben bescheidene Farben. Da fehlt mir ein frisches Blau und ein Orange, Schwarz eingefasst!

Wäre das nichts für Sie, dass sind dann die Vernünftigen welche Ihnen Recht geben und deren Stimme Sie noch nicht haben. Sie müssen das schon Schmackhaft machen, sonst fühlt sich der vernünftige Blaue überhaupt nicht angesprochen von Ihnen.

Ja, schenken Sie doch ein bisschen mehr Liebe Ihren vernünftigen Lesern, auch in Farbe!

Schön. Schön langsam dringt es durch, dass die überholte Ansicht von Links und Rechts nicht mehr zeitgemäß ist.
Die Themen haben sich inzwischen so überlappt, vermischt, und manche einfach etabliert, dass es höchste Zeit ist, das perspektivische Parteidenken aufzugeben und endlich die Probleme etc. aus allen Blickwinkeln zu sehen.
Das setzt den Willen woraus, den Andersdenkenden verstehen zu wollen, und beugt auch Extremismus vor, da man dann die Anzeichen dafür früher erkennt und dann manchmal auch entgegensteuern kann.

Wieder einmal sehr schön!

Danke.

Uebersetzung

Die Argumentation ist wie die Terrorgutheissungsargumentation des Innenministeriums. Wenn Dir jemand erzaehlt was morgen Terroristisches passieren wird und zwar unkenntlich, symbolisch und doch eindeutig und Du weisst es nicht wozu das dazugehoert, weil es erst passiert und der Jemand nichts damit zu tun hat bist Du schon gestraft, weil Du Terror gutheisst. Das heisst, wenn Du Terrornazis wie unsere Politiker aufdeckst, die seit Jahrzehnten verbrecherisch handeln, dann bekommst Du die Strafe - daher bei Terror und IWF Wegsehen und Dummstellen sonst Haefen. Natuerlich ist egal wie krank Du bist. "Nein" sagen zu koennen und sei es auch nur zu symbolischen Geschichten ist jederzeit 24h Pflicht, das zeigt wie der Westen schon gesetzlich vorplan

naja, die antwort ist ja nicht schwer:

"vernünftige löhne", "soziale gerechtigkeit", "gute schulen" und "aufstiegsmöglichkeiten" sind genauso ziele des konservatismus alter schule. allerdings sind das schlagworte, und die differenzen entstehen in der interpretation bzw in dem schritt dahin.

nur weil man sich auf große ziele einigen kann, heißt das noch gar nichts.

dass aber ein regelloser, entfesselter markt nicht der weg dorthin ist, diese erkenntnis sollte bald mal durchgesickert sein.

das problem ist eher

dass es auch im neoliberalismus regeln gibt und gab. und zwar dass man firmen wie General Motors oder Hypo Alpe Adria in Konkurs gehen lässt. Aber in diese Regeln wurde eingegriffen. Deswegen und nur deswegen funktioniert das ganze nicht mehr.

wenn sie persönlich dafür haften bzw. sich verantwortlich erklären, für das, was dabei rauskommt, wenn man die banken "fallen" gelassen hätte, würde ich sie ernster nehmen.
_niemand_ findet das super - es war eine erzwungene maßnahme aufgrund der folgen deregulierter märkte.
dass die neoliberalen das argument jetzt umdrehen, und die notfallmaßnahmen, die aufgrund ihrer politik notwendig wurde, anprangern, finde ich immer wieder empörend!

niemand empfiehlt einen völlig entregelten markt.

nicht mal die theoretiker des neoliberalismus.

die frage die sich stellt ist nur die intensität der regulierung

ordem e progresso

1) alles was man nicht braucht
2) alles was einem einem eingeredet wird "brauchen zu müssen"
3) Forschung - was brauchen wir wirklich
4) Was brauchen und wollen wir wirklich, ohne das es uns jemand verkaufen will
5) Stil und manieren (ist echt angenehmer)
6) Dummheit kann ab und zu schwer ins Auge gehen
7) denken

Entfesselter Markt

Die Theoretiker empfehlen es nicht, aber die Praktiker TUN es!

Die Evolution ist schon etwas seltsam. Da malt sie in den schönsten Farben ein Paradies in den Nexus. Dann kommt die Krone der Schöpfung und sagt "grau" ist schöner. Und ein Kardinal der einem erklärt "Leiden ist geil"

Aber der absolute Gigant unter den Blödmännern ist der Börsenheini. Schlichtet Geld wie auf einem Spielfeld - und baut Blasenburgen und Therapiezentren für Frühpensionisten.

Gedanken töten den Rechtskonservatismus, also liebe Kammeraden fangt an euch Gedanken über Stabilität, Frieden und Wohlstand zu machen (PS: Ausländer nicht das Problem, die Familie Özan im 16. Bez will nur von EUCH akzeptiert werden, mehr nicht)

die fotos von misik

wirken wie aus der geschlossenen anstalt.
und das ist noch minder ausgedrückt.

Das "Scheitern der Planwirtschaft" war ein SPAZIERGANG, verglichen mit Obamas "Erholung".

das hat Fleischhacker schön auf den Punkt gebracht. Wird Misik leider nie verstehen.

Freut ihr euch auch schon so auf die nächste Wahl? Mal sehen, wie recht die Linke dann (mal wieder) hat. :-)

Zum Einschlafen

ich könnte das Thema von Misiks sonntäglichen Erklärbär-Videos immer schon tags zuvor erraten

tja, fleischhacker hat aber recht, man muss ihn nur lesen und nicht reflexartig empört auf reizwörter reagieren

denn was wir momentan vorfinden entspricht nicht den prinzipien des freien marktes, ja nicht mal im entferntesten sinne.
das ist planwirtschaft der fed und ein wenig ezb.

kartelle und monopole werden ignoriert, die bestehenden gesetze nicht angewandt, die politik hat versagt, sie wurde gekauft.

das freie spiel der kräfte sieht anders aus. rauscher schrieb unlängst eine treffende kolumne zum thema neoliberalsimus und wie dieser nur zu gerne mit unserem föderalismus verwechselt wird.

nebenbei: heute bei einer agip um 13.69 super getankt bei 105 dollar/barrel. danke ÖMV, von konkurrenz keine spur. das ist keine freie marktwirtschaft.

Die "Freie Marktwirtschaft"

beginnt irgendwo bei 100 Millionen Euro Kapital. Darunter ist das ganze mit Abstufungen wirtschaftsfaschistische Planwirtschaft allerübelster Sorte. Die Kapos – mittleres Management – kriegen nur schönere Zellen.

Aber so hat das der Fleischhacker wohl nicht gemeint …?
Ansonsten bin ich aber ganz bei Ihnen.

das Vernünftige muss einmal gefunden werden. Wenn man die Problemchen in Prioritätenkategorien einstuft, muss man einen gemeinsamen Nenner haben an dem man sich ausrichtet. Und genau das, ist das Schlüsselthema. >> dies Bedeutet >> Menschenrechte stehen ganz oben und Ausbeutung ist nicht mehr legitim.

die pathologie der freien Märkte und besonders der Finanzmärkte?

die Finanzmärkte sind wohl das extremste Gegenteil freier Märkte ... Misik, Nichtgenügend, setzen!

lieber herr misik

ich kenne zwar den herrn fleischhacker nicht (ist wohl auch nicht so wichtig), aber in gewissem sinne hat er schon recht (obwohl ich gerne zugebe, dass ich den herrn warscheinlich falsch interpretiere) - DENN: der finanzkapitalismus hat aber nun wirklich nichts, aber auch rein gar nichts mit marktwirtschaftlichen prinzipien zu tun. gäbe es eine funktionierende marktwirtschaft, dann hätten wir auch keine probleme. sie wissen schon, man muss differenzieren zwischen marktwirtschaft, kapitalismus, finanzkapitalismus usf. bitte nicht alle begriffe in einen topf werfen.

als journalist könnten sie sich doch auch einmal INFORMIEREN

Sie kennen Fleichhacker nicht?

Da stellt sich jetzt aber schon die Frage, welche Medien sie als, sagen wir mal Marktgläubliger konsumieren - Krone, Österreich?

Ja, Adam Smith hat recht und für die Handwerksgesellschaft im damaligen England bedeuteten seinen Ideen wirklich einen Wohlstandsgewinn. - Komplett freie Märkte, laissez-faire Kapitalismus kann vielleicht am Reißbrett und im Reagenzglas den Wohlstand aller mehren - bzw. keinen Armen noch ärmer machen.

Das muss aber endlich auch als genaus illusorisches Gedankenexperiment wie Marx' Kommunismus gesehen werden - die totale wirtschaftsliberale Ges. wird genausowenig existieren, wie die kommunistische.

Mit sowas zu argumentieren und gleichzeitig die Kommunisten als realitätsferne Träumer abzutuen, ist lächerlich.

sie meinen eine funktionierende marktwirtschaft, wie es sie in der modellwelt gibt, wo sie ja dort auch so perfekt funktioniert ..

oder beziehen sie sich auf eine bestimmte zeitperiode, ein bestimmtes land? welche(s)?

ich glaube inzwischen übrigens, dass ein wirklich gut funktionierender markt nur mit hilfe von sehr umfassender rahmengebung durch den staat (!) erzwungen werden kann.

noch etwas sei gesagt zu den staatlichen eingriffen: der einsatz der gelddruckmaschine ist ein staatlicher eingriff! begonnen hat das ganze mit der aufkündigung der bretton woods geldsystems durch präsident nixon. damit war plötzlich die golddeckung des us-dollar vom tisch und das war die geburtsstunde des ungedeckten geldsystems.

es hat einige zeit gedauert, bis alle politiker die tragweite dieses aktes erkannten. aber dann begann die grosse schuldenorgie, die uns heute solche probleme macht!

staatliche eingriffe sind eben auch nur dann sinnvoll, wenn es sinnvolle eingriffe des staates sind!
es gibt aber kaum einen politiker, dem man zutraut, das er die zusammenhänge überhaupt versteht, bzw gewillt ist dementsprechend zu handeln

natürlich ist nicht jede staatliche handlung optimal - wie es etwa die von marktgläubigen heftig propagierte von bestimmten politiker betriebene deregulierung und liberalisierung der finanzmärkte vor allem im letzten jahrzehnt war.

das mit dem ungedeckten geldsystem scheint jetzt bei manchen die marktgläubigkeit abzulösen - ein neuer mythos.
wo ich ihnen recht gebe: die aufgabe von bretten woods war ein fehler .. hmm .. wie wärs deshalb mit kapitalverkehrskontrollen und koordinierter zinspolitik? die haben damals schon gewusst, warum sie das machen ..

es kennzeichnet das bretton woods system aber nicht nur die golddeckung,

sondern fixe wechselkurse, welche durch unterschiedlich stark wachsende volkswirtschaften nicht haltbar waren. so wanderten dermaßen viele dollarsdeviesen richtung ausland, dass die golddeckung verunmöglicht wurde.

aber ja, unser papiergeldexperiment seit damals nähert sich dem ende

devisen

nein, die meine ich nicht (wie kommen sie darauf)

es gibt immer wieder phasen, perioden und länder bzw. kontinente wo es funktioniert und sich die kräfte in bewegung setzen. aber dann kommt auch der kapitalismus und der finanzkapitalismus ins spiel und irgendwann sind staatliche eingriffe die folge. es ist ein ständiges wechselspiel der kräfte (historisch gesehen).

sollten sie sie dafür tatsächlich interessieren, empfehle ich immer wieder mal braudel "sozialgeschichte des 15. - 18. jahrhundert" und zwar alle drei bände!

naja, seit dem 15. jahrhundert gab es in sämtlichen ländern sicherlich die verschiedensten wirtschaftssysteme und es haben sich da die wohl die verschiedensten "kräfte" in bewegung gesetzt .. ;-)

wieauchimmer: wenn sie dies alles eifrig studiert haben, werden sie sicherlich festgestellt haben, dass regellosigkeit nicht unbedingt das gelbe vom ei ist, auch nicht was die volkswirtschaft betrifft.

ja, und wer die letzten 1000 jahre studiert hat, der weiss auch, dass der staat sich mit dem kapitalismus verbündet, um ihn danach in die schranken zu weisen, dass der kapitalismus neuerlich eine tür findet, durch die er eintritt, der staat sich erneut mit ihm verbündet und ihn wieder in die schranken weist usf. ein einfaches wechselspiel der mächte

deshalb sind mir aussagen wie "der staat muss eingreifen" oder "der staat muss rahmenbedingungen erzwingen" ganz einfach zu oberflächlich

die letzten 1000 jahre so einfach über einen kapitalismus-kamm scheren ist sicherlich um einiges oberflächlicher -

wie auch immer - wenn ich mich jetzt auf ihre sichtweise einlasse, so würde ich uns jetzt ganz außern am pol wirtschaftsliberalismus sehen (wobei ich jetzt die begriffe kapitalismus und liberalismus im ähnlichen sinn sehe, aber sie wissen sicher was ich meine, zumal sie selbst die begriffe wild durcheinander werfen ..)
das heißt: es fehlt heute dringend an einem den markt regelgebenden und lenkenden staat

dann schauen sie sich eben einmal an, was in zeiten passiert, in denen der staat zu stark in das regelwerk eingreift. das jüngste grosse beispiel ist ja der bereits erwähnte einsatz der gelddruckmaschine, der die massiven probleme erst geschaffen hat. und weil die therapie nicht funktioniert, wird von jahr zu jahr die dosis erhöht.

das problem ist, wenn der staat eingreift, dann kann man sicher sein, dass er an der falschen stelle eingreift. insofern ist staatlicher eingriff sehr mit vorsicht zu geniessen.

die erhöhung der geldmenge ist eine maßnahme, die aufgrund der finanzkrise leider(!) geradezu notwendig wurde, um noch schlimmeres zu verhindern. es ist nichts, was grundsätzlich wünschenswert ist, sondern eine notmaßnahme aufgrund der verheerenden folgen eines außer kontrolle geratenen finanzmarktes, die allerdings an strengere finanzmarktregulierung gekoppelt werden müsste.
dass aus der expansiven geldpolitik jetzt ein mythos kreiert wird, lenkt die aufmerksamkeit wieder genau in die falsche richtung. - hmm --- was wohl auch einigen möglicherweise ganz recht ist ..

oder hätten sie lieber die zustände der 30er jahre, mit rezessiver wirtschaftspolitik mit entsprechenden dramatischen auswirkungen.

der staat ist ganz einfach eine organisation im marktwirtschaftsumfeld

tritt man einen schritt zurück sind alles nur organisationen von unterschiedlicher macht, größe und zielen. eine große firma erlässt diktatorisch gesetze an die sich mitarbeiter zu halten haben.
die interaktion der verschiedenen organisationsformen (und früher gab es auch noch die kirche) ist das spiel der geschichte.
ein staatlicher eingriff auf das ganze ist nichts anderes als ein eingriff einer firma die schon mächtig genug ist wenn sie diesen durchsetzen kann. oder der eingriff vieler kleiner organisierter einheiten.
nicht der eingriff ist das problem sondern unser beschränktes wissen darüber was die eingriffe bedeuten und wie wir sie bewerten müssen.ich finde wirtschafts und menschenwissenschaften stecken ziemlich in den kinderschuhen.

Andreas Khol ist gar nix. Mag schon sein das Konservative auch mnachmal kreative Ideen habne, aber NIEMALS in Österreich, da kann Miski sagen was er will.
ÖVP in Ö ist Gacki!

Die ÖVP ist leider zu einem Haufen

an korrupten Blockierern verkommen,
die gerne jederzeit die Gesetze gegen "den kleinen Mann" verschärfen -
aber es sich dafür bei den Anti-Korruptionsgesetze (z.B. Anfütterung) für ihresgleichen richten.

...und wenn ein Konzern in den Raum stellt, dass gegen einen ÖVP-Haberer (z.B. Mensdorff-Pouilly) belastendes Material vorliegt, dann wird gleich von oberster Stelle des ÖVP-Innenministeriums Druck auf diesen Konzern ausgeübt.

Diese "wahren Christen" sollten vielleicht "Wir sind gleicher als der Pöbel" als Motto nehmen.

du bist ein linker, misik? und damit mein ich "links" im positiven sinn. wenn ich mir so deine politische herkunft anschaue und was aus deinen politischen nachwuchs geworden ist: 10 € für den irakischen terrorismus, ähm, natürlich widerstand...

I see what you did there.

(Wandbehang)

Dafür würde ich Ihnen gerne grün UND rot geben! ;)

Es ist deshalb so schwer zu tun, weil wir wissen, dass es überhaupt nichts brächte, wenn ein Linker und ein Konservativer sich im winzig kleinen Österreich zusammen setzten und etwas Vernünftiges täten.

Sg. Herr Misik,

wieder einmal ein toller Beitrag - inklusive gelungener Schleichwerbung - habe mir soeben Ihr Buch bestellt.

Es muss so schön sein wenn man immer Recht hat.

so sind sie halt, die Linken...

ich kann mich nur wiederholen

diese idee einer ökosozialen marktwirtschaft ist nicht links. sie ist linker nur aus einer ultrarechten perspektive die man gut erkennt: weiter rechts gibts nämlich nicht mehr.

die ultralinke perspektiv ist gescheitert. die rechte unterstellung irgendwer würde dorthin wollen ist stimmungsmache: wer extreme verurteilt hat halt niemals unrecht. verlorene glaubwürdigkeit bekommt man so trotzdem nicht zurück.

konservative sollten (und haben früher auch mal) diesen weg der mitte vertreten.

die linke hat also nicht recht, denn es gibt ja nichtmal eine linke. es gibt rechts und eine mitte. aus der sicht des rechten randes ist halt alles irgendwie "links".

ich glaube wenn man den ganz großen bogen spannt und die antikapitalistische phase der arbeiterbewegung (bis ca. 1945) als links betrachtet, haben sie recht. sozialisten und kommunisten, also Gruppen die den kappitalismus überwinden wollen, existieren heute nur noch als sekten.

die sozialdemokratie, also jene bewegung, die innerhalb des kapitalismus für verbesserungen kämpft, ist historisch gesehen eigentlich die mitte zwischen antikapitalisten und manchasterliberalen. das sehe ich ähnlich, gebe aber zu bedenken, dass sich die begrifflichkeit links und rechts seit damals verschoben haben. links steht heute für intervention in die marktwirtschaft zu gunsten der schwachen, recht steht für jeder ist seines glückes schmied.

Was Sie selbst z.B. als scheinbar eher Linker wirtschaftlich "wollen" - haben'S (wie das so oft passiert) elegant ausgelassen.

die reiche steuer

na ja, es ist und war immer schon sonderbar, warum es den sozis nicht einmal als stimmenstärkste partei in zeiten großkoalitionärer einigkeit gelungen ist, eine instinktiv als urtypisch sozialistisch zu bewertende reichensteuer einzuführen.
interessant ist auch das strategische desinteresse am finanzministerium!
das vorpreschen von faymann in diesem sinne kann man jetzt schon als 'mediales aufwärmtraining' für den nächsten wahlkampf abklatschen. weil themen halt themen bleiben sollen, es gibt ja nicht mehr viele, und wer will schon eventuelle parteispender verärgern.

Weil kein vernüftiger Mensch sich eine Vermögenssteuer selbst auf's Aug drückt.

Weder eine Linker noch ein Rechter Staatsbeamter wird sich dafür einsetzen, aus der Vernunft sich selbst zuliebe!

weil, sie leben ja nur aus sich heraus ... sie brauchen weder spitäler, ärzte, bäcker, strassen, wohnungen, strom, energie an sich, usw...

es ist an sich ein paradoxon, hat eine gemeinschaft wenig an ressourcen zur verfügung gibt es kooperation zwischen den individuen innerhalb der gemeinschaft. sobald aber ein mehr oder sogar ein viel an ressourcen herrscht gibt es immer einige die sich von kooperation verabschieden wollen und die früchte der ressourcen allein abschöpfen.

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