50-km/h-Schilder statt zweisprachiger Ortstafeln

26. August 2011, 16:06
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    foto: apa/eggenberger

    In Feistritz im Rosental ist nun ein Streit ausgebrochen, ob die Ortschaft Hundsdorf/Podsinja vas auch an der Bundesstraße ausgeschildert wird.

Irritationen in Hundsdorf/Podsinja vas - Ostermayer und Dörfler plädieren für Einigung im Sinne des Verfassungsgesetzes

Klagenfurt - In Kärnten ist nach den Feierlichkeiten der vergangenen Wochen in einigen Orten mit der Aufstellung von zweisprachigen Ortstafeln begonnen worden. In der Ortschaft Hundsdorf/Podsinja vas, Teil der Gemeinde Feistritz im Rosental, kam es zu Irritationen. Zwei bisher bestehende einsprachige Ortstafeln an der Bundesstraße sollen nämlich durch 50-km/h-Tafeln ersetzt werden und nicht durch zweisprachige Tafeln. Dafür soll die Ortschaft neben der Bundesstraße acht neue zweisprachige Ortstafeln an Nebenstraßen erhalten.

Die örtliche Einheitsliste/Enotna Lista (EL) warf Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) in einer Aussendung umgehend vor, das neue Volksgruppengesetz nicht zu 100 Prozent umsetzen zu wollen. "Nachdem bereits jahrzehntelang die Ortsdurchfahrt an der Bundesstraße durch eine entsprechende Ortstafel gekennzeichnet war, ist die Verwunderung der Hundsdorfer wohl gerechtfertigt", hieß es in der Aussendung. Schließlich sei die Straßenverwaltung am Donnerstag mit den neuen Tafeln angerückt, dann aber wieder unverrichteter Dinge abgezogen.

"Keine politische Entscheidung"

Der Leiter der Landesinfrastrukturabteilung, Albert Kreiner, kann "die Aufregung nicht verstehen". Im Zuge der Umsetzung des Volksgruppengesetzes sei überprüft worden, ob sich an Siedlungsgebieten etwas geändert habe. Dabei habe sich herausgestellt, dass sich das Siedlungsgebiet von Hundsdorf/Podsinja vas von der Bundesstraße wegverlagert habe. Anstelle der bisher bestehenden zwei Ortstafeln seien nun acht neue zweisprachige Ortstafeln verordnet worden. An den alten Standorten wurden wegen mehrerer Straßeneinbindungen zur Verkehrsberuhigung 50-km/h-Tafeln verordnet. "Das war eine reine Fachentscheidung und keine politische", so Kreiner.

Nicht glücklich mit der neuen Situation ist die Bürgermeisterin von Feistritz, Sonya Feinig (SPÖ). "Meiner Ansicht nach sollten die Schilder an der Bundesstraße erhalten bleiben, da es sich um ein über Jahrzehnte ersessenes Recht handelt", so die Bürgermeisterin. Daher habe sie ein Schreiben an das Land und die Bezirkshauptmannschaft gerichtet, in dem sie um eine neue fachliche Bewertung bittet.

Ostermayer beschwört den "Geist des Memorandums"

Rückendeckung bekam die Bürgermeisterin am Freitag von höchster Stelle: Staatssekretär Josef Ostermayer (SPÖ) plädiert in der Debatte um Hundsdorf/Podsinja vas dafür, dass "auch weiterhin der Geist des Verfassungsgesetzes und des Memorandums von Klagenfurt berücksichtigt wird". Er habe in mehreren Gesprächen mit Beteiligten seinen Standpunkt unterstrichen, "wonach bei der Umsetzung des Verfassungsgesetzes alles vermieden werden sollte, was - auch wenn es rechtlich möglich ist - die positive Stimmung in Kärnten und in ganz Österreich trüben könnte", erklärte der Ortstafel-Chefverhandler. Im konkreten Falle sei besonders zu beachten, dass der Verfassungsgerichtshof 2006 zu Hundsdorf/Podsinja vas entschieden habe, wobei hierbei eine Verordnung der Bezirkshauptmannschaft zugrunde liegt, die das Ortsgebiet auch entlang der Bundesstraße definiert hatte.

Landeshauptmann Dörfler ließ wissen, "dass das Memorandum zur Lösung der Kärntner Ortstafelfrage 2011 und das Volksgruppengesetz nicht infrage gestellt werden". Die Aufstellung der vorgesehenen zweisprachigen Ortstafeln werde unverzüglich und zu hundert Prozent erfolgen, betonte Landeshauptmann Dörfler: "Für die konkrete Umsetzung ist die Verkehrsrechtsabteilung in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Bezirkshauptmannschaft zuständig, die dabei an die gesetzlichen Rahmenbedingungen und vorliegende Sachverständigen-Gutachten gebunden sind. Aus diesen rein fachlichen Überlegungen wurden auch durch dieselben Behörden hinsichtlich der Ortschaft St. Johann im Rosental anstelle der bisherigen kleinen Ortsbezeichnungstafeln jetzt echte Ortstafeln aufgestellt, was für die Volksgruppe eine deutliche Aufwertung darstellt", verteidigte Dörfler die Behörde. Der Kärntner SPÖ-Chef Peter Kaiser warf Dörfler wegen der Irritationen in Hundsdorf/Podsinja vas mangelnde Sensibilität vor. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 65
1 2
au contraire
00
*gähn*

Hat mal jemand einen Eimer mit Wasser, wo ich mein Handtuch eintunken kann?
Scheint, als möchterten hier ein paar Leut ordentlich eine aufg'schnalzt bekommen. Oder gleich verjagt werden.

Pierre d´Aubusson
00
31.8.2011, 12:07

In den Gesetzestexten (Topographieverordnung, BGBl 245/2006 und nachfolgende Beschlüsse/Verlautbarungen) konnte der Suchbegriff "Hund" nicht gefunden werden.

Es handelt sich sohin um eine deutschsprachige Ortschaft oder um eine Ortschaft mit zu geringem Slowenenantheil im Sinne der VfGH-Entscheidung(<17,6257819%), der man die Identität genommen hat.
Wenns schon als Sauerei hingestellt wird, dann bitte auch sagen, gegen wen sie sich richtet. Oder ists jetzt plötzlich keine mehr?

Roderic Schuchart
00

Zu dumm, um das RIS zu benutzen? Gibt bei "Bundesgesetzblatt authentisch ab 2004" das Suchwort "Hundsdorf" ein. Dann findest du das BGBl. I Nr. 46/2011...

Pierre d´Aubusson
00
Achja, noch was:

Post 118/2011 vom VfGH: "Die Verordnung der Bundesregierung über die Bestimmung von Gebietsteilen, in denen topographische Bezeichnungen und Aufschriften sowohl in deutscher als auch in slowenischer Sprache anzubringen sind (Topographieverordnung-Kärnten), BGBl. II Nr. 245/2006, wird als gesetzwidrig aufgehoben.

2.
Die Aufhebung tritt mit Ablauf des 30. September 2011 in Kraft.“

Hundsdorf kommt in 245/2006 nicht vor, da wurde tatsächlich eine einsprachig-deutsche Ortstafel entfernt....

Pierre d´Aubusson
00

Aber nur, wenn man "Hundsdorf" direkt eingibt. Sonst kommt man nur zu meinem Ergebnis. Habs grad probiert...

Pauli Feuerstein
10
28.8.2011, 23:37
Kindisch!

Die Verkehrsabteilung soll das handhaben wie es rein technisch sein soll und das Vorhandensein eines Gewohnheitsrechtes auf eine Ortstafel ist wohl das schwachsinnigigste Argument, das ich in diesem Zusammenhang gehört habe! Einfach ehrlich, einfach SPÖ!

grrrrr
00
28.8.2011, 15:47
peinlich

Dörfler und seinem fpk ist nichts zu peinlich

adventurer
10
29.8.2011, 11:04
@grrrr

bevors knurren informieren.
Dörfler ist hier extrem großzügig.
Da Hundsdorf max. 8 Häuser aufweist, gibt es ein zweisprachiges Ortsschild für jede Hauszufahrt.

A Voice
03
28.8.2011, 13:24
Echt

Wie kindisch kann man sein?

das ist fix
00

offensichtlich gibt es beim kindisch-sein keine grenze

das ist fix
00

offensichtlich gibt es beim kindisch-sein keine grenze

MASCH49
 
00
28.8.2011, 08:41
50 km/h TAFELN ? Schad ums Geld.

Und dann fährt wieder eine Ikone
mit mehr als doppelten km/h da-
ran vorbei und 'derstösset' sich.

Knochenmann
03
28.8.2011, 08:11

Die blöden AR*SCHGEIGEN können es einfach nicht lassen!

Verdammt, irgendwann ist es gut mit den verdammten Ortstafen, ich will NIE WIEDER irgendwas davon hören!

Schaut lieber mal das ihr den Scheuch auf Gefängniss vorbereitet!

Pauli Feuerstein
30
28.8.2011, 23:37
dort trifft er die halbe spö, auch cool! :)

Ravenspower
61
27.8.2011, 23:19
Feinig

muss sich diese sonya feinig immer einmischen?
auf ihren gemeindeamt spricht kein einziger slowenisch!!
trotzdem spielt sie die "schutzpatronin" der kärntner slowenen.

eigenartig!!

estragon001
02
28.8.2011, 07:39
Und was wollen SIE ?

Politiker werden dafür bezahlt, dass sie an Stelle des Volkes agieren !

belgma
 
22
27.8.2011, 21:14

hätt mich ja gewundert, wenn jetzt endlich ruh gewesen wär .... die wollens nicht anders - da hilft keine verfassungänderung, keine gegenseitiges schulterklopfen, keine selbstbeweihräucherung ..... ein teil der kärntner sind deppen und bleiben deppen ... schade, für alle anderen, die immer wieder gerne mit dem deppenhaufen in einen topf geworfen werden ....

Tirol6020
43
27.8.2011, 13:52
Siedlungsgebiet wegverlagert? China?

Was ist da passiert? Haben die einen Stausee errichtet oder wie? Ein Siedlungsgebiet wächst normaler Weise, aber wo es einmal ist, bleibt es auch.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass da wo früher Häuser standen plötzlich Steppe ist...
Aber Kärnten ist bekanntlich ganz anders ...

adventurer
00
29.8.2011, 10:51
@tirol

im Gegensatz zu Tirol wo alle zwischen den Bergen eingeklemmt sind gibt es in Kärnten noch Platz. Und da der Verkehr zugenommen hat, hat sich Hundsdorf vom Strassendorf wegentwickelt zumal weitere Gassen dazugekommen sind. Deshalb stehe die neuen Häuser etwas weiter weg von der Hauptverkehrsstrasse. So einfach ist das.

ultrakarmingrau
13
27.8.2011, 19:16

Daß das Siedlungsgebiet sich von der Bundesstraße wegverlagert, ist aber nichts so ungewöhnliches.

Tirol6020
11
28.8.2011, 19:23
Schon ungewöhnlich.

Die Gebäude werden wohl nicht verschwinden? Das anderswo die Gemeinde wächst, ändert nichts an der Siedung die bestanden hat und halt jetzt größer ist.

Pauli Feuerstein
00
28.8.2011, 23:38
Ist es jetzt Ortsgebiet

oder ist es kein Ortsgebiet????

Tirol6020
00
29.8.2011, 18:48
Weiß ich auch nicht, aber wenn die nichts abgerissen...

...haben, und dafür Kartoffel gepflanzt, sondern einfach zusätzliche Häuser gebaut, dann ist halt das Ortsgebiet größer geworden.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die an der Straße Äcker statt Häuser anlegen und dafür weitere Wege in Kauf nehmen.

Pauli Feuerstein
00
29.8.2011, 23:23
naja,

nur weil ich wo ein haus hinstelle wird das gebiet nicht zum ortsgebiet!

golden-boy
05
27.8.2011, 10:38
gähn

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